Aktuelles zu Covid-19

Corona update

Differenzierende wissenschaftliche Beurteilungen zu Sars-CoV2 und kritische Analysen der getroffenen Maßnahmen:

neu:

Update Corona Impfstoffe

Neue Meldungen zu Impfstoffen gegen SarsCoV2 findet Ihr hier

Chronologische Liste mit einer Auswahl aktueller Meldungen

 
 
12.05.21
 
 
Beschluss deutscher Ärztetag:
„Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen COVID-19-Impfung gesichert werden. Ohne rechtzeitige Impfung, insbesondere auch für jüngere Kinder, führt ein erneuter Lockdown für diese Altersgruppe zu weiteren gravierenden negativen Folgen für die kindliche psychische Entwicklung. Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück.“
 
Dazu:
 
 
"Aus ethischer Sicht besteht eine Abwägung zwischen Risiko und Nutzen, wenn Kindern ein COVID-19-Impfstoff angeboten wird, der nur einen minimalen oder gar keinen direkten Nutzen für den Empfänger, keinen Nutzen für die Öffentlichkeit und noch unbekannte mittel- und langfristige Risiken für den Empfänger bietet.“
 
Quelle: Multpolar-Magazin
"Die Stimmen häufen sich, nun auch rasch die junge Generation mit einem Impfstoff gegen Covid-19 zu schützen. Diese dürften nicht länger benachteiligt werden. Die Politik scheint fest dazu entschlossen, die üblichen Prüfverfahren sind offenbar nur noch eine Formalie. Viele Fachleute widersprechen dem Vorhaben allerdings energisch – mit guten Argumenten. Denn bei dieser Entscheidung wird eine rote Linie überschritten." ...
 
Quelle: Nachdenkseiten
... "Der Beschluss enthält auch eine direkte Drohung an „renitente“ Familien:
„Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück.“
Mit dieser Position stellt der Ärztetag nicht nur die Betrachtung von Ursache und Wirkung des aktuellen Kinderleids auf den Kopf. Außerdem wird von den Medizinern ausgeblendet, dass Kinder von schweren Folgen des Virus kaum betroffen sind, wie die NachDenkSeiten kürzlich in dem Artikel „Covid-Impfungen, Schulschließungen und Maskenzwang: Wie gefährdet sind unsere Kinder?“ beschrieben haben. Auch das Argument, Kinder könnten trotz ausbleibender Symptome etwa die Lehrer anstecken, sollte sich erübrigen, wenn die Erwachsenen, die das wünschen, sich haben impfen lassen. Fraglich ist auch, ob der Ärztetag das geringe Risiko für Kinder zu einer Erkrankung mit den Risiken einer Kinder-Impfung mit neuen Impfstoffen seriös abgewogen hat." ...
 
Petition:
 
#nichtmeinaerztetag - Keine Massenimpfungen an Kindern gegen COVID-19
 
 
 
 
Forschung:
"...Noch ist nicht klar, welche Konsequenzen die viralen Genabschnitte in unserem Erbgut haben können. Die meisten mit dem Coronavirus infizierten Zellen werden drastisch umgebaut und sterben kurze Zeit später ab – hier hat die Einschleusung viraler DNA daher keine Folgen. Bei den Zellen, die den viralen Angriff überleben, könnte die virale DNA aber erhalten bleiben.
Wie die Forscher betonen, ist es ausgeschlossen, dass aus den eingebauten DNA-Abschnitten neue Viren entstehen. Möglich wäre aber, dass einige virale Proteine aus ihren in unser Genom integrierten Bauanleitungen gebildet werden. "Die verfügbaren klinischen Daten deuten daraufhin, dass nur ein kleiner Teil der Zellen in Patientengeweben virale Proteine in einem Maße exprimieren, das durch immunohistologische Tests nachweisbar ist", so Zhang und sein Team.
Denkbar wäre aber, dass diese von unseren eigenen Zellen produzierten Virenproteine dann wie eine Art interne Impfung wirken und unserem Immunsystem dabei helfen, den Erreger zu erkennen und zu bekämpfen, mutmaßen die Forscher.
Zudem könnte die Präsenz der viralen Genabschnitte im menschlichen Genom erklären, warum die PCR bei einigen genesenen Covid-Patienten weiterhin positiv wird. In jedem Falle seien weitere Studien dringend nötig, so Zhang und seine Kollegen."
 
 
 
Debatte:
Quelle: Berliner Zeitung
..."Die Anwältin Jessica Hamed beobachtet: Angesichts der andauernden Einschränkungen der Grundrechte sagen viele Menschen, das Maß sei voll. Grundlage der Entwicklung sei eine Veränderung des Staats zu einem „paternalistischen Staat“: „Spätestens seit 9/11 erleben wir einen Paradigmenwechsel: Wir gehen von der Freiheit zur Sicherheit. Der Staat will immer häufiger sehr früh intervenieren.“ Dies führe jetzt in der Pandemie zu einer umfassenden Umkehr der Beweislast: „Die Menschen müssen beweisen, dass sie nicht krank sind. Alle werden als potentielle Gefährder angesehen. Alle müssen nun beweisen, dass sie für die Gesellschaft ungefährlich sind, was natürlich nicht geht.“ Dies habe für die Einzelnen weitreichende Folgen: „Um die Grundrechte zurückzubekommen, muss die Gesundheit nachgewiesen werden.“
Der Druck führe dazu, „dass sich viele impfen lassen wollen, da es im Moment so aussieht, als würde es für Ungeimpfte noch sehr lange oder dauerhaft Einschränkungen geben“. Hamed: „Viele Leute, so scheint es mir, lassen sich nicht primär aus gesundheitlichen Gründen impfen. Sie sind der Maßnahmen überdrüssig und wollen wieder normal leben. Vor allem oder sogar nur um das zu erreichen, lassen sie sich impfen.“ Diese Motivation zu fördern, sei hochproblematisch: „Die Leute werden dazu gedrängt, einen körperlichen Eingriff vornehmen zu lassen, damit sie ihre Freiheitsrechte erlangen.“ ...

 

 

07.05.21

 

Der harten Abwehrhaltung gegenüber dieser Kampagne liegt eine ideologisierte Dynamik zugrunde, die höchst bedenklich ist für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Sachliche Einwände gegen die Maßnahmen werden zu kaum beachteten Fußnoten oder zu „Geschwurbel“ degradiert. Um dieses Zerrbild etwas aufzuhellen, möchte ich Eckpunkte einer sachlichen Grundsatzkritik an der Corona-Strategie umreißen, aus subjektiver Sicht eines im Gesundheitsbereich Tätigen, aber auch anhand objektiver Sachverhalte…
Der harten Abwehrhaltung gegenüber dieser Kampagne liegt eine ideologisierte Dynamik zugrunde, die höchst bedenklich ist für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Sachliche Einwände gegen die Maßnahmen werden zu kaum beachteten Fußnoten oder zu „Geschwurbel“ degradiert. Um dieses Zerrbild etwas aufzuhellen, möchte ich Eckpunkte einer sachlichen Grundsatzkritik an der Corona-Strategie umreißen, aus subjektiver Sicht eines im Gesundheitsbereich Tätigen, aber auch anhand objektiver Sachverhalte…
Der harten Abwehrhaltung gegenüber dieser Kampagne liegt eine ideologisierte Dynamik zugrunde, die höchst bedenklich ist für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Sachliche Einwände gegen die Maßnahmen werden zu kaum beachteten Fußnoten oder zu „Geschwurbel“ degradiert. Um dieses Zerrbild etwas aufzuhellen, möchte ich Eckpunkte einer sachlichen Grundsatzkritik an der Corona-Strategie umreißen, aus subjektiver Sicht eines im Gesundheitsbereich Tätigen, aber auch anhand objektiver Sachverhalte

"Öffnung der Schulen für alle Kinder – sofort!"

SARS-CoV-2 und die Schulen – Was sagen die Daten?

Quelle: Hessisches Ärzteblatt 6/2021 | 357

... "Die extreme Zunahme der Fallzahlen bei den Schulkindern in der KW 16 nach den Osterferien ist durch eine Änderung der Teststrategie (mit)bedingt und die Infektionen sind in den Ferien – im Privaten und Freizeitbereich – erworben worden, nicht in der Schule. Die Testpflicht hat nicht das Ziel erreicht, den Unterricht in Schulen sicherer zu machen, sondern sie hat in vielen Kreisen bewirkt, dass die Schulen erneut geschlossen wurden."  ...

"Vor dem Hintergrund der o.g. Daten, der Studienlage und der Argumente müssen die Schulen zwingend schnellstmöglich wieder für den Präsenzunterricht geöffnet werden. Ein weiteres Verbot des Präsenzunterrichts ist zwar angesichts des neuen § 28b IfSG rechtlich legal, es ist aber weder legitim, noch geeignet, erforderlich und angemessen, Infektionen bei Kindern oder deren Kontaktpersonen zu verhüten.
Seit vielen Monaten weisen Fachverbände aus Pädiatrie, Krankenhaushygiene und ÖGD auf die schweren Kollateralschäden [z.B. 9] der Aussetzung des Präsenzunterrichts für die Entwicklung und Gesundheit der Kinder hin und fordern – ebenso wie einige Elterverbände [z.B. 10] – dringend die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts [11–15]. Die Bundesregierung hat inzwischen auch die durch die Schulschließungen bedingten Kollateralschäden wahrgenommen, die alle Kinder betrifft, ganz besonders aber Kinder aus eher sozial schwachen oder bildungsferneren Bereichen. Sie plant, ein 2-Milliarden-Projekt zur besonderen Förderung der Kinder aus den sozial schwachen oder bildungsferneren Bereichen aufzulegen.
Statt eines 2-Milliarden-Projekts für einen Teil der Kinder in Deutschland zu fordern, das vielleicht irgendwann kommt, kann die Forderung nur lauten: Öffnung der Schulen für alle Kinder – sofort! Da die Schulen kein Risikobereich sind, sollte auch auf die erheblichen Aufwendungen für verpflichtende Schnelltests verzichtet werden, die Gelder könnten anderweilig in den Schulen viel besser eingesetzt werden."

Prof. Dr. med. Ursel Heudorf, ehem. stellvertretende Leiterin Gesundheitsamt Frankfurt am Main
Prof. Dr. Dr. med. René Gottschalk, Leiter Gesundheitsamt Frankfurt am Main

https://www.laekh.de/fileadmin/user_upload/Aktuelles/2021/Aktuelles_2021_05_06_HAEBL_06_2021_Heudorf_Gottschalk.pdf

 

 

Debatte:

"Sachliche Einwände werden zu „Geschwurbel“ degradiert"

Notfallsanitäter: Kritik an den Corona-Maßnahmen

Quelle: Berliner Zeitung  - von Jan Schad

"Unser Autor ist täglich für das Überleben anderer im Einsatz. Er verteidigt #allesdichtmachen, weil es nach seiner Ansicht wirklich viel zu kritisieren gibt."

"...Der harten Abwehrhaltung gegenüber dieser Kampagne liegt eine ideologisierte Dynamik zugrunde, die höchst bedenklich ist für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Sachliche Einwände gegen die Maßnahmen werden zu kaum beachteten Fußnoten oder zu „Geschwurbel“ degradiert. Um dieses Zerrbild etwas aufzuhellen, möchte ich Eckpunkte einer sachlichen Grundsatzkritik an der Corona-Strategie umreißen, aus subjektiver Sicht eines im Gesundheitsbereich Tätigen, aber auch anhand objektiver Sachverhalte. ... "

https://www.berliner-zeitung.de/open-source/notfallsanitaeter-meine-kritik-an-den-corona-massnahmen-li.156271

 

 

06.05.21



Corona-Bilanz: Krankenhäuser 2020: Weniger Fälle, höhere Erlöse
COVID hat den Krankenhäusern über das gesamte Jahr 2020 gerechnet höhere Erlöse als im Nicht-Corona-Jahr 2019 beschert. Der beobachtete Rückgang der Fälle gehe nicht nur auf das Absagen planbarer Operationen zurück, heißt es in einer aktuellen Analyse.
Trotz eines kräftigen Rückgangs der Fallzahlen sind die Erlöse der Krankenhäuser und die Zahlungen der gesetzlichen Krankenkassen für die stationäre Versorgung im vergangenen Jahr gestiegen.
Das aktive Verschieben und Absagen elektiver Operationen durch die Krankenhäuser erkläre allerdings nur einen Bruchteil der Rückgänge, betonen nun Fachleute. Eine größere Rolle spiele dabei das Verhalten der Patienten selbst.
Der beim Gesundheitsministerium eingerichtete Beirat betont in seiner Jahresbilanz, dass die stationäre Versorgung im ersten Pandemiejahr flächendeckend gewährleistet werden konnte. Im Jahresdurchschnitt waren vier Prozent aller Intensivbetten mit COVID-Patienten belegt.
https://www.aerztezeitung.de/Politik/Krankenhaeuser-2020-Weniger-Faelle-hoehere-Erloese-419289.html

 

siehe auch 28.04.21:

2020/21 im Vergleich zu 2019 verminderte Zahl stationärer Behandlungsfälle, schwerer Atemwegsinfekte, Intensivfälle und Beatmungsfälle in deutschen Krankenhäusern

Eine Analyse der §21 Routinedaten von 310 Kliniken der Initiative Qualitätsmedizin e.V. (IQM)

 

 

 

Die Datenerhebungskatastrophe
"Das Pandemiemanagement der Bundesrepublik baut auf einem Corona-Monitoring auf, das diese Bezeichnung nicht verdient. Die Politik weiß bis heute kaum, was genau sie mit ihren Lockdown-Maßnahmen bewirkt und wer sich warum infiziert.
Wie konnte das passieren? Eine Spurensuche."

Quelle: JAN-MARTIN WIARDA, Journalist, Politikwissenschaftler, Volkswirt.
https://www.jmwiarda.de/2021/04/28/die-datenerhebungskatastrophe/

 

Dazu auch:

„Von Anfang an versäumt“
Medizinhistoriker Prof. Gerd Antes kritisiert, es sei bisher versäumt worden Berufsangaben und andere wichtige Daten von Infizierten zu erfassen. Das Problem sei die Dunkelziffer: „Wir wissen nicht, wo es passiert, wann es passiert.“  Quelle: ZDF

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/bisher-konsequent-versaeumt-worden-100.html

 

 

 
 
05.05.21
 
 
Quelle: International Journal of Environmental Research and Public Health (IJERPH): Kisielinski et al., Is a Mask That Covers the Mouth and Nose Free from Undesirable Side Effects in Everyday Use and Free of Potential Hazards?
Eine im International Journal of Environmental Research and Public Health (IJERPH) soeben veröffentlichte deutsche Metastudie über die gesundheitlichen Auswirkungen von Masken stellt fest, dass relevante, unerwünschte medizinische, organ- und organsystembezogene Phänomene auftreten, die mit dem Tragen von Masken einhergehen und dass ein längeres Tragen von Masken durch die Allgemeinbevölkerung zu relevanten Auswirkungen und Folgen in vielen medizinischen Bereichen führen kann. Untersucht wurden 65 Studien, darunter zwei vorherige Meta-Analysen. Analysiert wurden Studien, die sich mit chirurgischen Masken, N95-Masken (ähnlich wie FFP2-Masken) sowie mit Stoffmasken befassten.
"Alle in unserer Studie gefundenen wissenschaftlichen Fakten erweitern die Wissensbasis für eine differenzierte Betrachtung der Maskendebatte. Dieser Gewinn kann sowohl für Entscheidungsträger relevant sein, die sich mit der Frage der Maskenpflicht während der Pandemie unter ständiger Überprüfung der Verhältnismässigkeit auseinandersetzen müssen, als auch für Ärzte, die auf dieser Basis ihre Patienten angemessener beraten können. Bei bestimmten Erkrankungen ist es unter Berücksichtigung der in dieser Studie gefundenen Literatur auch für den behandelnden Arzt notwendig, eine Nutzen-Risiko-Abwägung vorzunehmen.
Neben dem Schutz der Gesundheit ihrer Patienten sollten Ärzte ihr Handeln auch am leitenden Grundsatz der Genfer Deklaration von 1948 in der revidierten Fassung von 2017 ausrichten. Demnach gelobt jeder Arzt, die Gesundheit und Würde seines Patienten an erster Stelle zu setzen und auch unter Bedrohung sein medizinisches Wissen nicht zur Verletzung von Menschen- und Bürgerrechten einzusetzen. Im Rahmen dieser Erkenntnisse plädieren wir daher für ein explizit medizinisch vernünftiges, rechtskonformes Handeln unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Faktenlage gegen eine überwiegend auf Annahmen basierende Behauptung einer generellen Wirksamkeit von Masken, immer unter Berücksichtigung möglicher unerwünschter individueller Auswirkungen für den betroffenen Patienten und Maskenträger, ganz im Sinne der evidenzbasierten Medizin und der ethischen Leitlinien eines Arztes.»
 
 
 
03.05.21
 
 

SARS-CoV-2-Spikeprotein schädigt Blutgefäße

In der Arbeit wird gezeigt wie das Spike-protein die Gefäße schädigt indem es ACE2 herunterreguliert und die mitochondiale Funktion hemmt
"SARS-CoV-2 Spike Protein Impairs Endothelial Function via Downregulation of ACE 2"

Quelle: Circulation Research
https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/CIRCRESAHA.121.318902

 


Covid-19: Schon Spike-Protein kann Symptome auslösen
"Das SARS-Cov-2-Virus nutzt sogenannte Spike-Proteine, um an menschliche Zellen anzudocken, so dass das Virus in die Zelle eindringen kann.
Neue Studien zeigen jetzt, dass schon das Spike-Protein selbst dieselben Symptome verursachen kann wie das eigentliche Coronavirus.
Forschende aus Virginia in den USA haben genveränderten Mäusen ein Segment des Spike-Proteins injiziert und drei Tage später entwickelten die Tiere unter anderem Lungenentzündungen und übermäßige Autoimmunreaktionen."
https://www.deutschlandfunknova.de/nachrichten/coronavirus-schon-spike-protein-kann-covid-19-ausloesen

 
 
 
 
Quelle: Corona Netzwerk
 
 
 
02.05.21
 
 
 
Quelle: Cicero
"Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzen viele Länder auf strikte Freiheitsbeschränkungen. Ein kanadischer Ökonom hat 80 Studien zum Nutzen dieser Lockdown-Politik ausgewertet – und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis.
„Covid Lockdown: Kosten und Nutzen. Eine kri­ti­sche Bewertung der Literatur“ zeigt, dass die posi­ti­ven Effekte des Lockdowns sei­ner Überzeugung nach über­schätzt und die dra­ma­ti­schen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft als zu gering ein­ge­stuft wur­den.«"
http://www.sfu.ca/~allen/LockdownReport.pdf
 
 
"Mit den Stimmen der Regierungsfraktionen hat der Bundestag eine Novelle des Infektionsschutzgesetzes und damit auch nächtliche Ausgangssperren ab einer Inzidenz von 100 beschlossen. Ihre Wirksamkeit werde durch wissenschaftliche Studien gestützt, heißt es in der Gesetzesbegründung. MONITOR-Recherchen zeigen nun: Eine der für die Regierungsfraktionen zentralen Studien von der Universität Oxford lässt sich nicht eins zu eins auf die aktuelle Situation in Deutschland übertragen. Darauf weisen die Studienautoren selbst hin und betonen eine „große Unsicherheitsmarge“. "

 

 

 

Reiche in der Pandemie - „Jetzt wäre der Moment, Solidarität zu üben“    Quelle Deutschlandfunk Kultur - Julia Friedrichs im Gespräch mit Liane von Billerbeck

"Die ökonomische Kluft zwischen Arm und Reich hat sich während der Coronakrise weiter vertieft. „Wer hat, der gibt“: In einem offenen Brief fordert nun eine neue Initiative, Reichtum umzuverteilen.
Die Coronakrise gehe zulasten niedriger Einkommen, meint auch die Autorin Julia Friedrichs. Sie vermisst Angebote der Reichen, zu teilen."
   
dazu:
 
Offener Brief an die Bundesregierung: Die Reichen müssen für die Krise zahlen
WER HAT, DER GIBT
"Zusammen mit mehr als 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen und Intellektuellen aus Wissenschaft, Kunst und Kultur fordern wir eine stärkere Besteuerung von Reichtum. In einem offenen Brief wenden wir uns an die Bundesregierung. "
Hier unterzeichnen:
 
 

 

29.04.21

 

 

Armut macht krank

Wie das Geld bestimmt, wer sich mit Corona infiziert
Lange war es nur eine Vermutung, jetzt zeigen Daten aus mehreren Städten: In Brennpunktvierteln kommt es zu viel mehr Infektionen als in wohlhabenden Gegenden

"Armut macht krank" – das gilt bereits für viele Krankheiten in Deutschland. Vor einer hohen Gefährdung von Menschen mit niedrigem Einkommen warnen Experten auch in der Corona-Krise seit Langem. Doch die Datenlage ist bisher schwach, die zu untersuchenden Faktoren sind divers, Langzeitbetrachtungen vonnöten. Jetzt liegen in mehreren Städten Daten vor, die einen Zusammenhang zwischen Wohnort, sozioökonomischen Einflüssen und der Infektionsrate belegen oder zumindest nahelegen.  Quelle: t-online

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89929168/corona-fallzahlen-in-staedten-wie-geld-bestimmt-wer-sich-infiziert-.html

 

dazu auch:
"Ein neoliberales Narrativ, das Armut verharmlost und Reichtum verschleiert"
Die Bundesregierung behauptet in ihrem Armutsbericht, die Ungleichheit nehme nicht mehr zu. Das sieht der Forscher Christoph Butterwegge ganz anders. Ein Gespräch über Polarisierung und bizarre Kunstwörter wie "Wohlhabenheit". Quelle: Süddeutsche zeitung

https://sz.de/1.5273323

 

 

 

 

Schützt eine vorherige Infektion mit dem saisonalen humanen Coronavirus OC43 vor kritischem COVID-19?
"Ergebnisse: In einer internationalen multizentrischen Studie (vier Überweisungszentren für die Tertiärversorgung) hatten stationäre Patienten ohne Anti-HCoV-OC43-NP-Antikörper ein erhöhtes Risiko für kritische Erkrankungen (angepasstes Odds Ratio 2,68 [95% CI 1,09 - 7,05]), das über dem Risiko lag durch erhöhtes Alter oder BMI und niedriger als das Risiko durch männliches Geschlecht. Aus dieser Analyse wurde eine Risikostratifizierung basierend auf Geschlecht und OC43-Serostatus abgeleitet."
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1386653221001141

 

dazu auch:

Covid-19: Überstandene Infektion mit "humanen" Coronaviren kann vor schwerem Verlauf schützen

Die kürzlich erschienene Studie eines Forscherteams aus Deutschland weckt neue Hoffnungen im Kampf gegen das Corona. Patienten, die schon einmal mit dem sogenannten humanen Coronavirus infiziert waren, haben ein niedrigeres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Warum die Studie so bedeutend werden kann.
  • Vorherige Infektion mit "humanen" Coronaviren könnte den Covid-19-Verlauf mildern
  • Studien entdecken Kreuzimmunität bei Coronaviren
  • Antikörpertests könnten Patienten mit hohem Risiko ermitteln
  • Nähe zu Kindern als womöglicher Schutz vor starkem Verlauf

https://amp.infranken.de/ratgeber/gesundheit/coronavirus/corona-ueberstandene-infektion-mit-coronavirus-variante-kann-risiko-fuer-schweren-covid-19-verlauf-senken-art-5200074?__twitter_impression=true

 
 
 
28.04.21
 
IQM:
2020/21 im Vergleich zu 2019 verminderte Zahl stationärer Behandlungsfälle, schwerer Atemwegsinfekte, Intensivfälle und Beatmungsfälle in deutschen Krankenhäusern
Eine Analyse der §21 Routinedaten von 310 Kliniken der Initiative Qualitätsmedizin e.V. (IQM) – Datenstand 31.3.2021

..."Die geringere prozentuale Inanspruchnahme der Intensivmedizin und der Beatmung ist in der Summe der teilnehmenden Krankenhäuser nicht primär durch mangelnde Intensiv- oder Beatmungskapazitäten zu erklären, da im Vergleich der Jahre 2019 - 21 über den Jahresverlauf nicht mehr Intensiv- oder Beatmungsfälle auftraten (Abb. 3).

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Anteil der COVID-19-Fälle an den Intensiv- und Beatmungsfällen in den letzten Wochen des Jahres 2020 und weiter in 2021 relevant anstieg und die kritisch kranken COVID-19-Patienten, entsprechend der regionalen Organisationsabsprachen, nicht auf alle Krankenhäuser gleich verteilt waren. In einzelnen Krankenhäusern kann es also zu Überlastungen der Kapazität gekommen sein, auch wenn das in der Summe nicht der Fall war. In dem Zusammenhang ist auch zu berücksichtigen, dass die Intensivaufenthaltsdauer und die Beatmungsdauer in den Jahren 2020 und 2021 verglichen zu 2019 erhöht waren (Abb. 4).

...

Abb. 4: Wöchentlicher Verlauf der Intensivtage (INT) und der Beatmungstage für die Jahre 2019 - 21

 Abb. 6: Wöchentlicher Verlauf aller SARI-Fälle für die Jahre 2019 - 21. SARI ist definiert als ICD Kodes J09 – J22.

Abb. 7: Wöchentlicher Verlauf der SARI-Fälle, der COVID-19 bedingten SARI-Fälle (SARI U07.1) und des sich daraus ergebenden %-Anteils (rechte y-Achse) für den Untersuchungszeitraum 2020/21. SARI ist definiert als ICD Kodes J09 – J22.

Abb. 8.: Wöchentlicher Verlauf aller Krankenhausfälle für den Untersuchungszeitraum der Jahre 2019 -21.

...

"Schlussfolgerungen

Im gesamten Jahr 2020 wurden insgesamt 13,3% weniger Patienten im Krankenhaus behandelt als 2019. In den ersten 13 Kalenderwochen des Jahres 2021 blieb die Fallzahl 22,8% hinter dem Vergleichszeitraum 2019 zurück. Auch die Gesamtzahl der SARI-Fälle, Intensivfälle und Beatmungsfälle blieb im Untersuchungszeitraum unter den Zahlen aus 2019.
Die Krankenhaussterblichkeit von COVID-19 liegt für das ganze Jahr bei 18,9%, wobei 68,3% der COVID-19-Fälle ein SARI entwickelten, dass mit einer deutlich höheren Sterblichkeit (24,5%) als das SARI anderer Ursache verbunden war.
Die Krankenhaussterblichkeit sowie auch die Sterblichkeit des SARI, der Intensiv- und Beatmungsfälle waren 2020 und 2021 im Vergleich zu 2019 erhöht. Neben dem direkten Effekt der hohen COVID-19-Sterblichkeit ist das wohl auch Folge eines deutlich veränderten Spektrums der Krankenhausbehandlungen, sodass diese Effekte zeitnah analysiert werden müssen." 
Quelle: Initiative Qualitätsmedizin e.V. (IQM)

https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie

 

 

27.04.21
 
"Im Zuge der Corona-Krise haben im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen ihre Arbeit verloren. Mehr als die Hälfte davon waren Minijobber, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.
477.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verloren demnach ihren Job. Für die geringfügige Beschäftigung schlug Corona im vergangenen Jahr mit einem Minus von 526.000 Jobs zu Buche." ...
 
 
"Die Umfrage des Hamburg Center for Health Economics deutet eine Trendumkehr in der Stimmung an.
Weiteres Ergebnis: Die Impfbereitschaft gegen COVID-19 steigt in Deutschland. Aktuell möchten sich 67 Prozent impfen lassen, im November 2020 lag dieser Anteil noch bei 57 Prozent. Die Zahl der Ablehner liegt aktuell nur noch bei 16 Prozent, 17 Prozent sind noch unsicher. Grundsätzlich steigt die Impfbereitschaft mit zunehmendem Alter. Bei den 18- bis 24-Jährigen wollen sich 51 Prozent impfen lassen, bei den über 65-Jährigen sind dies 78 Prozent." ...
 
 
Prof. Dr. med. K. Stöhr  Klaus Stöhr, Virologe und Epidemiologe, von 1992 bis 2007 Leiter des Globalen Influenza-Programms und SARS-Forschungskoordinator der WHO-  Quelle: Corona-Netzwerk
"Kurzfristig: Quarantäne und Schnelltests sollen die Weitergabe und Eigeninfektion reduzieren bzw. stoppen. Allerdings kann man das durch die Impfung mindestens genauso gut erreichen. AHA-Regeln werden wohl aus praktischen Gründen bleiben, es sei denn, man findet eine bessere Lösung, um Geimpfte äußerlich zu unterscheiden. Ein weiteres Argument besteht in der Extra-Sicherheit den Ungeimpften gegenüber.
Wenn alle Impfwilligen immun sind, müssen alle Restriktionen aufgehoben werden.
...
Langfristig: Die Situation wird bald der Situation bei anderen endemischen Atemwegserkrankungen ähneln, denn es gibt außer für die Influenza keine Impfungen. Es gibt auch keine Restriktionen im Alltag.
SARS-CoV-2 wird ständig weiter zirkulieren, und zwar saisonal in der nördl./südl. Hemisphäre und andauernd auf niedrigem Niveau in der Äquatorialregion. Der Grund besteht darin, dass die Immunität nach Impfung bzw. nach durchgemachter Infektion nicht zu 100% vor Reinfektion und Ausscheidung schützt.
Mit anderen Worten: es wird keine „Herdenmimmunität“ im klassischen Sinn geben: auch wenn alle „immun“ sind, können sich einige doch noch infizieren. Es gibt wie bei den allermeisten anderen Infektionserkrankungen leider auch keine sterile Immunität nach SARS-CoV-2 Impfung/Infekt.
Wichtig: die Reinfektionen werden viel, viel milder verlaufen als nach Erstinfektion; in allen Altersgruppen. Falls neue Varianten auftreten, kann es durch den verminderten Immunschutz aus vorherigen Infektionen zu einen „Coronajahr“ mit vermehrten Fällen kommen (ähnlich wie bei der Influenza). Die Impfempfehlungen wird man aber aus praktischen Gründen solchen Schwankungen nicht anpassen können.
Ob ab 2022 überhaupt noch eine Impfung notwendig sein wird, hängt davon ab, wie schwer Reinfektionen bei den Älteren verlaufen. Falls der Schweregrad vergleichbar mit den anderen 4 endemischen Coronaviren ist, bedarf es keiner Impfung mehr. Falls es sich wie bei der Influenza verhält, müssen nur die Älteren nochmals geimpft werden.
Bei den jährlich ca. 100 Mio neugeborenen Kindern verläuft die Erstinfektion mit SARS-CoV-2 mild oder asymptomatisch im Kindesalter so wie jetzt auch bei den anderen 4 endemischen Coronaviren. Alle ca. 5-10 Jahre erfolgt eine Reinfektion mit Auffrischung des Immunschutzes. "
 
 
26.04.21
 
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet, dass im vergangenen Jahr mehr als 30.000 Menschen über 80 Jahre Opfer von COVID-19 geworden sind. Eine vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Grafik erzeugt in diesem Zusammenhang den Eindruck, dass in Deutschland 2020 eine deutliche Übersterblichkeit zu verzeichnen war und die vom RKI gemeldeten COVID-19-Sterbefälle einen nachvollziehbaren Anteil daran haben. Beides ist jedoch falsch, sowohl der Eindruck einer Übersterblichkeit als auch die Plausibilität des Anteils der COVID-19-Sterbefälle. Eine statistische Spurensuche.
 

 

 

23.04.21

 

#allesdichtmachen – Das Ende des Schweigens

https://www.nachdenkseiten.de/?p=71825

 
 
22.04.21
 
 
Der Chef der Krankenhauskette Helios schätzt die Lage in den Krankenhäusern aktuell als nicht dramatisch ein. Es habe schon immer volle Intensivstationen gegeben. Er ist dagegen, den Leuten „zusätzliche Angst zu machen“ https://www.welt.de/wissenschaft/article230571345/Intensivstationen-Wirklich-dramatisch-ist-die-Lage-derzeit-nicht.html
 

Überlastete Intensivstationen KEIN neues Phänomen in Deutschland

Darüber berichtete unter anderem  "jungewelt.de" schon einmal am 3.11.2020:

"Am Sonntag meldeten die Krankenhäuser knapp 8.000 freie Betten, zudem eine angeblich kurzfristig aktivierbare Notfallreserve von rund 12.800 Plätzen. Allein diese Zahlen geben also keinen Grund zur Besorgnis. Das Problem heißt Personalmangel, und der existiert nicht erst seit gestern. Seit Jahren melden deutsche Kliniken spätestens zum Beginn der Grippesaison überfüllte Intensivstationen und akute Bettenknappheit. Anfang 2015 hatte zum Beispiel die Deutsche Welle davon berichtet, dass Kliniken wegen akuter Engpässe in der Intensivmedizin viele Operationen verschoben hätten. Von überfüllten Notaufnahmen, Patienten, die auf Klinikfluren liegen mussten, und abgeblasenen medizinischen Eingriffen berichtete im Februar 2017 beispielsweise der Focus. Auch Anfang 2018 schoben viele Einrichtungen laut Westdeutsche Allgemeine Zeitung Operationen auf die lange Bank, um die Intensivmedizin vor dem Kollaps zu bewahren. Gleiches berichtete die Augsburger Allgemeine ein Jahr später. Sie warnte: Die Lage sei "brutal".

"Noch kurz vor Beginn der Coronapandemie, im Februar dieses Jahres, hatte der NDR eine Datenauswertung publiziert. Danach waren zwischen September und Dezember 2019 die Intensivstationen in der Region Hannover in mehr als der Hälfte der Zeit überfüllt und mussten Patienten abweisen. In Bremen habe sogar in drei von vier Monaten ein solcher Notstand bestanden. Im Spätsommer 2019 warnte die DKG vor einem drohenden Kollaps: 37 Prozent aller Kliniken mussten bereits damals wegen fehlenden Personals Intensivbetten sperren, viele davon die Notfallversorgung zeitweise abmelden – Tendenz steigend.«
https://www.jungewelt.de/artikel/389683.gesundheitswesen-dauerhaft-unterversorgt.htm
 
dazu auch:
 
Als Gradmesser gilt das DIVI-Register, das gerade weniger als ein Fünftel freier Intensivbetten in Deutschland ausweist. Mehrere führende Mediziner üben Kritik daran und sprechen von unverantwortlichem Alarmismus in der Corona-Pandemie.
 
 
21.04.21
 
"... Jeder einzelne Fall eines schwer erkrankten oder verstorbenen Kindes an einer SARS-CoV-2-Infektion ist ein Fall zu viel und ein unerträgliches Einzelschicksal für Kind und Familie. Die nun seit Beginn der Pandemie gemachte Beobachtung, dass von den schätzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur etwa 1200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (< 0,01%) behandelt werden mussten und 4 an ihrer Infektion verstarben (< 0.00002%), sollte Anlass sein, Eltern übergroße Sorgen vor einem schweren Krankheitsverlauf bei ihren Kindern zu nehmen. In der Saison 2018/19 wurde Influenza bei insgesamt 116 Kindern als Todesursache gemeldet. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur lag im Jahr 2019 die Zahl der durch einen Verkehrsunfall getöteten Kinder bei 55, nach Angaben der DLRG die Zahl der ertrunkenen Kinder bei 25. Diese Zahlen sollen und dürfen keinesfalls gegeneinander aufgerechnet werden, mögen aber bei der Einordnung helfen.
Die weiterhin bestehende extreme Seltenheit eines schweren oder gar tödlichen Verlaufes von SARS-CoV-2 bei Kindern und Jugendlichen ist nicht geeignet, als Argument für Schul- und Kita-Schließungen benutzt zu werden. Nur die verbleibende Behauptung, dass zwischen den Infektionen bei Kindern und Jugendlichen und der Überlastung der Intensivstationen und den schweren und tödlichen Verläufen der älteren Erwachsenen ein Zusammenhang bestehe, könnte Kita- und Schulschließungen rechtfertigen. Daten, die diese These bestätigen, fehlen allerdings."
 
 
 

"Die Zahl der Neuinfektionen allein ist noch nicht aussagekräftig darüber, ob unser Gesundheitssystem mit der Pandemie umgehen kann. Entscheidend ist die Lage in den Kliniken. Um über die Auslastung der Helios Kliniken transparent zu informieren, stellen wir die Angaben für alle unsere Kliniken täglich auf unserer Webseite zur Verfügung"

Prof. Dr. Andreas Meier-Hellmann, Helios Geschäftsführer Medizin (CMO).

Quelle: https://www.helios-gesundheit.de/qualitaet/auslastung/

 
 
20.04.21
 
Besondere Härten für Benachteiligte und Karriereknick bis in die Mittelschicht: Die Landesjugendämter warnen mit den Ergebnissen einer Umfrage vor Corona-Folgen.
Quelle: zeit-online
Seit Beginn der Corona-Krise haben die Jugendämter der Befragung zufolge vor allem Schwierigkeiten, den Kontakt mit einzelnen Gruppen zu halten. Besonders betroffen sind demnach Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren, Familien, die sich in prekären Lebenslagen befinden sowie Kinder, deren Eltern psychisch erkrankt sind oder unter Suchtproblemen leiden.
"Allein diese Gruppen betreffen rund vier Millionen Kinder und Jugendliche und das zieht sich durch alle sozialen Schichten", sagte ISM-Leiter Heinz Müller den Funke-Zeitungen. "80 Prozent der Kinder und Jugendlichen aus armutsgefährdeten Haushalten drohen, den Anschluss zu verlieren – schulisch, aber auch im Umgang mit sozialen Kontakten oder ehrenamtlichem Engagement in Vereinen."
 
dazu:
 
Die Bundesnotbremse trifft keine Bevölkerungsgruppe so hart wie Kinder und Jugendliche. In der Bundesregierung scheint das keinen zu interessieren. Es ist die überalterte Gesellschaft, die die Lasten des Lockdowns auf die Schultern der Jüngeren legt – mit dramatischen Folgen.
Quelle: welt-online
..."Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz dokumentiert die Politik ihre tiefe Missachtung der Kinder. Sie sind die Einzigen, die von der neuen „bundesweiten Notbremse“ wirklich betroffen sind. Die Ausgangssperren, von Anfang an eine eher symbolische Maßnahme, wurden nach der erwartbaren juristischen und wissenschaftlichen Kritik verkürzt und um Ausnahmen für Spaziergänger und Jogger ergänzt. Das Homeoffice bleibt freiwillig, obwohl sich die meisten Menschen auf dem Weg zur Arbeit und bei der Arbeit begegnen – und obwohl fast 70 Prozent der Deutschen immer noch lieber in die Firma kommen, als zu Hause zu arbeiten.
Aber die Kinder, die sich nicht wehren können und keine Lobby haben – sie müssen in den „harten Lockdown“, hier hat man den Schwellenwert sogar von 200 auf 165 gesenkt. Bei den Jüngsten kennt die überalterte Gesellschaft keine Gnade. Das „Methusalem-Komplott“, das Frank Schirrmacher 2004 beschrieb – es ist längst Realität.
Jeder Ausbruch in einem Altersheim, einer Fleischfabrik, einer Flüchtlingsunterkunft kann künftig sämtliche Schulen des Kreises schließen. Planungssicherheit wird es weder für Kinder, Lehrer noch Eltern geben – und das, obwohl die Schulen nicht stärker zum Infektionsgeschehen beitragen als andere Gesellschaftsbereiche. Die Politik geht – in diesem Fall besonders beschämend – den Weg des geringsten Widerstands."
 
 

19.04.21

 

Übersterblichkeit? -

Ein Update über altersspezifisch Mortalitätsraten in Deutschland

Quelle: CODAG Bericht Nr. 13 vom  16.04.2021 Uni München (LMU)

Giacomo De Nicola, Göran Kauermann, Ursula Berger

"Im CODAG-Bericht Nr.11 haben wir gezeigt wie die Sterberaten, die vor allem bei den älteren Altersgruppen gegen Ende des Jahres 2020 dramatisch angestiegen waren, in den ersten 9 Wochen des Jahres 2021 einen ebenso starken Rückgang erfahren haben. Genauer gesagt, in der zweiten Welle wurde ein deutlicher Anstieg der Sterblichkeit in den Altersgruppen 60-79 und 80+ beobachtet, wobei die wöchentliche Übersterblichkeit in der älteren Kohorte zum traurigen Höhepunkt der zweiten Welle Werte Ende 2020 von bis zu 50% auf Bundesebene erreichte. Diesem Anstieg folgte zu Beginn des Jahres 2021 ein ebenso schneller Rückgang, so dass bis Ende Februar für alle Alterskohorten sogar eine Untersterblichkeit zu beobachten war. Wir haben nun vier weitere Wochen an Daten zur Verfügung (bis Kalenderwoche13) und können beobachten, dass die deutliche Untersterblichkeit über diesen Zeitraum anhielt. Die altersstandardisierten Sterberate liegen weiterhin für alle Altersgruppen deutlich unter den Mittelwerten der Jahre 2016-2019.

In Abbildung3.1. Zeigen wir die aktuellen wöchentlichen Sterberaten nach entsprechender Altersadjustierung.Wir setzen dabei die Altersadjustierung des Jahres 2020 auch für die ersten Wochen des Jahre 2021 fort, um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten (siehe auch CODAG-Bericht Nr.6). Die orangen Kurven stellen die Sterberaten im Jahr 2020 dar, diese werden im Jahr 2021 durch rote Kurven fortgesetzt. Die hellblauen bzw. blauen Kurven zeigen die Sterblichkeiten nach Abzug der COVID-19-Todesfälle in 2020 bzw. 2021. Die Sterberaten der Jahre 2016 bis 2019 sind als graue Linien gezeigt, die grün gestrichelte Linie gibt ihren Durchschnitt an.

Die Übersterblichkeiten sind zum Jahreswechsel abgeklungen und ab der 7.Woche ist eine Untersterblichkeit zu beobachten, d.h. In den einzelnen Altersgruppen sterben derzeit weniger Menschen als zu erwarten wäre (vor der Pandemie); die roten Kurven liegen unter dem grün gestrichelten Durchschnitt. Man sieht, dass die Sterberaten in den Wochen 8-13 auf diesen niedrigeren Niveaus bleiben. Diese Sterberaten schließen auch alle Todesfälle von oder mit einer registrierten COVID-19-Infektion ein. Für die Altersgruppe 35-59Jahre (oberer Plot) liegt die Sterblichkeit etwa 10% unter dem Niveau der vergangenen Jahre. Gleiches gilt für die Altersgruppen 60-79 und 80+, die in der zweiten Welle deutlich stärker betroffen waren. Gut zuerkennen ist, dass der Anteil der COVID-19 Toten in diesen Altersgruppen im betrachteten Zeitraum deutlich gesunken ist: Die roten Kurven, in welche die COVID-19 Todesfälle mit eingerechnet sind, nähern sich den blauen Kurven ohne COVID-19 Todesfälle an."

https://www.covid19.statistik.uni-muenchen.de/newsletter/index.html

 
 
18.04.21
 
Brief an den Berliner Senat:
Verletzungsgefahr durch Selbsttests an Schulen
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

in der letzen Woche hatte ich schon mehrer Fälle von Nasenschleimhautverletzungen mit heftigem Nasenbluten bei Kindern in unserer Praxis, die durch unsachgemäße Ausführung von Selbsttests entstanden sind.
Alle für die Schulen ausgegebenen Testkits sehen vor, die Abstrichtupfer nur 2 cm tief in die Nase einzuführen. Leider hat der Senat in Videos und Anleitungen Kindern, Lehrkräften und Eltern vermittelt, die Abstrichträger mit einer Länge von 13 cm (!) am unteren Ende anzufassen und dann in die Nase einzuführen.

Gerade kleinere Kinder haben noch Probleme mit der feinmotorischen Steuerung und können die Einführtiefe nur schwer kontrollieren. Zudem wird häufig durch zu tiefes Einführen (in Richtung Schädelbasis) ein Niesreiz ausgelöst, der dann bei heftigen Kopfbewegungen zu ruckartigem Stoßen mit tiefen Schleimhautverletzungen führen kann.
Leider wird auch von Manchen ein nasoparyngealer Abstrich
(also ein Abstrich durch die Nase bis in den Rachen) nachgeahmt, der keinesfalls ausgeführt werden darf. Hier wäre streng auf den Winkel zu achten, was aber nicht so ohne weiteres an Laien zu vermitteln ist. Aus den USA gibt es erste Berichte über Schädelbasisperforationen und Liquorfisteln (Auslaufen von Gehirnflüssigkeit) nach Abstrichentnahmen, da die Rhinobasis (die Abgrenzung zum Schädelinnern an der Schädelbasis) hier stellenweise nur einen papierdünnen Knochen darstellt.
Ein Bild der anatomischen Gegebenheiten zu diesem sensiblen Bereich, der bei manchen Kindern schon in 4-5cm Tiefe zu erreichen ist, habe ich nachfolgend angefügt:
Die Selbsttest sind laut Hersteller nur für den vorderen Nasenraum gedacht, also da wo Kinder normalerweise "popeln". Da die Kontrolle der Eindringtiefe weder durch die Kinder selbst, noch durch die beaufsichtigenden Eltern bzw. Lehrkräfte mit der vom Senat gezeigten Technik gewährleistet ist, rate ich dringend dazu den Abstrichtupfer so in die Hand zu nehmen, dass nur noch etwa 2 cm sichtbar sind. Eindringtiefe und Hebelkräfte sind dadurch begrenzt.
Mit dieser Technik kann auch bei motorischer Ungeschicklichkeit, Niesen oder versehentlichem Schubsen kaum Schaden angerichtet werden.
Ich habe Ihnen zur Verdeutlichung ein Foto (Hand eines 8-jährigen Kindes) für einen sichereren Umgang mit dem Tupfer angefügt:
Ich bitte Sie, dafür Sorge zu tragen, dass diese Korrektur der Handhabung möglichst schnell an Lehrkräfte, Eltern, Schulen und Kitas vermittelt wird, um (Selbst-)Verletzungen zu vermeiden.
Die entsprechenden Videos und Anleitungen sollten ebenfalls sofort vom Netz genommen und korrigiert werden.

 
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Michael Kronawitter
 
 
17.04.21
 
 
Notbetreuung in Kitas, Schul-Chaos und häusliche Gewalt: Die Chefärztin einer Berliner Klinik für Kinder- und Jugendmedizin prophezeit Kollateralschäden.

" ... „Das Problem ist, dass wir überhaupt nicht ermessen können, was für einen Schaden wir mit den Schließungen anrichten“, erklärt Beatrix Schmidt, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des St. Joseph Krankenhauses in Tempelhof. „Auf der einen Seite wissen wir, dass Ansteckungen vermieden werden, indem man alles zumacht. Anderseits wissen wir aber nicht, wie lange das andauern wird.“

Man könne nicht jedes Mal Institutionen schließen, in denen junge Menschen soziale Kompetenzen erlernen und gebildet werden. „Die Kluft zwischen bildungsfernen und bildungsnahen Familien, die ohnehin in Deutschland schon vor der Pandemie spürbar war, wird immer größer. Ganz zu schweigen von häuslicher Gewalt: Wir wissen nicht, was Kinder zu Hause erleben müssen“, sagt die Kinderärztin. Vor allem die Jüngsten hätten keine eigene Stimme, keine Lobby, die sie vertritt und ihre Rechte schützt. „Die Kollateralschäden, die unbedingt in Studien evaluiert werden müssten, werden meines Erachtens nach immens sein.“

Laut der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und anderen Expertinnen und Experten tragen Kinder nicht überproportional zum Infektionsgeschehen bei. Als Grund für die gestiegenen Fallzahlen unter Jüngeren geben sie die mittlerweile gestiegene Testwahl in dieser Gruppe an. „Seit Februar testet man im Schnitt doppelt so viele Kinder in der Woche wie zuvor“, erklärt Schmidt. Logisch, dass dadurch mehr Infektionen verzeichnet werden, sagt sie weiter. ..."

 
 
 
"Die Zahl der Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen wächst rasant. Manche Mediziner schlagen deshalb Alarm. Andere finden die Aufregung übertrieben."

"Manchmal, sagt der Arzt Tobias Welte, könne er die Panik, die in der Republik herrsche, nicht zusammenbringen mit dem, was er in seiner Klinik erlebe. Denn aus seinem Krankenhaus, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), habe er einige gute Nachrichten zu berichten.

Also zählt er sie einfach einmal auf:

"Die Belegung unserer Intensivstation mit Covid-19-Patienten bewegt sich in einem Rahmen, den man bewältigen kann", sagt Welte. Sie sei in den vergangenen Wochen kaum angestiegen. Auf den Normalstationen gebe es nur noch wenige Covid-19-Patienten, anders als in der zweiten Welle. " ...

"Tobias Welte ist ein erfahrener Lungenfacharzt, 61 Jahre alt, Direktor der Klinik für Pneumologie. Er leitet die Covid-Intensivstation und die Post-Covid-Station seines Hauses, er ist ein international anerkannter Experte. Er ist keiner, der dieses Virus kleinreden würde. Und doch ist er: ein Anti-Alarmist."  Quelle: Die Zeit

 

 
 
15.04.21
 
 
"Die Bundesregierung stellt die bundesweite Notbremse als überfällige Rettungsmaßnahme in der dritten Welle dar. Doch es gibt auch andere Sichtweisen. Der Ex-Chef-Virologe der Charité Krüger und Epidemiologe Stöhr erklären, statt auf irreführende Inzidenzen sollte die Politik endlich auf Erkrankungen schauen." ... Quelle: ntv
 
 

Zentralisierte Willkür

Über den Entwurf eines 4. Bevölkerungsschutzgesetzes Die Autorengruppe Thesenpapiere ergänzt ihre bisherigen sieben Papiere um eine zweite Ad hoc-Stellungnahme, die sich in einer ausführlichen Analyse zum geplanten Gesetzgebungsverfahren äußert: Das “Notbremsengesetz” ist verfassungsrechtlich und rechtspolitisch hochproblematisch. Es knüpft den Eintritt von z. T. gravierenden Grundrechtseingriffen unverhältnismäßig an einen politisch willkürlich gesetzten und zudem unsicheren “Schwellenwert”, der als Steuerungswert untauglich und zudem durch die neuen Testungen beeinflussbar ist. Das Gesetz verkürzt den Rechtsschutz, reduziert ihn auf Normenkontrollklagen oder (begrenzt) Verfassungsbeschwerden und schließt den Verwaltungsrechtsweg vollständig aus, der eigentlich für diese Grundrechtseingriffe ein unverzichtbarer Rechtsschutz für den Bürger darstellt. Das föderalistische Prinzip wird desavouiert und jeglicher Ansatz differenzierter Maßnahmen der Pandemiebekämpfung wird ausgeschlossen. "…

Quelle: Info-Plattform Corona

https://corona-netzwerk.info/zentralisierte-willkuer/

 

 

Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen per Bundesgesetz – wie konnte es dazu kommen? Eine Analyse der Anwältin Jessica Hamed.
Quelle: Berliner Zeitung
... "Denn der Inzidenzwert allein hat noch nie eine verlässliche Messgrundlage dargestellt. Das gilt aktuell mehr denn je. Aufgrund der massenhaft eingesetzten Antigenschnelltest werden erheblich mehr Tests durchgeführt, weshalb mehr Infektionen entdeckt werden, ohne dass hieraus automatisch Schlüsse auf die Dynamik des Infektionsgeschehens gezogen werden können. Aussagekräftig wäre allenfalls die Quote zwischen (allen!) durchgeführten Tests und den positiven PCR-Tests. Indes wird nur die Positivenquote der durchgeführten PCR-Tests durch das RKI ermittelt. Gleichzeitig müssten zudem auch veränderte Teststrategien berücksichtigt werden. Aufgrund der inzwischen wöchentlich anlasslos zu Hundertaussendenden durchgeführten Schnelltests werden selbstverständlich mehr positiv Getestete entdeckt. Es entsteht durch die Fixierung allein auf die absoluten Zahlen der positiv Getesteten aus den vorgenannten Gründen ein Zerrbild des Infektionsgeschehens. Das heißt, die rein absoluten Zahlen der positiven PCR-Testungen sind letztlich wertlos. Sie sind lediglich als Rohdaten aufzufassen, die ein Baustein im Gesamtbild darstellen. Sie sagen jedoch nichts über das tatsächliche klinische Erkrankungs-, Therapie- und Belastungsbild aus, weshalb z. B. die Autorengruppe um Matthias Schrappe früh komplexere Parameter vorgeschlagen hatte.
Viele Jurist:innen, darunter Hans-Jürgen Papier, der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, oder der bereits zuvor erwähnte Richter Gnisa, halten deshalb den Inzidenzwert als Gradmesser für ungeeignet, weshalb sich die Verknüpfung von Grundrechtseingriffen allein hieran bereits verbietet." ...
 
 
13.04.21
 
 
Offener Brief an die Bundeskanzlerin, die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Länder und die Bundestagsabgeordneten
... "Die WHO, UNICEF, das ECDC und zahlreiche weitere internationale und nationale Institutionen fordern seit Monaten, Schulen und KiTas nur im äußersten Notfall zu schließen. Dem muss auch Deutschland endlich gerecht werden." Quelle: Initiative Familien, Landesgruppe Berlin
 
 
"Das Familiengericht Weimar hat zwei Schulen untersagt, den Schülern Masken und Corona-Tests vorzuschreiben – denn die Kinder würden „physisch, psychisch, pädagogisch und in ihrer psychosozialen Entwicklung“ geschädigt. Gleichzeitig wurde bestimmt, dass der Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten sei. Es gibt aktuell noch weitere kritische Richter-Stimmen zur Corona-Politik." ...  Quelle: NachDenkSeiten
 
 
 
Jens Gnisa, Richter und Ex-Vorsitzender des Deutschen Richterbundes, ist „entsetzt“ über die Pläne der Bundes. Er ruft dazu auf, dem Gesetz nicht zuzustimmen.
... "Nach Ansicht des Richters „dürfte es sich wohl um das am tiefsten in die Grundrechte einschneidende Bundesgesetz der letzten Jahrzehnte handeln“. Das Gesetz mache eine „vorausschauende Lebensplanung weitgehend in vielen Bereichen unmöglich: keine Familienfeier auch nur im kleinsten Rahmen, keine Messe, keine einzige Veranstaltung kann geplant werden. Weil man immer quasi über Nacht mit einem automatisch eintretenden Lockdown rechnen muss“. Zudem trete der Lockdown „völlig unabhängig davon ein, ob überhaupt noch jemand stirbt, ob sich noch jemand auf den Intensivstationen befindet und wie viel schwere Verläufe es gibt“. Die ganze Gesellschaft werde auf „Autopilot“ gestellt. „Und ja, darüber rege ich mich nicht nur auf, ich bin entsetzt.“"
Quelle: Berliner Zeitung
 
 
Quelle: Dtsch Arztebl 2021; 118(14): A-704 / B-596
"Die Gesundheitsämter wurden bislang wenig in die Beratung der Politik zur strategischen Planung von COVID-19-Maßnahmen einbezogen. Dabei spielen sie gerade in der Organisation der COVID-19-Bekämpfung, insbesondere in der Interaktion mit der Bevölkerung, eine bedeutende Rolle.
Bisher wurden die Gesundheitsämter am Diskurs der Zielmarken nicht beteiligt, ihre Arbeitsfähigkeit wurde allein an politisch festgelegten Zielgrößen definiert. Dabei ist die Lage spätestens seit Beginn der Impfungen komplexer, als es die 7-Tages-Inzidenz vermuten lässt.  ...
Die Problematik im aktuellen Diskurs ist schlicht: Es fehlt an unterschiedlichen Perspektiven. Wir müssen die Entweder-oder-Logik der No-COVID-Strategie zugunsten gut durchdachter, regionaler Stufenpläne verlassen. Allerdings hat sich die politische Beratung an den Wocheninzidenzen von wahlweise 50 oder 100 pro 100 000 Einwohner verbissen. Dabei werden vier Dinge außer Acht gelassen:
Erstens sind die harten Obergrenzen von 25, 35 und 50 politische Festlegungen, keine absoluten epidemiologischen Maßzahlen.
Zweitens definieren diese Obergrenzen heute nicht mehr die Arbeitsfähigkeit der Gesundheitsämter.
Drittens werden repräsentative Infektionsdaten durch Massentestungen in öffentlichen Testzentren und Gesundheitsämtern erhoben, nur eben nicht öffentlich genutzt.
Viertens ist eine Fixierung auf die 7-Tages-Inzidenzen allein nicht ausreichend, die Lage konkret zu beschreiben. ... "
 

 

 

12.04.21

 

Neue Studie der Stanford-Uni:

Globale Infektionssterblichkeit(IFR) Covid-19:  0,15%

Stanford-Professor John P.A. Ioannidis hat am 26. März 2021 eine neue Studie veröffentlicht. Darin korrigiert er die in einer eigenen früheren Studie gefundene Infektionssterblichkeit (Infection Fatality Rate, IFR) bei Covid-19 nach unten.

"Alle systematischen Auswertungen von Seroprävalenzdaten stimmen darin überein, dass die SARS-CoV-2-Infektion weltweit weit verbreitet ist. In Anbetracht der verbleibenden Unsicherheiten deuten die verfügbaren Daten auf eine durchschnittliche globale IFR von ~ 0,15% und ~ 1,5 bis 2,0 Milliarden Infektionen bis Februar 2021 hin, wobei sich die IFR und die Infektionsverteilung über Kontinente, Länder und Standorte erheblich unterscheiden."

 
 

 

11.04.21

 

März 2018:

Kapazitätsgrenze der Intensivstationen erreicht:

0% freie Betten im Landkreis Hersfeld-Rotenburg/Hessen

 

Im März 2018 starben in Deutschland innerhalb nur eines Monats 107.104 Menschen, eine Welle mit Atemwegsinfekten, wahrscheinlich überwiegend duch Influenzaviren ausgelöst, war dafür mitverantwortlich. Im Dezember 2020 waren es mit 108.201 Menschen ähnlich viele Verstorbene, auch hier ist der Zusammenhang mit viralen Atemwegsinfekten, dieses Mal Coronaviren, offensichtlich.

In manchen Regionen meldeten die Intensivstationen 2018, dass sie keine freien Betten mehr zur Verfügung haben. Nicht in der Tagesschau aber z.B. auf der Homepage des Klinikum Bad Hersfeld war zu lesen:

"Durch die anhaltende Grippewelle spitzt sich die Lage in den Krankenhäusern im Landkreis zu. „So etwas haben wir hier noch nicht erlebt“, sagt Werner Hampe, Sprecher des Klinikums Hersfeld-Rotenburg. „Die Belastungsgrenze ist erreicht.“

Von den 600 Betten im Klinikum und den Akutbetten im Herz-Kreislauf-Zentrum (HKZ) seien seit Wochen alle belegt. Am Klinikum waren sowohl die Intensivstation als auch die Innere Medizin am Dienstag abgemeldet. Es konnten keine neuen Patienten aufgenommen werden. Mittlerweile sind die Stationen wieder geöffnet. Die Intensivstation im HKZ ist allerdings weiter abgemeldet. „Die Kapazitäten sind erschöpft“, sagt Hampe. Auch das Personal bleibe nicht verschont. „Rund zehn Prozent, also etwa 150 von 1500 Mitarbeitern, sind erkrankt“, sagt Hampe. Dass Krankenhausbetten in ganz Hessen derzeit Mangelware sind, verschärft die Situation zusätzlich. Die Kliniken im Landkreis werden von Krankenhäusern im Umland angefragt. Selbst aus Frankfurt gab es Anfragen, weil Patienten dort nicht mehr aufgenommen werden konnten. Hampe spricht von einem „absurden Patiententourismus“, der sich aktuell in Hessen abspiele. Auch das Kreiskrankenhaus Rotenburg stößt wegen der Grippewelle an ihre Kapazitätsgrenze. Jede fünfte Pflegekraft ist in der vergangenen Woche selbst wegen Grippe ausgefallen. Das Haus war bis unters Dach belegt, sagt Geschäftsführer Frank Alemany. Deshalb musste man die Bettenzahl um 20 Prozent senken und hat planbare Behandlungen verschoben. Auch die zehn Intensivbetten waren voll belegt, eine Anfrage für ein Bett kam sogar aus Wiesbaden. Bis Anfang nächster Woche rechnet Alemany mit einer Entspannung der Lage. Engpässe gibt es inzwischen auch bei den Blutspendediensten."

Die Lage war im Dezember 2020 glücklicherweise nicht so angespannt. Am 23. Dezember wurde vom Geschäftsführer des Klinikums berichtet, dass noch ca. 10% der Intensivbetten frei sind.

https://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/rotenburg-fulda-ort305317/nur-wenige-intensivbetten-frei-lage-in-kliniken-in-hersfeld-rotenburg-ist-ernst-90149762.html

https://www.klinikum-bad-hersfeld.de/grippewelle_krankenhaeuser_stossen_an_kapazitaetsg.html

 

Aktuelle Lage im Landkreis Hersfeld-Rotenburg laut DIVI vom 11.04.2021:

 

Hersfeld-Rotenburg

Anteil der freien Betten an Gesamtzahl der Intensivbetten: 19.61%
Betten frei: 10
Betten belegt: 41
Betten gesamt: 51
COVID-19 Fälle aktuell in intensivmedizinischer Behandlung: 15
davon invasiv beatmet: 9

 

 

Intensivkapazitäten in Deutschland(gesamt) seit März 2020:

 

 

08.04.21

 

 

Immunität durch T-Zellen entsteht auch bei asymptomatischer Infektion

Eine am 19.3.21 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass nicht nur Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, eine dauerhafte T-Zell-Immunität entwickeln, sondern auch ihre engen Kontaktpersonen, die nie eine nachweisbare Infektion erlebt und keine nachweisbaren Antikörper haben.
«Enge Kontakte, die SARS-CoV-2 ausgesetzt sind, sind oft sowohl NAT [PCR] negativ als auch Antikörper-negativ, was darauf hindeutet, dass SARS-CoV-2 keine erfolgreiche Infektion in dieser Personen etablieren konnte, vermutlich aufgrund ihrer Exposition gegenüber einer begrenzten Anzahl von Viruspartikeln oder einer kurzen Zeit der Exposition. Unsere Analyse der Proben von 69 dieser engen Kontakte zeigte jedoch das Vorhandensein einer SARS-CoV-2-spezifischen Gedächtnis-T-Zell-Immunität.
Bei den Infizierten war das Niveau der T-Zell-Immunität ähnlich, unabhängig davon, ob die Infektion schwer, moderat oder asymptomatisch war. Ausserdem wurde festgestellt, dass sich die T-Zell-Werte im Laufe von drei Monaten stabilisierten und nicht abnahmen, was auf einen dauerhaften Schutz schliessen lässt.»
Quelle:
Exposure to SARS-CoV-2 generates T-cell memory in the absence of a detectable viral infection
 
 
 
Kinder- und Jugendärzte blicken mit Sorge auf mögliche Schulschließungen. Die Mediziner warnen vor langfristigen negativen Folgen für Kinder ohne Präsenzunterricht - und bezweifeln, dass es in Klassenzimmern tatsächlich zu mehr Ansteckungen kommt.
 
 
 
STIKO bleibt bleibt dennoch bei seiner Einschätzung, die Vakzine in Deutschland nur noch bei Menschen ab 60 Jahre einzusetzen
"...Auch das steht im Widerspruch zur Meinung vieler Experten, die angesichts der auffallend hohen Zahl von Sinusvenenthrombosen bei Frauen und bei jüngeren Menschen nicht mehr an einen Zufall glauben. Die Stiko habe bei ihrer Entscheidung, jüngeren Menschen vom AstraZeneca-Impfstoff abzuraten, zudem berücksichtigt, dass jüngere Menschen deutlich seltener an einer Corona-Infektion sterben, erklärte Stiko-Vertreter Christian Bogdan gestern in einer Pressekonferenz des deutschen Science Media Centers
Bis zum 29. März wurden dem Paul-Ehrlich-Institut 31 Fälle von Sinusvenenthrombosen nach Impfungen mit dem AstraZeneca-Vakzin gemeldet. Neun Menschen starben: sieben Frauen zwischen 20 und 63 Jahren, zwei Männer im Alter von 36 und 57 Jahren. Großbritannien meldete 30 Blutgerinnsel bei 18,1 Millionen Geimpften. In allen EU-Ländern zusammengenommen waren es 62 Fälle.
Das Risiko für eine Sinusvenenthrombose liegt damit nach Stiko-Berechnungen für frisch Geimpfte 20-mal höher als bei Menschen ohne AstraZeneca-Vakzine. Reinhold Förster, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, hält die Entscheidung der deutschen Experten deshalb auch weiterhin für „nachvollziehbar und richtig."  ...
 

 

 

 

GB: "Covid-19 und die absichtliche psychologische Kriegsführung gegen die Bürger"

Die Manipulation der Bevölkerung durch die „Experten“ bei der Instrumentalisierung von Angst in Großbritannien

" Von Beginn der Pandemie an wurde die britische Regierung nicht nur von einem Team von Epidemiologen beraten, sondern auch von einem Team von Psychologen, genannt SPI-B, Spezialisten für die Manipulation menschlichen Verhaltens. Am 22. März letzten Jahres erstellte SPI-B ein Dokument, das bis jetzt geheim war. Sie war für die Scientific Advisory Group on Emergencies (Sage) bestimmt, die zu Beginn der Pandemie gegründet wurde, und basierte auf einem alten Argument: der Manipulation von Angst.

„Eine beträchtliche Anzahl von Menschen fühlt sich immer noch nicht ausreichend persönlich bedroht; es könnte sein, dass sie durch die niedrige Sterblichkeitsrate in ihrer demografischen Gruppe beruhigt sind […] Es besteht die Notwendigkeit, das Niveau der wahrgenommenen persönlichen Bedrohung bei denjenigen zu erhöhen, die selbstzufrieden sind, indem starke emotionale Botschaften verwendet werden.“

Das gleiche Papier präsentierte eine Liste von 14 Maßnahmen, um die Unterwerfung zu erhöhen, einschließlich der „Nutzung der Medien, um das Gefühl der persönlichen Bedrohung zu erhöhen“, eine Taktik, die sie als sehr effektiv ansahen, obwohl die indirekten Effekte „negativ sein könnten“.

Einige Sage-Teilnehmer geben nun zu, dass sie sich für die Ratschläge der Psychologen „schämen“. Ein regelmäßiger Teilnehmer an den Sage-Treffen sagte: *„Das britische Volk wurde einem unausgewerteten psychologischen Experiment unterworfen, ohne dass ihm gesagt wurde, was vor sich geht.“„Es geht um den Versuch, das Verhalten in die Richtung zu lenken, die eine Elite beschlossen hat, anstatt zu entscheiden, ob es das Richtige oder das Ethische ist, was zu tun ist.“

...

Paul Dolan, Professor für Verhaltenswissenschaften an der London School of Economics, sagte: „Die Idee, dass man die persönliche Bedrohung der Menschen überproportional zur Bedrohung, der sie ausgesetzt sind, erhöhen muss, ist ein Problem. Damit wird ein sehr gefährlicher Präzedenzfall geschaffen: Es wird der Ausdruck ‚Bewaffnung der Angst‘ verwendet.“

„Wenn man die Angst einmal geschürt hat, kann man sie nicht mehr abbauen. Es ist nicht wie das Auf- und Abdrehen eines Wasserhahns: Sie können die Angst nicht beenden."

„Wir haben uns ausschließlich auf Todesfälle und Fallzahlen konzentriert, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Öffentlichkeit es verstehen würde, wenn man die Todesfälle in den Kontext der Fünfjahresdurchschnitte stellt.

„Es wurde eine große Chance verpasst, Risiken zu kommunizieren. Anstatt nur zu sagen, dass heute hundert Menschen an Covid gestorben sind, könnte die Regierung sagen, welchen Anteil an den Todesfällen dies ausmacht und ob dies zu einem Überschuss an Todesfällen führt.

Gary Sidley, ein klinischer Psychologe und pensionierter Berater für öffentliche Gesundheit, sagte: „Es ist, als gäbe es eine kleine Industrie rund um das Management der Pandemie und sie schließt alternative Stimmen aus.“

„In meinem Fachgebiet wächst die Besorgnis über den Einsatz von Angst und Scham als Treiber von Verhaltensänderungen.“

Sidley und 46 weitere Psychologen haben sich in einem Schreiben an die British Psychological Society (BPS) gewandt und ihre „Besorgnis über die Aktivitäten der von der Regierung angestellten Psychologen […]

Der Brief fügt hinzu: „Wir sind der Meinung, dass der Einsatz von verdeckten psychologischen Strategien – die unterhalb der Bewusstseinsebene der Menschen operieren – um die Bürger dazu zu bringen, sich einer kontroversen und noch nie dagewesenen öffentlichen Gesundheitspolitik anzupassen, tiefgreifende ethische Fragen aufwirft.“

https://www.telegraph.co.uk/news/2021/04/02/state-fear-ministers-used-covert-tactics-keep-scared-public/

GB Covid-19 absichtliche psychologische [...]
Microsoft Word-Dokument [20.2 KB]
 
 
07.04.21
 
Quelle: Der Spiegel
Amnesty International beklagt eine deutliche Verschlechterung der Menschenrechtslage für Millionen Menschen weltweit im Zuge der Coronakrise. In vielen Regionen habe die Pandemie Ungleichheit, Diskriminierung und Unterdrückung verstärkt, teilte die Organisation anlässlich der Veröffentlichung ihres Jahresberichts mit. Die Krise sei von zahlreichen Staaten missbraucht worden, um Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit weiter einzuschränken
 
 
 

"Mutierte Viren und die Gefahr von Lockdowns"

Lockdowns und social distancing scheinen gefährlichere Virusvarianten zu begünstigen.

Von Jemma Moran, Leiterin der Kommunikationsabteilung des Health Advisory and Recovery Team (HART), einer unabhängigen Gruppe von britischen Ärzten und akademischen Experten, die daran arbeiten, die Debatte über die Covid-19-Politik auszuweiten

"Anfang 2020 starteten wir ein landesweites epidemiologisches Experiment mit dem Ziel, die Sterblichkeitsrate des neuartigen SARS-CoV-2-Virus zu senken. Die Prämisse des Experiments war es, die Wirksamkeit von nicht-pharmazeutischen Interventionen auf die Infektions- und die Sterblichkeitsrate zu testen.

Die Hypothese wurde mit wenig Zweifeln präsentiert: Eine signifikante Verringerung der Interaktionen von Mensch zu Mensch wird zu einer geringeren Infektionsrate führen und die Zahl der mit dem Virus verbundenen Todesfälle reduzieren. Die wissenschaftliche Gemeinschaft war von dieser Hypothese so überzeugt, dass sie sie gar nicht als Hypothese präsentierte. Das Experiment wurde nicht als Versuch definiert; entsprechend wurden auch die daraus resultierenden Daten ignoriert.

Der Grund ist leicht zu erkennen. Angesichts unseres grundlegendsten Verständnisses über die Verbreitung von Viren sollte jede Massnahme, die die Übertragung von Viren unterdrückt, unweigerlich zu einer Verringerung der Sterblichkeit führen. Aber da wir diesen Zusammenhang noch nie in einem realen setting untersucht haben, sind Annahmen, die auf unserem «grundlegendsten Verständnis» basieren, vielleicht nicht ausreichend. Abgesehen davon geht es bei guter Wissenschaft darum, Fragen zu stellen. Wenn die Antworten unseren Annahmen widersprechen, dann sollten diese Antworten unser Verständnis verändern.

...

Unterdessen zerstören diese Interventionen Lebensgrundlagen, sie beschädigen unsere Kultur, bedrohen unsere Demokratie und bringen, wie die Regierung selbst zugibt, Tausende von Menschenleben in Gefahr.

Es gibt immer noch sehr viele ungelöste Rätsel in der Virologie. Dieses globale Experiment wirft Licht auf einige dieser Geheimnisse, und wir haben eine kollektive Verantwortung, die Beweise ernst zu nehmen, die wir nun erhalten.

Wir können nicht zulassen, dass NPIs zur «neuen Normalität» werden. Sie könnten wie die verbreitete präventive Verabreichung von Antibiotika an gesunde Menschen wirken. Die wissenschaftlichen Beweise deuten darauf hin, dass unsere gewohnte Lebensweise uns schützte, das Gesundheitswesen schützte und Leben rettete — während unsere neue Lebensweise Gefahr läuft, eine neue Ära tödlicher viraler Mutationen einzuläuten, die wir weder kontrollieren noch behandeln können.

Wie in vielen Bereichen der Wissenschaft versuchen wir, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, indem wir die Natur (in diesem Fall unsere eigene Natur) manipulieren. Aber die Natur wird letztlich zurückschlagen. Wenn wir weiterhin Gott spielen und dabei wissenschaftliche Evidenz und Daten ignorieren, werden wir es vielleicht bald bereuen."

https://www.hartgroup.org/covid-19-evidence/

https://thecritic.co.uk/mutant-variations-and-the-danger-of-lockdowns/

Mutant variations and the danger of lockdowns - 2. März 2021

Mutierte Viren und die Gefahr von Lockdo[...]
Microsoft Word-Dokument [20.3 KB]
 
 
06.04.21
 
 
Quelle: Info-Plattform Corona Wissenschaftsbasierte Entscheidungsfindung
"Die vom RKI veröffentlichten epidemiologischen Daten aus KW 12 zur Epidemie durch SARS-2/CoViD-19 werden zusammengefasst dargestellt und interpretiert (zur Terminologie s. Kap. 1).
Folgende Ergebnisse lassen sich berichten:
Die Melderate (sog. „Inzidenz“) der täglich neu gemeldeten Infektionen steigt gegenwärtig an. Der Anstieg ist in der Laborbasierten Surveillance des RKI nur sehr gering ausgeprägt (s. Abb. 5) und imponiert in erster Linie in den täglich gemeldeten Infektionszahlen (s. Abb. 1).
Die Testfrequenz geht der Erhöhung der Melderate deutlich voraus (s. Abb. 2).
https://corona-netzwerk.info/wp-content/uploads/2021/04/abb2.jpg
Maßgeblich für die Erhöhung der Melderate ist die zusätzlich auftretende Erhöhung der Testpositivitätsrate. Der Zusammenhang wird durch den notification index NI gut abgebildet (s. Abb. 3).
Der Altersdurchschnitt nimmt ab, die relative Häufigkeit der gemeldeten Infektion bei Männern nimmt zu (Gleichstand der Geschlechter) (s. Abb. 4).
Der geringe Anstieg der Melderate (s. Abb. 5) geht in erster Linie auf die Erhöhung der Melderaten in den jüngeren Alterskohorten zurück (s. Abb. 6 (>50 Jahre) und Abb. 7 (<50 Jahre)).
Die Testfrequenz nimmt vor allen in den jüngeren Alterskohorten deutlich zu (Absolutwerte s. Abb. 8), vor allem wenn man sie auf 100.000 Personen (Bevölkerung) bezieht (Relativwerte Abb. 9).https://corona-netzwerk.info/wp-content/uploads/2021/04/abb9.jpg

Die Positivitätsrate in den jüngeren Alterskohorten steigt nur wenig an, so dass man vor allem die Testfrequenz zur Erklärung der Erhöhung der Melderate heranziehen muss (Abb. 10). ... "

weitere Grafiken siehe dort:

Aktualisierung zu SARS-2/CoViD-19 Epidemiologie und die sog. „3. Welle“ Fassung 6.4.2021
epidem_akt_210406.pdf
PDF-Dokument [972.4 KB]
 
05.04.21
 
 
Interview mit Werner Rügemer über die Logik des Systems: "Um die Gesundheit der Bevölkerung geht es dabei am Wenigsten"   Quelle: Telepolis - Reinhard Jellen
..."Private Investoren kaufen öffentliche Krankenhäuser und fassen sie zu Konzernen mit Dutzenden von Einrichtungen zusammen"
 Seit wann wird diese Privatisierungs-Politik betrieben? Welche Interessen werden dabei von wem verfolgt?
Werner Rügemer: Nach dem Zusammenbruch der DDR beschloss die Kohl-Regierung, von McKinsey beraten, 1993 das Gesundheitsstruktur-Gesetz. Damit wurde das bisherige Kostendeckungsprinzip abgelöst durch die "leistungsgerechte Vergütung". Die Kosten im Krankenhaus werden seitdem nicht mehr nach Behandlungstagen und tagesgleichen Pflegesätzen berechnet, sondern nach dem technischen, finanziellen und personellen Aufwand für jeden einzelnen Fall.
Die Methode heißt Diagnosis Related Groups (DRG): Die Fallpauschale. Entwickelt an der privaten Elite-Universität Yale, war sie 1983 unter US-Präsident Ronald Reagan in den USA eingeführt worden. Reagan war übrigens der Ex-Pressesprecher von General Electric, des größten Herstellers von Medizingeräten.
Das Konzept der Fallpauschale orientiert das Gesundheitssystem an der "Produktivität" im Sinne der Investoren. Möglichst teure Behandlungen werden mit höchstmöglichem Maschinen- und mit möglichst knappem Personaleinsatz möglichst schnell durchgeführt: Je schneller das Bett für den nächsten Fall geräumt wird, desto "produktiver".
Auch die EU-Staaten übernahmen das US-Vorbild. Mit dem Krankenversicherungs-Modernisierungs-Gesetz von 2004 fügte die SPD/Grüne Regierung unter Kanzler Gerhard Schröder weitere Formen der Privatisierung hinzu, etwa bei der Zuzahlung der Patienten für Medikamente und Vorsorgeuntersuchungen und bei Zusatzversicherungen. Die Krankenkassen schafften das "Sterbegeld" ab: Begräbnisse müssen nun die Angehörigen der Gestorbenen selbst zahlen.
Private Investoren kaufen seitdem öffentliche Krankenhäuser und fassen sie zu Konzernen mit Dutzenden von Einrichtungen zusammen. Die bekanntesten sind Asklepios, Rhön-Kliniken, Fresenius mit FMC und Helios. Den Anfang in Deutschland machte übrigens die Charité in Berlin. Sie war das traditionsreiche und dann auch größte Krankenhaus der DDR. Deshalb wurde es das erste Objekt einer massiven Durch-Privatisierung.
In der privaten Tochterfirma Charité Facility Management CFM sind zahlreiche weitere private Tochterfirmen zusammengefasst, die Catering, Reinigung, Wäsche, Logistik, Post, Labordienste, Dokumentation, Transporte usw. besorgen. Leih- und Werkvertragsarbeit sorgt für prekäre und ungesunde, auch hygienisch gefährliche Arbeitsverhältnisse. Die Charité arbeitet eng mit der JHU zusammen und stellt als Regierungskrankenhaus die virologische Beratung für die Bundesregierung auch bei der Pandemie.
Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat z.B. der Private Equity-Investor Waterland in Deutschland 120 Reha-Kliniken zusammengekauft und daraus die private Reha-Kette Median gebildet. Die Geschäftsführer kommen von McKinsey und holen sich Billigärzte und Niedriglohnpfleger aus verarmten Staaten Osteuropas. Andere private Investoren aus der Schweiz, aus Frankreich, den Niederlanden wie Ardian, Orpea, Korian, Atos, Diaverum, Omnicare, Sanoptis, Synlab, Colosseum Dental Group, Alloheim, Linimed und Ameos kauften europaweit Spezialkliniken, Pflegeheime, Pflegedienste, Arztpraxen und Laborketten zusammen.
Die Privatisierung hat viele Gesichter: So erhöhte die Bundesregierung 2015 ihren Beitrag zur privaten Global Alliance for Vaccines and Immunization (GAVI) auf jährlich 600 Millionen Euro. GAVI wurde 1999 von der Bill&Melinda Gates Foundation zusammen mit Stiftungen der großen Pharmakonzerne gegründet. Die Merkel-Regierungen sind auch mit in der privaten Coalition for Epidemic Preparedness Innovation (CEPI).
Nicht zuletzt: Alle großen Digitalkonzerne wie Microsoft, Amazon, Apple, Google und Facebook - sie gehören alle mehrheitlich den heute größten Investoren wie BlackRock, Vangard, State Street, Norges & Co - entwickeln, ausgehend von den USA, private digitalisierte Gesundheitsdienste. So betreibt die Amazon-Tochterfirma Amazon Care eigene Kliniken und die Vermittlung von Terminen in Arztpraxen.
Diese Konzerne kaufen reihenweise start ups, die wichtige Projekte entwickeln: Telemedizin, Gesundheitsüberwachung, anti-aging-Programme, smarte Windeln und intelligente Schuhe, Ansteckungs-Tracking, Fitness- und Ernährungsassistenten, Blutspende- und Organspende-Plattformen sowie Algorithmen für die Erfassung und Auswertung von Krankheitsdaten. Die Konzerne nutzen die Corona-Pandemie, damit Regierungen solche Dienste beschleunigt übernehmen." ...
 
dazu auch:
 
Schwester Heuschrecke Megadeals mit Rehakliniken, Fusionen von Heimbetreibern: Private Fonds mischen den Pflegemarkt auf – zum Schaden von Patienten und Beschäftigten
Quelle: der Freitag Walther Becker | Ausgabe 08/2021 45
Heimlich, still und unbeeindruckt von der Corona-Krise machen sich milliardenschwere Fonds im Pflegebereich breit. Private-Equity-Firmen wie Nordic Capital, Waterland, Chequers Capital, Oaktree oder Carlyle: Das sind Beteiligungsgesellschaften, die mit dem Geld ihrer Anleger Unternehmen aufkaufen, die nicht an der Börse gehandelt werden. Ihr Geschäftsgebaren hat ihnen den Beinamen „Heuschrecken“ eingebracht. Ihnen ist egal, ob sie in IT, Immobilien oder eben „Gesundheit“ investieren, entscheidend ist die Rendite, die eine Anlage erzielt. Wie kann es sein, dass ebendiesen Fonds immer mehr stationäre Altenpflege- und Reha-Einrichtungen in Deutschland gehören?

 

 

 

2.04.21

 

Stellungnahme der DGKH

"FFP2-Maskenpflicht in Berlin gefährdet mehr als dass sie nützt"

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. (DGKH) - 31. März 2021

"Der Beschluss des Berliner Senats, ab heute, Mittwoch, den 31. März 2021, eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Leben einzuführen, wird aus Sicht der DGKH sehr kritisch gesehen und bedarf dringend der Überprüfung. Er gefährdet mehr als dass er nützt.

Die DGKH hat bereits im Januar anlässlich eines ähnlichen Beschlusses in Bayern kritisch zu einer FFP2-Maskenpflicht in der Öffentlichkeit Stellung genommen und wiederholt diese nochmals.

FFP2-Masken sind Hochleistungs-Atemschutzmasken, die für den Arbeitsplatz bestimmt sind. Nur bei korrekter Anwendung übertrifft ihre Wirksamkeit im Allgemeinen jene von chirurgischem Mund-Nasen-Schutz.

Entscheidend ist, dass die Maske angepasst ist, auf dichten Sitz überprüft wurde und dass das Tragen geschult wurde. Die neue Technische Regel Biologischer Arbeitsstoffe TRBA 255 (die für den Arbeitsplatz und hier speziell Pandemien gilt) fordert ausdrücklich, dass aus mehreren Maskentypen ausgewählt werden kann, damit die für die Gesichtsform optimale Maske benutzt wird. Ferner wird eine Schulung gefordert; diese ist auch unbedingt nötig, wie die Erfahrungen mit dem FFP2-Maskentragen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen zeigen.

Für die Bevölkerung besteht weder die Möglichkeit, die passende Maske auszuwählen, noch erfolgt eine Schulung. Im Allgemeinen werden daher die Masken nicht korrekt getragen und verlieren somit die Schutzwirkung. Wenn bei der FFP2-Maske über Leckage geatmet wird, dann geht die Schutzwirkung weitgehend verloren und ist deutlich schlechter, als wenn ein gut angepasster chirurgischer Mund-Nasen-Schutz getragen wird.

Darüber hinaus erfordert eine korrekt getragene FFP2-Maske, die dem Gesicht eng anliegt, eine erhebliche Atemarbeit, die bereits bei geringer Anstrengung spürbar und bei stärkerer körperlicher Belastung deutlich beeinträchtigend wird und zu Luftnot führt. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger verleitet diese Atemerschwernis zum falschen Tragen und zum Atmen durch die Leckagen. Dies betrifft besonders ältere Personen und Personen mit Lungen- oder Herzerkrankungen. Für diese bedeutet das FFP2-Masken-Tragegebot, dass sie entweder das Haus nicht verlassen können, dass sie im Falle des Nichtragens von Masken in der Öffentlichkeit ein Bußgeld bezahlen müssen, oder dass sie die Maske so tragen, dass sie atmen können – das heißt, dass die Maske nicht dicht sitzt. Damit sind sie ungeschützt.

Der Beschluss des Berliner Senats zu einem FFP2-Masken-Tragegebot gefährdet die Bevölkerung."

https://www.krankenhaushygiene.de/informationen/824

 

dazu:

 

Keine Belege für Effizienz der FFP2- und OP-Masken

Interview mit Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sowie für Hygiene und Umweltmedizin.

Wie wird das Corona-Virus denn überhaupt übertragen?

Wie alle respiratorischen Viren wird auch das neue Coronavirus SARS-CoV-2 hauptsächlich via Tröpfchen (sogenannte ‚große‘ Tröpfchen) und via Kontakt (direkt wie indirekt) übertragen. So stellen es auch alle internationalen Gesundheitsbehörden dar.
Die Kontaktübertragung läuft meist über die Hände: Man hat entweder direkten Körperkontakt mit einer infizierten Person oder indirekte Kontakte über gemeinsam genutzte Gegenstände oder Oberflächen. Dabei kontaminiert man sich die Hände und fasst sich anschließend mit den Händen ins Gesicht und bringt so die Viren an ihre Eintrittspforten der Schleimhäute von Augen, Nase und Mund. Man muss sich das so vorstellen, dass das alles sehr wahrscheinlich schnell geht, so dass man nicht notwendigerweise zum Beispiel eine Stunde später noch die Viren in der Umgebung nachweisen können muss. Deshalb kommt es ja meist zu Erregerübertragungen, wenn mehrere Menschen auf relativ engem Raum für längere Zeit zusammen sind.
Die Übertragung durch infektiöse Aerosole ist wissenschaftlich nicht belegt, sondern wird behauptet und man versucht sie mit wissenschaftlich unzureichenden Argumenten zu belegen.

Sind wir denn nicht durch diese Aerosole gefährdet?

Als Aerosol bezeichnet man ein Gemisch von schwebefähigen Partikeln in der Luft. Bei diesen winzigen (und deshalb schwebefähigen oder luftgetragenen) Partikeln kann es sich um Infektionserreger handeln. Ob sie aber, also wenn vorhanden, dann auch für Infektionen durch die Inhalation dieser kontaminierten Luft verantwortlich sein könnten, ist eine ganz andere Frage, die erst einmal geklärt werden müsste.
Es gibt bisher aber nur Ausbruchsuntersuchungen, aus denen man abgeleitet hat, dass das Virus über die Luft, also über sogenannte ‚Aerosole‘, übertragen wird. Aus solchen Untersuchungen kann man aber keinen Übertragungsweg ableiten, zumal erst einmal alle anderen Übertragungswege (Tröpfchen, Kontakt) sicher ausgeschlossen sein müssten, um sagen zu können, dass die Infektionen im Rahmen des Ausbruchs durch die Luft entstanden sind.
Meine Überzeugung ist, dass die Übertragung durch die Luft bei dem Erreger von COVID-19 nicht in Frage kommt, denn die Erreger müssen an ihre natürlichen Eintrittspforten kommen. Und das geht bei den winzigen Partikeln, die prinzipiell stundenlang in der Luft schweben, nicht.

Wo docken denn die Viren bei uns Menschen überhaupt an?

Insbesondere in der Nasenschleimhaut - weniger in der Rachenschleimhaut - sind Rezeptoren, an die das Coronavirus binden kann. Es kann dann von der Zelle aufgenommen werden, sich dort vermehren und von da aus weitere Zellen befallen. Jeder mit SARS-CoV-2 Infizierte bekommt zunächst eine Infektion der oberen Atemwege mit den typischen Symptomen, wie etwa Halsschmerzen und Husten.
Zellen mit den erforderlichen Rezeptoren gibt es auch im Bereich der tieferen und tiefen Atemwege, aber auf dem Weg dorthin immer weniger. Wenn das Virus dort andocken könnte, was prinzipiell möglich erscheint, müsste es aber primär an Ort und Stelle zu einer Infektion, also gleich zu einer Pneumonie, kommen, die sich aber bei COVID-19 immer erst mindestens eine Woche nach Beginn der oberen Atemwegssymptome entwickelt.
Man nimmt an, dass die Erreger in die tieferen Atemwege ‚absteigen‘ (wahrscheinlich durch Mikroaspiration) und dort bei entsprechend vulnerablen Personen zu einer Pneumonie führen können. Von einer primären Infektion in der Lunge bekommt man aber keine obere Atemwegsinfektion, denn die Infektion beginnt ‚oben‘, und das bedeutet, dass der Erreger dorthin gelangen muss. Das funktioniert aber aus aerosolphysikalischen Gründen nicht oder kaum bei den winzigen schwebefähigen Partikeln.  ..."

weiterer link: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1174-6591

 

 

 

 

31.03.21

 

 

blitz-a-t:

"ENDLICH: ALTERSBEZOGENER ANWENDUNGSSTOPP VON AZD1222"

"Seit dem vorübergehenden vorsorglichen Stopp der Impfung mit der COVID-19-Vakzine

AZD1222 (a-t 2021; 52: 9-13) von AstraZeneca wegen schwerer Thrombosen in ungewöhnlichen Körperregionen (z.B. Hirnsinus, Mesenterialgefäße; vgl. blitz-a-t vom 19. März 2021) hat die Zahl der dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldeten Sinusthrombosen in Verbindung mit AZD1222 deutlich zugenommen: Bis zum 29. März 2021 liegen dem PEI bezogen auf 2,7 Mio. verimpfte Dosierungen 31 Berichte über diese Komplikation vor. 29 Betroffene sind Frauen zwischen 20 und 63 Jahren, 2 sind Männer von 36 bzw. 57 Jahren. Bei 19 Betroffenen liegt gleichzeitig eine Thrombozytopenie vor, 9 Patienten sind verstorben.1 Diese Häufigkeiten stehen unseres Erachtens der pauschalen Einstufung der Vakzine als sicher entgegen."  freier Zugang 

https://www.arznei-telegramm.de/01index.php3

 

 

 

Offener Brief an Lauterbach: Trennung der Arzt-Rolle von politischer Betätigung

"...Unbeschadet aller zulässigen Differenzen bei der Kommunikation des Kenntnisstandes gilt für Ärzte: primum non nocere. Es ist unsere grundlegende Berufspflicht, bei jeglichem Handeln gegenüber Patienten zusätzlichen Schaden für diese zu vermeiden.
Bei Ihren oben dargelegten Äußerungen überwiegt jedoch vor jedem Informationsgehalt das Schüren irrationaler und extremer Angst. Damit sind diese Äußerungen geeignet, einer Vielzahl von Menschen psychisch wie mittelbar somatisch schweren gesundheitlichen Schaden zuzufügen.
Wir fordern Sie daher höflich auf, Ihre politische Betätigung künftig für die Öffentlichkeit deutlich erkennbar von Ihrer Berufszulassung als Arzt zu trennen."

https://1bis19.de/politik/offener-aerztebrief-an-karl-lauterbach/

 

 

 

28.03.21

 
Debatte
 
 
Von "ZeroCovid" zu ZeroMensch
Quelle: Der Freitag  /  Analyse & Kommentar: "Though this be madness, yet there's method in't"? Linksjugend [´solid] Hessen | Community, von Sebastian Chwala, Yusuf Karaaslan und Dorian Tigges
"...Neben diesen Verirrungen, die massiv zum Vertrauensverlust der herrschenden Politik beigetragen haben, darf die soziale Lage der Menschen nicht unberücksichtigt bleiben. Die Sicherheit im Alltag und eine sichere Lebensplanung ist durch Prekarisierung und den Umgang mit "Covid-19" noch schwieriger geworden. Schließende Schwimmbäder, langsame Justiz, stillgelegte Bahnstrecken sind Beispiele für den Rückzug des Staates aus der öffentlichen Daseinsvorsorge. Besonders in der Pandemie wurde deutlich, wie die Schwächen des neoliberal zusammengesparten Gesundheitssektors nunmehr durch "individuelle Verantwortung" aufgefangen werden sollen. Dabei werden dem Individuum (und den Familien) die Lasten der "kollektiven Unveratwortlichkeit" des Sozialstaatsabbaus, inklusive moralisierender Schuldrethorik, aufgebürdet. Nicht die politische Steuerung in pädagogisch sinnvolle Kleingruppen in Bildungszusammenhängen, eine höhere Taktung von Bus und Bahn etc., sondern die individuelle "Einhaltung der Maßnahmen" sind die neuen gesellschaftlichen Normierungen von Progressivität. Dabei ist die moralische Bewertung des angepassten Menschen darauf zurückzuführen wie viele soziale Kontakte dieser pflegt, ob Masken auch draußen beim Spazieren getragen werden – unabhängig von ihrem medizinischen Sinn oder Unsinn - das alles schaukelt sich zu einem Moralwettbewerb hoch, der von neoliberalen Dogmen durchsiecht ist und gipfelt in der Wette "Wer bleibt am längsten allein". Eine Alternative dazu sei nicht möglich, wie uns die Expertokratie aus wenigen ausgewählten "Wissenschaftler*innen" tagtäglich anhand ihrer "Inzidenzzahlen" erinnert. ...

Ohnmacht und Alternativlosigkeit sind die „super-spreader“ der Inhumanität

Die uns allenthalben eingeimpfte Alternativlosigkeit im neoliberalen Kapitalismus erzeugt systematisch eine Handlungsunfähigkeit der Individuen, die sich den Sachzwängen beugen müssten. Bewusste politische Maßnahmen verstecken sich dahinter. Beispielsweise ist es eine bewusste politische Maßnahme der WHO gerade mal ein Budget zuzusprechen, was der Berliner Charité entspricht. Den durch die Unterfinanzierung entstehenden Bedarf decken Reiche wie Bill Gates in „Wohltätigkeitsorganisationen“, die durch Impfkampagnen bisher Krankheiten heilten, die häufig durch sauberes Trinkwasser, einfachste Hygiene oder ausgewogene Ernährung an der Wurzel gepackt worden wären. Damit wären uns viele Tote – auch bereits vor der Pandemie [2] – erspart geblieben. Dass diese Wohltätigkeitsorganisationen durch ihre finanziellen Ressourcen überhaupt entscheiden dürfen, welche Krankheiten geheilt werden und auch auf welcher Art, sowie welche Krankheiten nicht geheilt werden – das alleine ist ein absoluter Skandal. Dieser unzivilisierte Umgang mit Krankheiten entspricht in ihrer Gänze nicht dem Grundgedanken der WHO. Diese nutzt einen weiten Gesundheitsbegriff, der nicht nur die Abwesenheit der Krankheit meint, wie ihre Grundsatzerklärung von Alma-Ata deutlich macht und an den es auch an heutigen Tagen sowie Jahren zu erinnern gilt:

„Die Konferenz bekräftigt mit Nachdruck, dass Gesundheit, die der Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit oder Gebrechen ist, ein grundlegendes Menschenrecht darstellt und dass das Erreichen eines möglichst guten Gesundheitszustands ein äußerst wichtiges weltweites soziales Ziel ist, dessen Verwirklichung Anstrengungen nicht nur der Gesundheitspolitik, sondern auch vieler anderer sozialer und ökonomischer Bereiche erfordert“ [3].

„Kolleteralschäden“ – Ein Krieg gegen den Virus?

Mit dem Begriff der „Kollateralschäden“ wurden wir bislang vor allem bei Drohnenangriffen in Afghanistan konfrontiert. Nunmehr reiht er sich in der Sprache des „Lockdowns“ in die kriegerische Rhetorik des französischen Staatspräsidenten Macron ein. Diese Rede von "unvermeidlichen Nebenwirkungen" geht in Kriegseinsätzen einher mit einer Rechtfertigung von Toten und Verletzten. Das kommt auch dem blinden Fleck des Gesundheitsbegriff näher, der uns aktuell überall präsentiert wird.

Wenn wir nur zwischen der Krankheit (ausgehend von der Infektion) „Positiv“ sowie „negativ“ entscheiden, blenden wir vollkommen das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden aus. Dies ist höchst problematisch und reduziert den Menschen auf einen „Homo Hygienicus“ [4].

Der Mensch als soziales Wesen wird in der Pandemie negiert oder zumindest kleingeredet. Die menschliche Persönlichkeitsentwicklung, kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe als Voraussetzung dafür, sowie grundlegende Rechte auf von Wohnen, Bildung und Menschenwürde werden dabei in die Waagschale geworfen. Dass diese Grundrechte auch in der Pandemie gelten, besonders für Benachteiligte, ist das Wesens jeder Verfassung und darf nicht zeitlich, örtlich oder inhaltlich eingeschränkt bleiben. Anderenfalls wären sie das Papier nicht wert, auf denen die Verfassungen geschrieben wären.   ... "
 
 
 
Coronamaßnahmen – Die Risiken und Kosten werden ignoriert
Vereinsamung, Bildungslücken, Armut. Welchen Umfang die Nebenwirkungen der Coronamaßnahmen haben, wissen wir nicht. Dabei müssen sie beim Krisenmanagement berücksichtigt werden, meint Publizist Timo Rieg. Nur auf Kontaktverbote zu setzen, sei falsch. Quelle: Deutschlandfunk Kultur
„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Dieser Satz gehört zu jeder Werbung für Medikamente. Denn: keine Wirkung ohne Nebenwirkungen. Und die sollte kennen, wer Medizin nehmen will.
Wenn die Medien die neusten Heilmittel der Corona-Politik bekanntmachen, hört man eine solche Warnung jedoch nie. Seit einem Jahr kein Hinweis, sich fachlichen Rat über die Risiken und Nebenwirkungen einzuholen. Stattdessen gelten vielen Bürgern die Kontaktverbote aller Art als alternativlos, nach dem Motto: Es geht doch um Leben und Tod, was sollte man da diskutieren?
Tja, man sollte über Leben und Tod diskutieren. Journalisten sollten recherchieren, mit welchen Nebenwirkungen bei welchen politischen Maßnahmen zu rechnen ist. Doch trotz Dauerberichterstattung hört man davon wenig. Vereinzelt melden sich Lobbyisten mahnend zu Wort, aber es gibt keinen Überblick zu den Tausenden Nebenwirkungen der Lockdownpolitik. Es vergingen Monate, bis wenigstens eine Oppositionspartei die Bundesregierung mal fragte, was die Pandemie-Bekämpfung wohl kosten wird. ...
Wenn die Politik Besuche im Altenheim verbietet, trifft sie eine Entscheidung Leben gegen Leben: Ein verbesserter Schutz vor Corona wird mit einem höheren Risiko anderer Erkrankungen erkauft. Wer einsam in seinem Zimmer sitzen muss, wird irgendwann psychisch krank, ohne Begegnungen und frische Luft beschleunigen sich die körperlichen Abbauprozesse. Um den einen Tod zu vermeiden, rückt ein anderer näher.
Wenn die Politik Kindern das Gruppenspiel verbietet und sie mit Maskenpflicht oder Homeschooling aus dem Corona-Verkehr zieht, nimmt sie dafür soziale und immunologische Defizite bei der Jugend in Kauf. Wie groß diese Nebenwirkungen sein werden? Darüber streiten die Experten noch, weil es sich um ein bisher einmaliges Großexperiment handelt. ...
 
 
 
Die Diskussionen in dieser Pandemie sind vergiftet. Tauschen wir uns endlich ruhig und angstfrei aus
Ulrike Guérot, Jürgen Overhoff, Markus Gabriel, Hedwig Richter und René Schlott | Quelle: Der Freitag, Ausgabe 12/2021
"Die seit Monaten anhaltende Debatte um die Corona-Politik und deren in allen Bereichen unserer Gesellschaft spürbare Folgen hat die Menschen in unserem Land polarisiert. Das schadet nicht nur dem sozialen Frieden und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern auch der Qualität der Argumente, die wir so dringend im engagierten Diskurs austauschen müssen. Wir wollen die Diskussion wieder versachlichen, um im Rahmen des demokratischen Spektrums den Raum für einen freien Dialog zu schaffen und offenes Denken verstärkt zu ermöglichen ....  Gefragt ist eine grundsätzliche Offenheit auch für den möglichen Irrtum, in der grundlegenden Annahme, dass auch das Gegenüber im Streit von besten Motiven geleitet sein und grundsätzlich recht haben kann. Gerade mit Blick auf die anstehende und notwendige Aufarbeitung einer der schwersten Krisen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sollte gelten: Tauschen wir uns besonnen, in Ruhe, ohne Angst, mit Sinn für die Zwischentöne und ohne vorschnelle Schuldzuweisungen aus, auf der Basis eines Zusammenlebens in Freiheit und einer von uns allen geteilten Diskussions- und Streitkultur: hart in der Sache, aber moderat im Ton (fortiter in re, suaviter in modo). Für die offene und freie Gesellschaft."
 
 

 

 

25.03.21

 

 

 

"Es ist töricht, die Corona-Politik an Inzidenzwerten auszurichten"

Quelle: Nachdenkseiten -  Jens Berger
"Die gesamten Corona-Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen stehen und fallen mit dem Inzidenzwert. Liegt er unter einem Schwellenwert, darf gelockert werden, übersteigt er einen anderen Schwellenwert, muss die „Notbremse“ gezogen werden. Dabei wird nicht mehr hinterfragt, was dieser Inzidenzwert eigentlich aussagt. Das ist fahrlässig und töricht, da diese Größe willkürlich und nicht geeignet ist, um mit ihr derart schwere Eingriffe in die Gesellschaft zu rechtfertigen. ...

Doch was ist eigentlich der „Inzidenzwert“? Die Erklärung ist eigentlich sehr einfach. Dieser Wert beschreibt, wie viele Menschen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum positiv mittels der PCR-Methode auf das Sars-Cov2-Virus getestet wurden. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Der Inzidenzwert gibt keine Auskunft darüber …

  • Wie viele Menschen erkrankt sind
  • Wie viele Menschen aus der Risikogruppe sich infiziert haben
  • Ob sich verglichen mit einem anderen Zeitraum mehr oder weniger Menschen infiziert haben


Der Inzidenzwert ist nicht geeignet, um …

  • Aussagen zum Infektionsgeschehen zu machen
  • Aussagen zum Krankheitsgeschehen zu machen
  • Das Infektions- oder Krankheitsgeschehen räumlich zu vergleichen
  • Das Infektions- oder Krankheitsgeschehen zeitlich zu vergleichen

...Daher ist eine steigende Inzidenz per se weder schlecht noch gut. Sie kann auf ein gestiegenes Infektionsgeschehen hindeuten. Sie kann aber auch darauf hindeuten, dass mehr und besser – also zielgenauer – getestet wird. Als Indikator für die Frage, ob der Lockdown beendet, beibehalten oder gar verschärft wird, taugt sie jedoch überhaupt nicht. Denn warum sollte die Bevölkerung dafür bestraft werden, dass zielgenauer getestet wird?

Wenn es um die harten Folgen der Lockdown-Politik, die massiven Kollateralschäden und die schweren Eingriffe in die Grundrechte der Bevölkerung geht, kann man nicht mit derlei vagen und unzuverlässigen sowie nicht aussagekräftigen Werten arbeiten. Die einzigen Größen, die hier – mit viel Zugeständnis an die Lockdown-Fraktion – überhaupt in Frage kämen, sind die Zahl der Toten und die Kapazitäten des Gesundheitssystems. Und genau diese beiden Größen geben zurzeit keine Begründung für eine Beibehaltung oder gar Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen. " ...
https://www.nachdenkseiten.de/?p=71008

 

 

 

 

24.03.21

 
 
Die Studie zeigt einen guten Schutz vor Re-Infektion, soweit man es an einem positiven PCR-Befund bemisst. Bei älteren Personen ist der Schutz weniger ausgeprägt, es bleibt aber offen, (a) ob sich hier auch Krankheitssysmptome und/oder Hospitalisation zeigen, und (b) ob von den PCR-positiven Personen ein Infektionsrisiko ausgeht. Insofern ist von der grundsätzlichen Einschätzung, dass die natürlich erworbene Immunität bei SARS-2 einen guten Schutz bietet, nicht abzuweichen, aber in Einzelfällen kann zumindest ein erneute PCR-Positivität beobachtet werden. Ähnlich wie bei den Impfstudien muss die Frage der klinischen Relevanz und der Infektiosität durch weitere Studien untersucht werden. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Frage, ob ehemals infizierte Personen nochmals geimpft werden sollten: ungeachtet der Stiko-Empfehlungen muss hier sorgfältig analysiert werden, ob durch eine solche Impfung von Personen mit natürlicher Immunität wirklich Erkrankungen und Infektiosität durch eine evtl. Re-Infektion vermieden wird.
https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S0140-6736(21)00575-4

 

 

 

23.03.21

 

Kinder und Corona /-Maßnahmen:

 

 
Kinder und Corona: Vortrag von Dr. Sven Armbrust (Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Neubrandenburg) am 11.3.21
Der KER-MSE (Kreiselternrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte) lud Ärzte, Wissenschaftler, Schüler, Lehrer und Politiker zu einer gemeinsamen Vorstandssitzung mit dem Ziel ein, die Politik von der Wissenschaftlichkeit als Grundlage für Maßnahmen zu überzeugen und weiteren Schaden von Kindern abzuhalten.
Zusammenfassung: Kinder sind keine Pandemietreiber, sie leiden unter Ängsten und Isolation, sie waren in Schulen keine Spreader.  Schulschließungen, Masken, Abstand, Schnelltests für Kinder entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage.
 
 

Kinder in der COVID-Krise: Familiär verinselt im Lockdown

Die psychosozialen Folgen für Kinder und Heranwachsende sind noch längst nicht in Gänze erfasst und verlangen Aufmerksamkeit und Aufarbeitung in der Zeit der Lockerungen.
... "Während sich das medizinische Geschehen für Heranwachsende damit überschaubar zeigt, ergeben sich dennoch Herausforderungen für deren psychische Entwicklung. Rund 11 Mio. Kinder und Jugendliche waren im Frühjahr 2020 von Kita- und Schulschließungen betroffen. Deren Auswirkungen auf die psychosoziale Situation gehören ebenfalls in den Fokus gesundheitspolitischer Aufmerksamkeit. ..."
Quelle: Deutsches Ärzteblatt   Reichert, Jörg; Berner, Reinhard

 

 

Silke Schwarz, Ekkehart Jenetzky, Hanno Krafft M.Sc., Tobias Maurer & David Martin 

"Ergebnisse

Bis zum 26.10.2020 hatten 20.353 Personen an der Umfrage teilgenommen. Allein die Gruppe der Eltern gab Daten zu 25.930 Kindern ein. Die angegebene durchschnittliche Tragedauer der Maske lag bei 270 min am Tag. Die Eingebenden berichten zu 68 %, dass Kinder über Beeinträchtigungen durch das Maskentragen klagen. Zu den Nebenwirkungen zählten Gereiztheit (60 %), Kopfschmerzen (53 %), Konzentrationsschwierigkeiten (50 %), weniger Fröhlichkeit (49 %), Schul‑/Kindergartenunlust (44 %), Unwohlsein (42 %), Beeinträchtigungen beim Lernen (38 %) und Benommenheit/Müdigkeit (37 %).

Diskussion

Dieses weltweit erste Register zur Erfassung von Auswirkungen des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes bei Kindern und Jugendlichen widmet sich einer neuen Forschungsfrage. Eine Verzerrung im Hinblick auf die präferenzielle Dokumentation besonders schwer betroffener Kinder oder den Schutzmaßnahmen grundsätzlich kritisch gegenüberstehenden Personen lässt sich nicht ausschließen. Die Nutzungshäufigkeit und das Symptomspektrum weisen auf die Wichtigkeit des Themas hin und rufen nach repräsentativen Surveys, randomisierten kontrollierten Studien mit verschiedenen Maskensorten und nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung der Maskenpflicht bei der vulnerablen Gruppe der Kinder."
Quelle: Monatsschrift Kinderheilkunde (2021)
 
 
 
New York/Köln
UNICEF RUFT REGIERUNGEN MIT DER INSTALLATION „PANDEMIC CLASSROOM“ DAZU AUF, DER WIEDERERÖFFNUNG VON SCHULEN PRIORITÄT EINZURÄUMEN
unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2021/unicef-bericht-schulschliessungen/236974
 
 
22.03.21
 
Aktuell:
Die neuesten RKI Zahlen (Bericht vom 16.3.2021) machen es wahrscheinlich, dass die sog. “3. Welle” auf eine Zunahme der Testhäufigkeit bei unter 20jährigen zu erklären ist. ...

Die Testhäufigkeit in absoluten Zahlen steigt in den jungen Alterskohorten seit einigen Wochen an (s. Folie 13). Noch stärker wird der Anstieg der Testhäufigkeit sichtbar, wenn man sich die relative Häufigkeit der durchgeführten Test auf 100.000 Personen der jeweiligen Alterskohorte ansieht (s. Folie 14).

Wenn allerdings eine zunehmende Testhäufigkeit von einer Zunahme der Testpostivitätsrate, also dem Prozentsatz der positiven PCR-Befunde auf 100 durchgeführte Teste, begleitet werden würde, dann müsste man von einem wahrscheinlich validen Anstieg der Melderaten ausgehen. Dies ist aber nicht der Fall, sondern die Testpositivitätsrate nimmt sogar leicht ab (s. Folie 15).

 
 
 
20.03.21
 
 
Interview mit Prof. Michael Esfeld, Wissenschaftsphilosoph, Mitglied der Leopoldina
"Die deutsche Akademie der Wissenschaften, die Leopoldina, gab im 8. Dezember 2020 ihre 7. ad-hoc-Stellungnahme zur Coronavirus-Pandemie heraus. Sie beginnt so: Zitat: „Die aktuelle Entwicklung der Coronavirus-Pandemie gibt Anlass zu großer Sorge. Trotz Aussicht auf einen baldigen Beginn der Impfkampagne ist es aus wissenschaftlicher Sicht unbedingt notwendig, die weiterhin deutlich zu hohe Anzahl von Neuinfektionen durch einen harten Lockdown schnell und drastisch zu verringern.“
Diese Handlungsanweisung suggeriert, die Wissenschaft wäre sich in der Beurteilung der Situation einig. Dem ist aber nicht so. Diese Suggestion hat der Wissenschaftsphilosoph Prof. Michael Esfeld, er ist selbst Mitglied der Leopoldina, in einem offenen Brandbrief an seinen Präsidenten kritisiert. Die Zusammenfassung beginnt so: „Es gibt keine stichhaltige wissenschaftliche Begründung für den Versuch, die Ausbreitung des Coronavirus durch zentrale staatliche Planung und mit massiven Eingriffen in die Grundrechte zu unterbinden.“
Quelle: Radio München, 12.03.2021
 
 
 
Quelle: Deutsches Ärzteblatt
"Die mittlere Verweildauer der Behandlungsfälle mit COVID-19 lag bei 11,2 Tagen, sodass im Laufe des Jahres 2020 1,93 Millionen Verweildauertage erbracht wurden. Das sind 1,9 Prozent aller Verweildauertage in deutschen Krankenhäusern. Da in der zweiten Dezemberhälfte jeden Tag rund 2 000 stationäre Aufnahmen von COVID-19-Patienten stattgefunden haben, ist davon auszugehen, dass am 31. Dezember noch über 20 000 COVID-19-Patienten stationär behandelt wurden, die hier nicht berücksichtigt sind. Die Gesamtzahl der Verweildauertage dürfte daher bei knapp über zwei Millionen und damit bei zwei Prozent aller Verweildauertage gelegen haben. Gemessen an der vorhandenen Bettenkapazität ergibt sich daraus eine durchschnittliche Belegungsquote von 1,3 Prozent durch COVID-19-Patienten. Die höchsten tagesbezogenen Belegungsquoten gab es in der zweiten Dezemberhälfte mit knapp fünf Prozent aller Betten.
 
Die mittlere Verweildauer der COVID-19-Patienten auf der Intensivstation lag bei Fällen mit Komplexbehandlung bei 11,0 Tagen und bei Fällen ohne Komplexbehandlung bei 4,3 Tagen – im Mittel insofern bei 9,1 Tagen. Daraus ergeben sich rund 330 000 Verweildauertage und damit 4,9 Prozent aller Verweildauertage auf Intensivstationen. Unter Berücksichtigung der geschätzten Überliegerzahlen ergeben sich circa 350 000 Verweildauertage sowie 5,2 Prozent aller Verweildauertage auf Intensivstationen. Bezogen auf alle vorhandenen Intensivbetten ergibt sich daraus eine durchschnittliche Belegungsquote von 3,4 Prozent beziehungsweise 3,6 Prozent durch COVID-19-Patienten."
 
 
 

"Die vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse stellen die Sicherheit und Wirksamkeit des Tragens einer Gesichtsmaske als vorbeugende Maßnahme für COVID-19 in Frage. Die Daten legen nahe, dass sowohl medizinische als auch nichtmedizinische Gesichtsmasken unwirksam sind, um die Übertragung von Virus- und Infektionskrankheiten wie SARS-CoV-2 und COVID-19 von Mensch zu Mensch zu blockieren, was gegen Verwendung von Gesichtsmasken spricht. Es wurde gezeigt, dass das Tragen von Gesichtsmasken erhebliche nachteilige physiologische und psychologische Auswirkungen hat. Dazu gehören Hypoxie, Hyperkapnie, Atemnot, erhöhte Säure und Toxizität, Aktivierung von Angst und Stressreaktion, Anstieg der Stresshormone, Immunsuppression, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Abnahme der kognitiven Leistung, Veranlagung für Virus- und Infektionskrankheiten, chronischer Stress, Angstzustände und Depression. Langzeitfolgen des Tragens einer Gesichtsmaske können zu einer Verschlechterung der Gesundheit, zur Entwicklung und zum Fortschreiten chronischer Krankheiten und zum vorzeitigen Tod führen. Regierungen, politische Entscheidungsträger und Gesundheitsorganisationen sollten beim Tragen von Gesichtsmasken einen prosperierenden und wissenschaftlich fundierten Ansatz verfolgen, wenn letzteres als vorbeugende Maßnahme für die öffentliche Gesundheit angesehen wird."  

Table 1

Physiological and Psychological Effects of Wearing Facemask and Their Potential Health Consequences.

Physiological Effects Psychological Effect Health Consequences
  • • Hypoxemia
  • • Hypercapnia
  • • Shortness of breath
  • • Increase lactate concentration
  • • Decline in pH levels
  • • Acidosis
  • • Toxicity
  • • Inflammation
  • • Self-contamination
  • • Increase in stress hormones level (adrenaline, noradrenaline and cortisol)
  • • Increased muscle tension
  • • Immunosuppression
  • • Activation of “fight or flight” stress response
  • • Chronic stress condition
  • • Fear
  • • Mood disturbances
  • • Insomnia
  • • Fatigue
  • • Compromised cognitive performance
  • • Increased predisposition for viral and infection illnesses
  • • Headaches
  • • Anxiety
  • • Depression
  • • Hypertension
  • • Cardiovascular disease
  • • Cancer
  • • Diabetes
  • • Alzheimer disease
  • • Exacerbation of existing conditions and diseases
  • • Accelerated aging process
  • • Health deterioration
  • • Premature mortality

Quelle:  US National Library of Medicine    National Institutes of Health

 
 
 
18.03.21
 
 
Quelle: Corona-Netzwerk/RKI
"Es werden immense Hoffnungen in die niedrigschwellige Verfügbarkeit von Antigen-Schnelltests gesetzt, sei es als Tests durch qualifiziertes Personl, sei es als Selbsttests. Zur alten infektiologischen Weisheit, dass ein breiter Einsatz von Screening-Verfahren nicht in jedem Fall zu einem Mehr an Wissen führt, hat das RKI im Epidemiologischen Bulletin[https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/08_21.pdf?__blob=publicationFile]  eine anschauliche Darstellung gebracht, die sehr deutlich und anschaulich die Problematik darstellt. Je nachdem wie hoch man die Spezifität der Teste ansetzt, ergeben sich bei einer angenommenen Prävalenz von 0,22% und je 10.000 durchgeführten Tests:
— Spezifität 97%: 312 positive Ergebnisse, davon sind nur 13 (4,17%) richtig-positiv
— Spezifität 99%: 113 positive Ergebnisse, davon sind nur 13 (11,5%) richtig positiv.
Das heißt also: von 312 bzw. 113 positiven Ergebnissen stellen jeweils nur 13 einen tatsächlichen Erregernachweis dar. Alle anderen positiven Ergebnisse lösen jedoch die volle Bestätigungs- und Nachverfolgungskaskade aus, die von den Gesundheitsämtern zu leisten ist. In Thesenpapier 4 (Kap. 1.1.2)[https://www.monitor-versorgungsforschung.de/Abstracts/Abstract2020/MVF-05-20/Schrappe_etal_Thesenpapier_4-1_Corona-Pandemie]  haben wir zur vergleichbaren Problematik der PCR-Testung hingewiesen."
 
 

dazu auch:

 

Sicherheitslücke in Testzentren: Mehr als 130 000 Corona-Testergebnisse standen ungeschützt im Netz

Eine Sicherheitslücke in Software für Testzentren machte Resultate von Schnelltests samt Namen und Adressen Unbefugten zugänglich. Dabei müssen Gesundheitsdaten besonders gut geschützt sein.  Quelle: Süddeutsche Zeitung

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/corona-test-schnelltest-ergebnisse-1.5239045

 
 
 
 
Quelle: Ricardo Savaris, Guilherme Pumi, Rafael Kunst und Jovani Dalzachio in einer Studie in der Fachzeitschrift Nature,
Nature: Stay‐at‐home policy is a case of exception fallacy: an internet‐based ecological study - 5. März 2021
"Zusammenfassend konnten wir unter Verwendung dieser Methodik und aktueller Daten in ~ 98% der Vergleiche mit 87 verschiedenen Regionen der Welt keine Beweise dafür finden, dass die Anzahl der Todesfälle / Million durch den Aufenthalt zu Hause verringert wird. Regionale Unterschiede in den Behandlungsmethoden und im natürlichen Verlauf des Virus können ebenfalls Hauptfaktoren für diese Pandemie sein, und weitere Studien sind erforderlich, um sie besser zu verstehen."
 
 
 
Virologe über Corona-Entscheider:
Klaus Stöhr im GesprächVirologe über Corona-Entscheider

FOCUS Online: Herr Stöhr, in der Öffentlichkeit sind Sie erst im Herbst 2020, und damit später als viele andere Wissenschaftler in Erscheinung getreten. Waren Ihnen vielleicht schon zu viele Pandemie-Experten mit unterschiedlichen Positionen in den Medien unterwegs?

 

Klaus Stöhr: Nein, es kann gar nicht genügend Experten geben. Was fehlte und immer noch fehlt, ist die Führungskraft bei der evidenzbasierten Risikoeinschätzung und bei der Krisenkommunikation der Bundesregierung. Dieses Vakuum wurde dann gefüllt durch Wissenschaftler, die in den Medien befragt wurden. Und es gibt in Deutschland nicht viele Wissenschaftler mit eigener Erfahrung in Seuchenbekämpfung und Pandemien. Deren unterschiedliche Aussagen wurden dann zu Meinungsverschiedenheiten stilisiert. Die Polarisierung wurde in den Medien dann noch befeuert, weil sich einige „wissenschaftlernde“ Politiker und „politisierende“ Wissenschaftler aktiv daran beteiligt haben.

FOCUS Online: Herr Stöhr, in der Öffentlichkeit sind Sie erst im Herbst 2020, und damit später als viele andere Wissenschaftler in Erscheinung getreten. Waren Ihnen vielleicht schon zu viele Pandemie-Experten mit unterschiedlichen Positionen in den Medien unterwegs?

 

Klaus Stöhr: Nein, es kann gar nicht genügend Experten geben. Was fehlte und immer noch fehlt, ist die Führungskraft bei der evidenzbasierten Risikoeinschätzung und bei der Krisenkommunikation der Bundesregierung. Dieses Vakuum wurde dann gefüllt durch Wissenschaftler, die in den Medien befragt wurden. Und es gibt in Deutschland nicht viele Wissenschaftler mit eigener Erfahrung in Seuchenbekämpfung und Pandemien. Deren unterschiedliche Aussagen wurden dann zu Meinungsverschiedenheiten stilisiert. Die Polarisierung wurde in den Medien dann noch befeuert, weil sich einige „wissenschaftlernde“ Politiker und „politisierende“ Wissenschaftler aktiv daran beteiligt haben.

https://www.focus.de/gesundheit/news/klaus-stoehr-virologe-kritisiert-corona-entscheider-regierung-stuetzt-sich-auf-falsches-berater-konzept_id_13082092.html
 
Dazu auch:
 

Corona: Wann wird man je verstehn?

Corona: Wann wird man je verstehn?

Corona: Wann wird man je verstehn?

Corona: Wann wird man je verstehn?

 

 

17.03.21

 

 

Corona: Wann wird man je verstehn?

"...Die Länder mit den größten Corona-Schadensmeldungen sind jene, in denen ein Sozialabbau mit fehlender Gesundheitsversorgung für alle am radikalsten erfolgte. Vor fünfzig Jahren konnte der Historiker und Philosoph Ivan Illich behaupten, dass das Medizinsystem die größte Bedrohung für die Gesundheit von Menschen darstellt. Der kürzlich mit 99 Jahren gestorbene IPPNW-Mitbegründer Bernard Lown wies auf dasselbe Grundübel hin: »Ein profitorientiertes Gesundheitswesen ist ein Oxymoron, ein Widerspruch in sich. In dem Augenblick, in dem Fürsorge dem Profit dient, hat sie die wahre Fürsorge verloren.« Das Medizinsystem ist profitorientiert. Die Stärkung der persönlichen Immunsysteme und ein Ausbau von angemessenen Sozialsystemen (UNO-Menschenrechte) ist den ökonomischen Interessen abträglich. Nur an Krankheiten wird verdient. Analog wird mit Kriegen der maximale Gewinn erzielt. Der erklärte »Krieg gegen das Virus« zeigt das militarisierte Denken.   ...

Zusammenfassend fordern wir deshalb:

  1. Sofortige Aufhebung der »epidemischen Lage von nationaler Tragweite« und der damit einhergehenden Ermächtigung des Gesundheitsministers nach dem 3. Infektionsschutzgesetz IfSG, damit das Parlament wieder seine verfassungsrechtlichen Aufgaben wahrnimmt.

  2. Schutzmaßnahmen sind weiter zu empfehlen, die Einhaltung beruht auf Freiwilligkeit.

  3. Größtmögliche Rücksichtnahme bleibt, wegen der vermutlich lange nachwirkenden Folgen der Angst-Pandemie geboten.

  4. Gesundheitssysteme müssen allein dem Gemeinwohl dienen. Rekommunalisierung aller Gesundheitseinrichtungen, Aufhebung des Fallpauschalen-DRG-Systems, angemessene Bezahlung des medizinischen Personals, verbesserte Ausbildungen und Arbeitsbedingungen. Stopp der einseitig technischen, materialistischen Orientierungen, Förderung von Präventionen (Immunsystemstärkung) und Aufklärung über ökologische Zusammenhänge.

  5. Öffentlicher parlamentarischer Corona-Untersuchungsausschuss.

  6. Investigativer Journalismus. Das vergangene Jahr war auch ein Lockdown für freie Meinungsveröffentlichung."

Die Autoren, Manfred Lotze und Ekkehard Basten, sind Ärzte, die als Mitglieder der IPPNW – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. hier ihre persönliche Meinung vertreten.

Quelle: Ossietzky – Zweiwochenschrift für Politik / Kultur / Wirtschaft

https://www.ossietzky.net/artikel/corona-wann-wird-man-je-verstehn/#

 

 

 

Deutschland stoppt Impfung mit Astrazeneca 

"Grund ist ein möglicher Zusammenhang zwischen Astrazeneca und Thrombosen der Hirnvenen. ...

Astrazeneca-Stopp auch in Holland, Irland, Dänemark, Norwegen und Island"

Quelle: Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/news/corona-deutschland-setzt-impfung-mit-astrazeneca-aus-li.146304

 

Zusammenfassend fordern wir deshalb:

  1. Sofortige Aufhebung der »epidemischen Lage von nationaler Tragweite« und der damit einhergehenden Ermächtigung des Gesundheitsministers nach dem 3. Infektionsschutzgesetz IfSG, damit das Parlament wieder seine verfassungsrechtlichen Aufgaben wahrnimmt.
  2. Schutzmaßnahmen sind weiter zu empfehlen, die Einhaltung beruht auf Freiwilligkeit.
  3. Größtmögliche Rücksichtnahme bleibt, wegen der vermutlich lange nachwirkenden Folgen der Angst-Pandemie geboten.
  4. Gesundheitssysteme müssen allein dem Gemeinwohl dienen. Rekommunalisierung aller Gesundheitseinrichtungen, Aufhebung des Fallpauschalen-DRG-Systems, angemessene Bezahlung des medizinischen Personals, verbesserte Ausbildungen und Arbeitsbedingungen. Stopp der einseitig technischen, materialistischen Orientierungen, Förderung von Präventionen (Immunsystemstärkung) und Aufklärung über ökologische Zusammenhänge.
  5. Öffentlicher parlamentarischer Corona-Untersuchungsausschuss.
  6. Investigativer Journalismus. Das vergangene Jahr war auch ein Lockdown für freie Meinungsveröffentlichung.

 

Die Autoren, Manfred Lotze und Ekkehard Basten, sind Ärzte, die als Mitglieder der IPPNW – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. hier ihre persönliche Meinung vertreten.

Die Autoren, Manfred Lotze und Ekkehard Basten, sind Ärzte, die als Mitglieder der IPPNW – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. hier ihre persönliche Meinung vertreten.

 

Ausgabe 05/2021

Die Autoren, Manfred Lotze und Ekkehard Basten, sind Ärzte, die als Mitglieder der IPPNW – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. hier ihre persönliche Meinung vertreten.

 

Ausgabe 05/2021

Die Autoren, Manfred Lotze und Ekkehard Basten, sind Ärzte, die als Mitglieder der IPPNW – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. hier ihre persönliche Meinung vertreten.

 

Ausgabe 05/2021

Die Länder mit den größten Corona-Schadensmeldungen sind jene, in denen ein Sozialabbau mit fehlender Gesundheitsversorgung für alle am radikalsten erfolgte. Vor fünfzig Jahren konnte der Historiker und Philosoph Ivan Illich behaupten, dass das Medizinsystem die größte Bedrohung für die Gesundheit von Menschen darstellt. Der kürzlich mit 99 Jahren gestorbene IPPNW-Mitbegründer Bernard Lown wies auf dasselbe Grundübel hin: »Ein profitorientiertes Gesundheitswesen ist ein Oxymoron, ein Widerspruch in sich. In dem Augenblick, in dem Fürsorge dem Profit dient, hat sie die wahre Fürsorge verloren.« Das Medizinsystem ist profitorientiert. Die Stärkung der persönlichen Immunsysteme und ein Ausbau von angemessenen Sozialsystemen (UNO-Menschenrechte) ist den ökonomischen Interessen abträglich. Nur an Krankheiten wird verdient. Analog wird mit Kriegen der maximale Gewinn erzielt. Der erklärte »Krieg gegen das Virus« zeigt das militarisierte Denken.

 

15.03.21

 

 

 

Im Dunklen: Eine Melderate ist keine Inzidenz

"Die als „Inzidenzrate“ bezeichnete, auf 7 Tage bezogene Zahlenangabe des RKI beruht auf einer unsystematisch gewonnenen Stichprobe und ist nicht als valide Angabe zur Neuerkrankungsrate zu verstehen. Dieser Umstand wird in den Thesenpapieren seit einem Jahr immer wieder betont, weil daraus folgt, dass dieser Wert zur Steuerung nicht sinnvoll verwendet werden kann.

Der Begriff der Inzidenz beruht auf der longitudinalen Untersuchung einer Population oder einer repräsentativen Stichprobe dieser Population mit einem oder mehreren Testverfahren im Zeitverlauf (genaue Definition und Kriterien vgl. Thesenpapier 6, Kap. 2.2). Stattdessen wird die Melderate (notification rate) dadurch berechnet, dass man die Meldungen über erkannte Neuinfektionen auf die Gesamtbevölkerung umrechnet, ohne Annahmen über die Dunkelziffer zu machen (s. Abb. 4 in Thesenpapier 6)."

Quelle: Info-Plattform Corona - Wissenschaftsbasierte Entscheidungsfindung

https://corona-netzwerk.info/im-dunklen-eine-melderate-ist-keine-inzidenz/

 

 

 

IGES Pandemie Monitor:  Trotz abnehmender Melderate stetige Abnahme der durch Kontaktnachverfolgung aufgeklärten Fälle

"Für die monatelang geltende Melderate von 50/100.000 wurde immer wieder die Begründung angeführt, dass es oberhalb dieser Grenze den Gesundheitsämtern nicht möglich sei, eine zufriedenstellende Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten. Eine Analyse des IGES-institutes zeigt jedoch für die KW1-8/2021, dass ein solcher Zusammenhang nicht nur nicht besteht, sondern dass es zu Beginn des laufenden Jahres bei abnehmender Melderate  sogar zu einer stetigen Abnahme (!) der durch Kontaktnachverfolgung aufgeklärten Fälle von 24% (KW1) auf zuletzt 10% (KW7) und 8% (KW8) gekommen ist. Dieser Befund lässt einen weiteren Begründungszusammenhang für die verwendeten Grenzwerte fragwürdig erscheinen."

Quelle: Info-Plattform Corona - Wissenschaftsbasierte Entscheidungsfindung
https://corona-netzwerk.info/iges-pandemie-monitor/

https://www.iges.com/corona/

 

 

 

14.03.21

 

Wissenschaftlicher Diskurs:

 

COVID-19-Krankheitslast in Deutschland im Jahr 2020

Durch Tod und Krankheit verlorene Lebensjahre im Verlauf der Pandemie  Quelle: Ärzteblatt  -  Studie des RKI

https://www.aerzteblatt.de/archiv/217880/COVID-19-Krankheitslast-in-Deutschland-im-Jahr-2020

 

dazu:

 

21. Februar 2021  Christof Kuhbandner   Quelle: Heise online

"Wie eine Studie des RKI die Öffentlichkeit in die Irre führt

Um die bevölkerungsbezogenen Auswirkungen von Erkrankungen zu beurteilen, ist neben der Betrachtung der Anzahl der an einer Erkrankung verstorbenen Personen eine Betrachtung der durch einen erkrankungsbedingten Tod verloren gegangenen Lebensjahre wichtig; wie viele Jahre eine an einer Erkrankung verstorbene Person also ohne die Erkrankung noch zu leben gehabt hätte. ... "

 
 

 

11.03.21

 

 

 

 

blitz-a-t

Nach Berichten über Thromboembolie in Verbindung mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca (AZD1222; a-t 2021; 52: 9-13), darunter ein Todesfall in Dänemark1 sowie ein weiterer in Österreich2, wird die Vakzine in Dänemark als Vorsichtsmaßnahme bis zum Abschluss einer näheren Untersuchung nicht mehr angewendet. Die dänische Arzneimittelbehörde empfiehlt zudem Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage mit AZD1222 geimpft wurden, ihren Arzt zu informieren, wenn Beschwerden länger als drei Tage anhalten oder neue Symptome nach Abklingen der bekannten vorübergehenden Reaktionen auftreten.1

blitz-a-t 11.03.2021 https://www.arznei-telegramm.de/html/2021_03/2103503_01.html

 

 

Datenreport 2021 Pandemie verschärft soziale Ungleichheit  

Menschen, die ohnehin wenig verdienen, hat der erste Lockdown laut einem Sozialbericht besonders schwer getroffen. Jeder Fünfte von ihnen hat demnach "ernsthafte Geldprobleme".
Quelle: Tagesschau   
" Die Corona-Pandemie trifft Menschen mit geringem Einkommen besonders hart. Dies geht aus einem umfassenden Sozialbericht hervor, den das Statistische Bundesamt gemeinsam mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) veröffentlichte. Laut der Experten könnte dies dazu führen, dass sich die soziale Schieflage in Deutschland dauerhaft verschärft....

Armut als Dauersituation

Zugleich zeigt der mehr als 500 Seiten lange Bericht: Wer in Deutschland einmal unter die Armutsgrenze rutscht, bleibt immer öfter länger arm. So beträgt der Anteil dauerhaft von Armut bedrohter Bürger an allen in prekären sozialen Verhältnissen lebenden Menschen 44 Prozent - und ist damit mehr als doppelt so hoch wie noch 1998.
Die vorgestellten Zahlen zu den sich verfestigenden Armutsrisiken seinen bedrückend, sagte der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, auf einer Online-Pressekonferenz zum Sozialreport.

Verschlimmerung durch Corona

Die ab Frühjahr 2020 über Deutschland gerollte erste Corona-Welle habe die Gesellschaft zudem "ungleicher" gemacht. Die Pandemie habe sich mit Blick auf die Sozialstruktur nicht wie anfänglich erwartet als "großer Gleichmacher" erwiesen, sondern eher als "starkes Vergrößerungsglas" - und dies auch perspektivisch. "
dazu auch:
 
 
10.03.21
 
 
Szientismus - Auch die Politik muss genug Abstand halten – zur Wissenschaft. Kritik sollte man nicht der Querdenkerei überlassen von Arnd Pollmann (lehrt Sozialphilosophie und Ethik an der Alice Salomon Hochschule Berlin) - Quelle: Der Freitag
" In der aktuell mutierenden Krise standen die Naturwissenschaften lange so hoch im Kurs wie die Aktien des Onlinehandels. Doch mit den plötzlich korrigierten Inzidenzvorgaben und trotz baldiger Öffnung der Friseurläden scheint der Stern von Virologie und Epidemiologie zu sinken. Es häufen sich Warnungen vor einer undemokratischen„Expertokratie“, und der Trainer des FC Bayern mault stellvertretend für viele, langsam könne er „sogenannte Experten“ nun „nicht mehr hören“. Immer lauter wird die Frage, wie viel oder wenig die gefeierten Wissenschaften zur Überwindung der Not beitragen oder ob sie nicht selbst schon ein Teil des Problems sind. Dieser Frust ist nicht nur ein Kollateralschaden des periodisch verlängerten Lockdowns. Das Problem liegt tief…
...Man kann das Virus rein als naturwissenschaftliches Problem betrachten. Allerdings wäre das bereits mit Blick auf die sozialen Übertragungswege naiv. Und was wissen Naturwissenschaften über die Nöte des Homeschooling, über den Alltag in Pflegeheimen, über drohende Insolvenz, Suizidgefahren, Arbeitslosigkeit oder Obdachlosigkeit? Hier sind andere Disziplinen gefragt, etwa die frühkindliche Pädagogik, die Soziologie, Psychologie oder Sozialarbeitswissenschaft. Die aber werden noch immer kaum gehört, weil ihre Kritik dem szientistischen Mainstream als „unwissenschaftlich“ gilt. Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar behauptete jüngst: „Virologen haben keine Meinung, die haben Fakten.“ Tatsächlich aber haben auch die Naturwissenschaften keine „Fakten“. Sie mögen Tonnen an Daten sammeln, kommen aber auch nur zu Theorien über jene Fakten, die mit anderen Theorien konkurrieren…
Traditionell sollen die Wissenschaften von der Angst vor Naturgewalten befreien. Nun aber kommen heftige Panikimpulse direkt aus diesen Disziplinen. Das ist nicht unbeabsichtigt: Angst ist aus epidemiologischen oder auch ökologischen Gründen nützlich, wenn harte Maßnahmen durchzusetzen sind…
...An die Stelle demokratischer Deliberation der politischen Frage, wie wir gemeinsam leben oder auch sterben wollen, darf nicht länger die Unterwerfung der Exekutive unter das szientistische Diktat weniger, machtpolitisch unreflektierter Naturwissenschaften treten. Umgekehrt sollten sich die gefeierten Disziplinen wieder etwas Abstand zur Macht gönnen – auch um den kritischen Wissenschaften etwas Platz zu machen, die derzeit „gesilenced“ werden. Oder will man die Kritik weiter der Querdenkerei überlassen? Es geht bei Corona nicht nur um „Naturforschung“, sondern um das Zusammenleben. Auch in dieser Hinsicht wäre es ermutigend, wenn sich die derzeit gehypten Wissenschaften als lernfähig erweisen würden. "
 
 
 
08.03.21
 
 
Vier Forscher des Instituts für Biostatistik der Universität von Florida haben gemeinsam eine Studie verfasst, die online im Journal der American Medical Association veröffentlicht wurde.
Sie führten eine Meta-Analyse von 54 Studien durch, in denen die sekundäre Angriffsrate von SARS-CoV-2 in Haushalten untersucht wurde. Gemäss CDC (Centers for Disease Control and Prevention) ist die sekundäre Angriffsrate die Anzahl neuer Fälle unter den Kontakten geteilt durch die Gesamtzahl der Kontakte.
Die Forscher bestätigten, dass SARS-CoV-2 mit einer Sekundärangriffsrate von 16,6% ansteckender ist als andere Coronaviren (7,5% für SARS-CoV und 4,7% für MERS-CoV).
Die Sekundärangriffsrate für symptomatische Fälle betrug 18,0% und die Rate für asymptomatische und präsymptomatische Fälle 0,7%. Die asymptomatische Sekundärangriffsrate unterscheidet sich statistisch nicht von Null.
Quelle: Household Transmission of SARS-CoV-2
A Systematic Review and Meta-analysis
Zachary J. Madewell, PhD1; Yang Yang, PhD1; Ira M. Longini Jr, PhD1; et al
 
dazu auch vom November 20:  
Eine chinesische Studie in der Millionenstadt Wuhan, von der die Sars-Cov-2-Infektionen ausgegangen sein sollen, hat gezeigt, dass sogenannte asymptomatisch Infizierte keine Ansteckungsgefahr sind. Dabei sind laut einem Bericht des Deutsches Ärzteblatts vom 2. Juni 2020 etwa zehn Millionen Menschen im Mai dieses Jahres getestet worden. Dabei seien insgesamt nur 300 asymptomatische Infektionen entdeckt worden.
Die angesteckten Personen und 1.174 enge Kontaktpersonen seien isoliert worden und medizinisch beobachtet worden, hieß es unter Berufung auf chinesische Medien. Die Menschen aus der zweiten Gruppe seien aber negativ getestet worden, wurde später gemeldet. Die vollständigen Ergebnisse der Studie wurden am 20. November 2020 auf der Webseite der Zeitschrift Nature online veröffentlicht. Nach Angaben der chinesischen Wissenschaftler sind bei den Personen, die positiv getestet und als asymptomatisch Infizierte gemeldet wurden, die anschließend angelegten Viruskulturen aber negativ gewesen. Das deute darauf hin, „dass in den in dieser Studie nachgewiesenen positiven Fällen kein ‚lebensfähiges Virus‘ vorhanden war“, so die Autoren.
 
 
 
06.03.21
 
 
3. März 2021 Ufuk Parildar, Rafael Perara und Jason Oke
" Das Coronavirus (SARS-nCOV2) hat weltweit zu einem deutlichen Anstieg der Todesfälle geführt, jedoch mit erheblichen Unterschieden zwischen den Ländern. Einige dieser Unterschiede sind auf Unterschiede in der Art und Weise zurückzuführen, wie Länder die Todesursache zuschreiben. Diese Verzerrung kann überwunden werden, indem übermäßige Todesfälle aller Ursachen verglichen werden, was eine objektivere Maßnahme darstellt. Darüber hinaus können Schätzungen über übermäßiger Todesfälle uns helfen, nicht nur Todesfälle zu verstehen, die direkt auf COVID-19 zurückzuführen sind, sondern auch solche, die indirekt auftreten (Kollateralschaden).
Die Gesamtmenge der Übersterblichkeit hängt auch von der Altersstruktur einer Bevölkerung ab. Länder mit Altersstrukturen, die auf eine ältere Bevölkerung ausgerichtet sind, weisen eine höhere Sterblichkeit auf als Länder mit einer Altersstruktur, die auf eine jüngere Bevölkerung ausgerichtet ist. Durch die Standardisierung der Altersstrukturen können wir angemessenere Vergleiche anstellen.
Viele frühe Berichte, in denen übermäßige Todesfälle infolge der COVID-19-Pandemie verglichen wurden, berücksichtigten nicht die Bevölkerungsgröße, die Altersverteilung und konzentrierten sich hauptsächlich auf die erste Phase der Pandemie. Hier stellen wir aktualisierte Schätzungen der Übersterblichkeitsraten für das Jahr 2020 zur Verfügung, die auf eine Referenzpopulation standardisiert sind. ... "
Quelle: Center of Evidence Based Medicine - Oxford
Anmerkung: Die Untersuchung macht einen Vergleich bei der Übersterblichkeit zwischen verschiedenen Ländern möglich. Bei einer Veränderung der Alterstruktur in der Bevölkerung in dem herangezogenen Zeitraum kann es aber zur Über- oder Unterschätzung kommen. Darauf weisen die Autoren auch hin:  "In addition, using simple averages of historical mortality data could underestimate if there is a significant downward trend in mortality or overestimated if there are upward trends." (Beispiel: Anstieg der Zahl der Über-80-jährigen in Deutschland führt zu einer Erhöhung der erwarteten Sterblichkeit und in diesem Fall zu einer Überschätzung der aktuellen Übersterblichkeit auf 3,3% - dazu siehe auch https://www.heise.de/tp/features/Keine-Uebersterblichkeit-trotz-Covid-5001962.html)
 
dazu auch:
 
„Schweden ist gescheitert“, „Schweden hat versagt“ und „der schwedische Sonderweg ist beendet“ – diese Narrative zogen sich im vergangenen Jahr, mit wenigen Ausnahmen, durch die deutsche Medienlandschaft: Nichts davon ist wahr und die Belege dafür werden immer deutlicher. Von Henning Rosenbusch.
"Das Zentrum für evidenzbasierte Medizin der Universität Oxford veröffentlichte vorgestern Berechnungen zur Übersterblichkeit verschiedener Länder im Pandemiejahr 2020. Die Ergebnisse hätten einschlagen müssen wie eine Bombe, doch das taten sie nicht. Weder in Schweden, noch in Deutschland wurde bisher darüber berichtet, zu welchem Ergebnis die Experten für medizinische Statistik gekommen sind.
Sie berechneten für Schweden eine Übersterblichkeit im Jahre 2020 von 1,5 Prozent. Und für Deutschland 3,3 Prozent. Diese statistischen Berechnungen sind zwar momentan noch keinem Peer Review unterzogen worden, es wäre jedoch überraschend, wenn sich die Statistik-Experten der angesehenen Universität dabei großartig vertan hätten. ... "  Quelle: Nachdenkseiten
 

 

02.03.21

 

 

168 Millionen Kinder weltweit seit einem Jahr ohne Schule
"14 Länder befinden sich laut Unicef seit März 2020 weitgehend im Lockdown – mit katastrophalen Folgen für Schulkinder: Für Millionen von ihnen ist der Unterricht komplett oder größtenteils ausgefallen." Quelle: SPIEGEL
"Seit fast einem Jahr sind nach Angaben von Unicef mehr als 168 Millionen Kinder weltweit wegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vom Schulunterricht ausgeschlossen. 214 Millionen Kinder hätten mehr als drei Viertel ihres Unterrichts verpasst, berichtete das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore sprach von einer »katastrophalen Bildungskrise« wegen des weltweiten Lockdowns.
In Schulen würden Kinder sich mit Gleichaltrigen austauschen, Unterstützung erhalten, Zugang zu Gesundheitsdiensten und Impfungen sowie eine Mahlzeit bekommen. Die am stärksten Gefährdeten und die Kinder ohne Zugang zu Distanzunterricht sind laut Unicef einem erhöhten Risiko ausgesetzt, nie in die Schule zurückzukehren und zu Kinderehen oder Kinderarbeit gezwungen zu werden. »Die am meisten benachteiligten Kinder zahlen den höchsten Preis«, sagte Fore. »Wir dürfen nichts unversucht lassen, um die Schulen offen zu halten oder ihrer raschen Wiedereröffnung Priorität einzuräumen.« ..."

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-pandemie-mehr-als-168-millionen-kinder-weltweit-seit-fast-einem-jahr-ohne-schule-a-4a70ad77-8044-4226-a66a-0b5f4b1f94cb

 

dazu auch:

 

Verzweifelte Oberschüler - Einsame Maschinen zwischen Bett und Schreibtisch
"Berliner Oberschüler fordern das Ende des Lockdowns: Texte auf einer digitalen Pinnwand sprechen von Einsamkeit, Panikattacken und totaler Überforderung." Quelle: Berliner Zeitung
"Berlin – An einer Oberschule in Tempelhof-Schöneberg kam eine Schülerin auf die Idee, ein Padlet (eine digitale Pinnwand) zu erstellen, auf der ihre Mitschüler Texte über ihre Gefühle im Lockdown veröffentlichen können. Carlotta, die Initiatorin, hatte zwei schlichte Fragen gestellt: „Wie geht es mir?“ und „Was können die Schule, die Lehrer*innen oder auch wir verändern, damit es uns besser geht?“ Mit diesen Fragen hat sie den blank liegenden Nerv ihrer Schulkameraden getroffen. Gedacht als Möglichkeit, allen Schülern eine Stimme zu geben, entsteht ein erschütterndes Bild vom seelischen Zustand der Jugendlichen. Besonders diejenigen, die in wenigen Wochen mit ihren Abschlussprüfungen beginnen, sehen sich einem gnadenlosen Druck ausgeliefert, funktionieren zu müssen. Wie „einsame Maschinen“ pendeln sie vom Bett zum Schreibtisch und fragen sich, wann das alles ein Ende haben wird. Weil die Texte in der Schulgemeinschaft auf große Resonanz stießen, haben Schulleitung und Schülervertretung gemeinsam beschlossen, sie in anonymisierter Form einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.…"

https://www.berliner-zeitung.de/lernen-arbeiten/verzweifelte-oberschueler-wie-einsame-maschinen-pendeln-vom-bett-zum-schreibtisch-li.143531

 

Corona-Krise trifft Arme extra hart - Soforthilfen jetzt!

Quelle: Der Paritätische

"Die Covid-19-Pandemie mit all ihren wirtschaftlichen und sozialen Folgen ist eine Herausforderung für uns alle. Doch sie trifft die Ärmsten in der Gesellschaft besonders hart. Sie warten noch immer auf angemessene Unterstützung.

Wir fordern daher...

  • ...die bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze auf mindestens 600 Euro für alle Menschen, die auf existenzsichernde Leistungen wie etwa Hartz IV angewiesen sind. Denn schon vor Corona fehlte es den Armen an Geld für eine ausgewogene, gesunde Ernährung und ein Mindestmaß an sozialer, politischer und kultureller Teilhabe.

  • ...für die Dauer der Krise einen pauschalen Mehrbedarfszuschlag in der Grundsicherung von 100 Euro pro Kopf und Monat. Denn es entstehen durch Corona zusätzliche Bedarfe durch wegfallende Schulessen, Preissteigerungen bei Obst und Gemüse, Mehrausgaben für Hygieneartikel und Masken oder Spielzeug und Bücher für Kinder im Lockdown.

  • ...für die Dauer der Krise ein Verbot von Zwangsräumungen und die Aussetzung von Kreditrückzahlungen, um einkommensarme Menschen vor Corona-bedingtem Wohnungsverlust und Existenznot zu schützen."

  • Hier Appell unterzeichnen: https://www.der-paritaetische.de/coronahilfe/

Quelle: heise.online, Florian Schwinn
"Alles in allem tragen wir einen Chemiecocktail vor Nase und Mund, der nie auf seine Giftigkeit und niemals auf etwaige Langzeitwirkungen untersucht wurde.
Es war die Angst vor den Mutanten des Sars-CoV2-Virus, die die Ministerpräsidenten Mitte Januar dazu brachte, die Maskenpflicht noch einmal zu verschärfen. Seitdem müssen wir in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln FFP2- oder OP-Masken tragen. Und genau diese Masken sind für diese Anwendung nicht geeignet, denn "was wir da über Mund und Nase ziehen, ist eigentlich Sondermüll", sagt Prof. Michael Braungart, der wissenschaftliche Leiter des Hamburger Umweltinstituts."
 
 
 
Quelle: Nachdenkseiten / Jens Berger
Trotz Anlaufschwierigkeiten wurden in Deutschland bereits mehr als fünf Millionen Impfdosen verabreicht. Rund 1,8 Millionen Menschen haben die zweite Dosis erhalten und damit bereits einen Impfschutz. Von Nebenwirkungen und Zwischenfällen hört man jedoch erstaunlich wenig, obgleich die Medien auf regionaler Ebene nahezu täglich davon berichten. Der jüngste Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zählt insgesamt 7.690 gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen, darunter 1.178 schwere Fälle und 223 Todesfälle. Das sei statistisch zu erwarten gewesen, die Menschen starben demnach nicht an, sondern mit der Impfung. Diese Erklärung ist zwar durchaus plausibel, dennoch ist es erstaunlich, wie intransparent derartige Daten in Deutschland gesammelt und veröffentlicht werden. Andere Länder sind da offener.

 

 

26.02.21

 

"Schwere Covid-19-Krankheitsverläufe, die einen Spitalsaufenthalt erzwingen, hängen laut einer neuen US-Studie mit vier Vorerkrankungen zusammen: Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Herzinsuffizienz. Ohne diese Risikofaktoren könnten fast zwei Drittel der Spitalsaufenthalte vermieden werden.
Ein Team um den Kardiologen Dariush Mozaffarian von der Tufts University hat für die soeben erschienene Studie über 900.000 Krankenaufenthalte in den USA untersucht, die bis Mitte November des Vorjahrs auf Covid-19 zurückzuführen waren.
30 Prozent von ihnen hingen mit Dickleibigkeit zusammen, 26 mit Bluthochdruck, 21 mit Diabetes und zwölf mit Herzinsuffizienz. In Kombination ergibt das laut einer Modellberechnung der Forscher und Forscherinnen 64 Prozent schwere Verläufe, die verhindert werden hätten können. Die Patienten und Patientinnen hätten sich zwar dennoch infiziert, ein Krankenhausaufenthalt wäre aber unnötig gewesen."
Quelle: ORF.at
 

 

22.02.21

 

 

Berliner Amtsärzte fordern Abkehr von Lockerungen nach Inzidenzwert
"In einem Schreiben an den Berliner Senat haben alle zwölf Amtsärzte eine veränderte Lockerungsstrategie gefordert. Sie kritisieren „NoCovid“-Konzepte scharf.

Quelle: Tagesspiegel
Das Papier wurde am Wochenende an die Senatskanzlei geschickt. Dort wird in Vorbereitung auf die Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März gerade an Öffnungsszenarien gearbeitet. „Diese Inzidenzen bilden nicht das wirkliche Infektionsgeschehen ab“, schreiben die Amtsärzte. Sie seien von Testkapazitäten und dem Testwillen der Menschen abhängig. „Dadurch kommt es zu Schwankungen, die nicht die infektiologische Lage widerspiegeln.“
Es sei ein Unterschied, ob Inzidenzen durch Cluster-Ausbrüche oder breite Durchseuchung zustande kämen und auch, welche Altersgruppen infiziert seien, argumentieren die Mediziner. Stattdessen schlagen sie vor, Maßnahmen nach den möglichen Konsequenzen einer Erkrankung auszurichten." ...

"Sogenannte „NoCovid“-Strategien, wie sie von führenden Wissenschaftlern erarbeitet wurden, kritisieren die Amtsärzte scharf. Diese würden „den Lebenswirklichkeiten nicht gerecht“, heißt es. Diese Modelle würden andere Fragen der öffentlichen Gesundheit völlig außer Acht lassen. "

https://www.tagesspiegel.de/berlin/20-35-oder-50-nicht-zielfuehrend-amtsaerzte-fordern-abkehr-von-lockerungen-nach-inzidenzwert/26937634.html

 

 

Quelle: Pflege-Ethik-Initiative

... "Da der Staat, unterstützt von einem Großteil der Gesellschaft, das Impfprogamm durchziehen will, werden wohl noch sehr viele sterben müssen, bevor zugegeben wird, dass das Impf-Risiko nicht länger akzeptiert werden kann. " ...

http://pflegeethik-initiative.de/2021/02/17/sterben-nach-impfung/

 

 

 

Psyche und Corona

"Ängste und psychische Probleme mindern den Immunschutz – und können Virusinfektionen den Weg ebnen. Ein Psychoneuroimmunologe warnt vor zu langem Lockdown.
Je mehr Menschen in der Pandemie chronische Ängste entwickeln oder in soziale Isolation geraten, desto anfälliger werden sie für Infektionen, sagt der Psychoneuroimmunologe Christian Schubert."     Quelle Berliner Zeitung
"Lange Zeit glaubten Mediziner, das Immunsystem arbeite autonom. Mittlerweile weiß man, dass es mit anderen Subsystemen des Organismus kommuniziert. Im Interview mit der Berliner Zeitung erklärt der Psychoneuroimmunologe Christian Schubert, welche immunologischen Konsequenzen chronischer Stress haben kann und mit welchen Methoden die Impfwirkung gesteigert werden könnte. Er fordert von der Medizin: nicht mehr mechanisch zu denken." ...
 
 
 
Die Anwältin Jessica Hamed erzählt, aus welchen Gründen ihre Mandanten in der Corona-Pandemie vor Gericht kämpfen müssen. Quelle: Berliner Zeitung
..." Die Aggression auf beiden Seiten ist die Folge der Angstmacherei, die die Politik bewusst und gezielt betrieben hat. Das wissen wir heute aus den einschlägigen Dokumenten der Beratungen zum ersten Lockdown, die soeben veröffentlicht wurden. Diese Strategie der Angst ist aufgegangen: Die einen fürchten sich vor dem Virus und der Möglichkeit, qualvoll daran zu sterben oder anderen den Tod zu bringen. Die anderen fürchten sich davor, dass unsere Freiheitsgrundrechte für immer verloren sein werden und wir in einer Diktatur enden. Die Auseinandersetzung nimmt immer radikalere Züge an...."
 
 
Ulrike Guérot: „Ja, ich möchte mit Christian Drosten über Freiheit diskutieren“ Quelle: Berliner Zeitung
Ist der Lockdown übertrieben? Sind die Kollateralschäden zu groß? Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot sagt: Sicherheit dürfe nicht über Freiheit stehen.
 
 

20.02.21

 
CODAG Bericht Nr.8
..."Zusammenfassend lässt sichdamit bestätigen, was die derzeitige Literatur hergibt. Wir konnten keinen sichtbaren und auch keinen nachweisbaren Zuswammenhang des Infektionsgeschehens bei Schülern bzw. bei der Gruppe der 5-14 Jährigen und der übrigen Population finden."...
 
dazu auch:
 
Die Rückkehr zum Präsenzunterricht war überfällig. Denn die Schäden der Schließungen sind zu gravierend
Sebastian Puschner | Der Freitag 07/2021
"Der Elfjährige, der immer stiller wird. Die Erstklässlerin, die ihre neuen Freundinnen schon seit Monaten nicht mehr gesehen hat. Oder der 14-Jährige, der jetzt wirklich nur noch am Zocken ist. Drum herum all das Corona-Geschrei zum Thema Schule, in dem Gerald Hüthers wohltuend leise, kluge Stimme fast verklingt. Dabei sollten alle zuhören, was der Neurobiologe zu sagen hat. So gut wie er kann hierzulande niemand erklären, was während der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen geschieht. Von der Schule als „Ort, wo die Kinder ihre tiefsten und lebendigsten Bedürfnisse stillen“, sprach Hüther jüngst im Deutschlandfunk, und vom Lob der Erwachsenen dafür, wie brav die Kinder all die Regeln einhielten seit einem Jahr. Solches Lob zeige, wie wenig die Erwachsenen verstünden, was es bedeutet, dass Kinder alles, was am lautesten in ihnen ruft – Triff Freunde! Spiele! Tobe! –, unterdrücken. So sehr, dass im Hirn die entsprechenden Motivationszentren mit „hemmenden Verschaltungen“ überbaut würden, so Gerald Hüther, die für kindliche Lebendigkeit verantwortlichen Zentren würden „eingekapselt“. „Dann ist das Bedürfnis nicht mehr spürbar.“ ...
 

 

18.02.21

 

 

2020 weniger Intensivfälle und Beatmungsfälle

Im Vergleich zum Jahr 2019, das kein aufälliges Grippejahr wie 2018 war, wurden im Jahr 2020 sogar weniger Intensiv- und Beatmungsfälle in deutschen Krankenhäusern registriert. Ein Vergleich zum Jahr 2018, als an manchen Tagen bis zu fast 4000 Menschen pro Tag starben, liegt leider nicht vor.

https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie

 

Abb.: Wöchentlicher Verlauf aller Intensivfälle (INT) und der Beatmungsfälle (Beatmung), sowie der COVID-19-bedingten Intensivfälle (U07.1 INT) und Beatmungsfälle (U07.1 Beatmung) für die Jahre 2019 und 2020.

 

 

 

 

Kritik an Inzidenzwerten: „Die Datenlage zu den Mutationen ist viel zu dünn“
Der Statistik-Professor Gerd Bosbach fordert repräsentative Stichproben sowie mehr Tests bei Mutanten und kritisiert das Robert-Koch-Institut.

"Im Landkreis Prignitz im äußersten Nordwesten Brandenburgs ist die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt stark gestiegen – also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Ein Grund ist, dass viel getestet wurde. Der emeritierte Mathematik-Professor und Statistiker Gerd Bosbach, 67, spricht im Interview über die Beliebigkeit von Inzidenzen in Zeiten der Pandemie, die Kraft von repräsentativen Stichproben und den fahrlässigen Umgang mit Virus-Mutationen.

Herr Bosbach, gilt in Deutschland: Wer viel testet, hat eine hohe Inzidenz, hat Pech gehabt?

Ja, wer viel sucht, findet auch viel – vor allem bei den Symptomlosen.

Taugt die Inzidenz aus Sicht des Statistikers dann überhaupt als Indikator, um Beschränkungen zu lockern oder auszuweiten?

Grundlage von Beschränkungen oder Lockerungen sollte die Zahl der aktuell Infizierten sein, nicht der positiv Getesteten. Die Inzidenz wäre eine halbwegs taugliche Krücke, wenn man wüsste, dass die Dunkelziffer gleich hoch bliebe. Tut sie aber nicht. Um die Dunkelziffer zu bestimmen, müsste eine repräsentative Bevölkerungsgruppe getestet werden. Das ist in Deutschland nur punktuell passiert. Eine flächendeckende repräsentative Untersuchung hat das Robert-Koch-Institut, ich muss das leider so sagen: verweigert. Wir wissen daher nicht, wie hoch sie ist." ...

Quelle: Berliner Zeitung, 18.2.2021
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/mathematiker-die-datenlage-zu-den-mutationen-ist-viel-zu-duenn-li.140445

 

 

 

Die beiden ersten zugelassenen mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19

"Zusammenfassung: Für die ersten beiden in der EU am 21.12.2020 (BNT162b2) und am 6.1.2021 (mRNA-1273) bedingt zugelassenen mRNA Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 ist nachgewiesen, dass sie bei den untersuchten Personengruppen und den im letzten Quartal 2020 prävalenten Virusvarianten über einen Zeitraum von mindestens 2-3 Monaten symptomatische COVID-19-Infektionen und schwere Verläufe verhindern können. Erfreulicherweise wirken sie auch bei den am meisten durch COVID-19 Bedrohten, den älteren Menschen. Einige wichtige Personengruppen wurden in den Studien jedoch nicht oder nur unzureichend untersucht: Immunsupprimierte, Schwangere, Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen ≥ 80 Jahre. Die Ergebnisse dürfen also nicht ohne weiteres auf diese übertragen werden. Auch sollten die genannten relativen Zahlen zur Wirksamkeit (95% bzw. 94,1%) mit großer Vorsicht bewertet werden, denn sie sind an relativ wenigen Infizierten erhoben worden. Da der Impfschutz nicht vollständig ist, die Nachbeobachtungszeit erst wenige Wochen beträgt und die Antikörperspiegel mit der Zeit sinken, kann die Dauer der protektiven Immunität nicht sicher beurteilt werden. Weitere offene Fragen zur Wirksamkeit betreffen die Prävention asymptomatischer Infektionen und v.a. die für die Eindämmung der Pandemie sehr wesentliche Erzeugung einer sterilen Immunität, d.h. die Verhinderung einer Übertragung des SARS-CoV-2 durch Geimpfte. Die Verträglichkeit beider Impfstoffe ist – verglichen mit anderen Impfungen – eher mäßig. Mehr als drei Viertel der Geimpften hat in der Woche nach der Impfung lokale und mehr als die Hälfte systemische unerwünschte Arzneimittelereignisse (UAE). Sie sind nach der 2. Impfung häufiger als nach der 1. und bei Jüngeren häufiger als bei Älteren. Unklar sind noch die Häufigkeit und Bedeutung später auftretender UAE. Weil die Pharmakovigilanz in der jetzt begonnenen Impfkampagne besonders wichtig ist, soll bereits der Verdacht von UAE im Zusammenhang mit der Impfung an die zuständigen Institutionen gemeldet werden. Außerdem sollte die Bevölkerung gründlich und evidenzbasiert über Nutzen und Risiken der Impfstoffe aufgeklärt werden. Hierzu gehört auch, dass die Ergebnisse der klinischen Studien allgemeinverständlich dargestellt und Erfahrungen aus den bereits angelaufenen Impfprogrammen zeitnahe kommuniziert werden. " ...

Quelle: Der Arzneimittelbrief
https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2021&S=01

 

 

 

Auswirkungen der Pandemie: Mehr Kinder und Teenager in der Psychiatrie

"Seit Beginn der Corona-Pandemie kommen in Berlin deutlich mehr Kinder und Jugendliche in psychiatrische Kliniken.  Das geht aus einer Sonderauswertung der Krankenkasse DAK hervor, die am Dienstagvormittag veröffentlicht werden soll. Danach haben sich in der Hauptstadt im ersten Halbjahr 2020 Psychiatrie-Einweisungen junger Menschen fast verdoppelt." ... „Klinikaufnahmen sind die Spitze des Eisbergs. Wenn die sich verbreitert, kann man davon ausgehen: Hoppla, da passiert etwas“, sagt Christoph Correll, Direktor der Klinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie am Charité-Campus Virchow. Er zählt auf, was in seiner Klinik häufiger vorkommt als vor der Pandemie: „Sehr magere essgestörte Mädchen, noch dünner als früher. Wahrscheinlich, weil Lehrer, Freundinnen oder Kinderärzte als Korrektiv fehlen.“ Dazu fällt ihm mehr Hautritzen als zerstörerische Bewältigungsstrategie auf."...  Quelle: Berliner Zeitung
https://www.berliner-zeitung.de/news/berlin-mehr-kinder-und-teenager-in-der-psychiatrie-li.140131

 

 

16.02.21

 

 

"Freiheit, die ihre Ungefährlichkeit beweisen muss, ist abgeschafft."

... "Vorsorge ist gut – aber vor allem nie abgeschlossen. Deswegen ist sie auch typischerweise gerade nicht mit flächendeckendem Zwang und Verboten verbunden – denn der Vorsorgestaat würde kein Ende finden, tödlichen Gefahren entgegenzutreten, wenn er damit einmal beginnt. Das Verfassungsrecht hat diese Einsicht bisher abgebildet, indem es tatsächliche Grundlagen für Vorsorge- oder Risikoregelungen und die damit verbundenen Grundrechtseingriffe verlangt: Kausalität, Zurechnung, Verantwortung, eingetragen in den Erfahrungsspeicher der Rechtsordnung etwa bei Umwelt und Terrorismusbekämpfung. Nur in unübersichtlichen, zeitlich und sachlich begrenzten Sondersituationen wurde dem Staat zugebilligt, „auf Verdacht“ zu handeln. So konnte es auch zu Beginn der Corona-Epidemie im letzten Frühjahr vertreten werden. Aber statt die Anforderungen etwa an den Nachweis von Tatsachen und Begründungen für die Wirksamkeit von Maßnahmen zu erhöhen, wird ganz im Gegenteil derzeit erwartet, dass sich das Publikum an eine „Im-Zweifel-für-die-Sicherheit“-Begründung gewöhnen soll. Der Begriff der Vorsorge kehrt die Beweislast um. Man sollte ehrlich sein: Freiheit, die ihre Ungefährlichkeit beweisen muss, ist abgeschafft. …

Quelle: Hinnerk Wißmann in Verfassungsblog

 

 

"Pest oder Corona?"

"Der Aufruf ZeroCovid hat in der linken Zivilgesellschaft eine Debatte über Grundrechte, Demokratie und globale Corona-Politiken eröffnet. Diese Debatte müssen wir fortsetzen – allerdings ohne falsche Vereinfachungen"

"... Die zentrale Forderung nach einem harten und baldigen Shutdown birgt daher die Gefahr, massive staatliche Durchgriffe zu stützen und zu idealisieren, ohne dass es zu den erhofften sozial- oder demokratiepolitischen Effekten kommt – sondern eher zu ihrem Gegenteil. " ...

Von Mario Neumann und Ramona Lenz 

Quelle: analyse & kritik Zeitung für linke Debatte & Praxis

 

https://www.akweb.de/bewegung/pest-oder-corona/

 

 

 

13.02.21

 

Virologe Stöhr: „Corona ist auf dem Rückzug“

Der Virologe und Epidemiologe Klaus Stöhr sieht das Abklingen der Corona-Pandemie. Die Angst vor den Mutationen hält er für unbegründet.        Quelle: Berliner Zeitung

Klaus Stöhr hat an der Universität Leipzig Epidemiologie und Veterinärmedizin studiert. Stöhr war lange Jahre Leiter des Global-Influenza-Programms. Als Sars-Forschungskoordinator der WHO hat sein internationales Team das Sars-Virus 2003 entdeckt. Er arbeitete später für den Pharmakonzern Novartis.   

"Berliner Zeitung: Laut neuesten WHO-Zahlen gehen die Corona-Fälle weltweit deutlich und schnell zurück. Kann man sagen: Corona ist auf dem Rückzug?

Klaus Stöhr: Ja, gegenwärtig kann man das so sagen. Die Pandemie ist global eindeutig rückläufig. Die aktuellen Zahlen der WHO zeigen das ganz deutlich. Einige Entwicklungen sind besonders überraschend. Das betrifft vor allem den Rückgang der Zahlen in Nordamerika. Die Entwicklung entspricht dem, was wir zum Beispiel von den Pandemien 1957 und 1968 kennen. Es gibt Wellen, die dann nach drei Monaten wieder zusammenbrechen. Das heißt nicht, dass sie verschwinden wird – in einigen Ländern wird die Pandemie zum Jahrsende verschwunden sein, in anderen noch viel länger laufen.

Wann verschwindet eine Pandemie grundsätzlich?

Das Endergebnis einer Pandemie ist immer die Herdenimmunität. Der Begriff der Herdenimmunität ist zu Beginn der Pandemie schwer in Verruf geraten. Er ist jedoch nur eine Maßzahl, die angibt, wie viele Menschen schon immun sind. Der Begriff kommt aus der Biologie. Ist die Herdenimmunität hoch, verursacht ein Virus nur noch milde Erkrankungen. Dann wird das Virus weiter zirkulieren, aber nur noch milde Erkrankungen hervorrufen."

 
 
 
12.02.21
 

Söder schmeißt kritischen Professor aus dem Ethikrat

 

Er äußerte scharfe Kritik am Lockdown, warnte vor „massiven Kollateralschäden“ der Corona-Maßnahmen: Christoph Lütge (51), Wirtschaftsethik-Professor an der TU München, war das wohl unbequemste Mitglied des Bayerischen Ethikrats.

Jetzt hat Ministerpräsident Söder den kritischen Professor aus dem Ethikrat geworfen!

Sein Name verschwand von der Liste der Mitglieder. Auf BILD-Anfrage bestätigte eine Sprecherin der Bayerischen Staatskanzlei, dass der Ministerrat am 2. Februar „einstimmig beschlossen“ habe, „die Bestellung von Herrn Professor Lütge in den Bayerischen Ethikrat zu widerrufen“.

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/er-kritisierte-den-lockdown-soeder-schmeisst-kritischen-professor-aus-ethikrat-75316816.bild.html

 
 
11.02.21
 
 
"Schule und Kita sind geschlossen und viele haben seit Wochen ihre Freundinnen und Freunde kaum gesehen: Wie sehr Kinder und Jugendliche unter dem Lockdown leiden, zeigt eine Studie, die das Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) am Mittwoch veröffentlicht hat."   Quelle: NDR
"Fast jedes dritte Kind zeigt demnach ein knappes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland psychische Auffälligkeiten. Sorgen und Ängste hätten noch einmal zugenommen, auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden wie zum Beispiel Niedergeschlagenheit oder Kopf- und Bauchschmerzen seien verstärkt zu beobachten, sagte die Leiterin der Studie, Ulrike Ravens-Sieberer. Die Lebensqualität habe sich weiter verschlechtert.
"Ein Ausdruck der Erschöpfungen"
Die Ergebnisse seien "ein Ausdruck der Erschöpfungen durch die langanhaltenden Belastungen", sagte Ravens-Sieberer. "Mit den geschlossenen Schulen und Freizeiteinrichtungen ist ein Großteil der Lebensräume der Kinder weggefallen." Ihnen würden die Freunde und die sozialen Kontakte fehlen. Schwierigkeiten beim Lernen und beim Distanzunterricht drückten zusätzlich auf die Stimmung.
Mehr Smartphone und Süßigkeiten, weniger Sport
Zehnmal mehr Kinder als vor der Pandemie und doppelt soviele wie in der ersten Befragung machen demnach überhaupt keinen Sport mehr. Aber Freunde und Freundinnen treffen, sich in einer Mannschaft einordnen, mit Sieg und Niederlagen umgehen - das alles sei für die Entwicklung von Kindern enorm wichtig, so die Studienleiterin. Gleichzeitig würden die Mädchen und Jungen mehr Süßigkeiten essen und noch häufiger vor Tablet und Handy sitzen.
Es komme außerdem häufiger zu Streit in den Familien. Auch die Eltern, so Ravens-Sieberer, kämen zunehmend an ihre Grenzen. Bei ihnen und bei den Kindern und Jugendlichen hätte sich auch im zweiten Teil der Untersuchung bestätigt: Wer vor der Pandemie gut dastand, wer sich in seiner Familie gut aufgehoben fühlt, der komme auch gut durch die Pandemie. "Sorgen machen uns die Familien aus schwierigen sozialen Verhältnissen", sagte Ravens-Sieberer. Sie wies aber auch darauf hin, dass psychische Belastungen nicht das gleiche wie psychische Erkrankungen seien "

 

10.02.21

 

Covid-19: Bekämpfungsstrategie und Entscheidungsfindung

Unter der Plattform „CoronaStrategie“ hat sich eine Arbeitsgruppe zusammengefunden um für einen stärkeren wissenschaftlichen Diskurs und interdisziplinäre Risikoeinschätzung in Vorbereitung von politischen Entscheidungen in der Pandemiebekämpfung zu werben.

Mitglieder: Prof. Dr. Klaus Stöhr Coordinator, Prof. Dr. Martin Exner, Prof. Dr. Walter Popp, Dr. Peter Walger Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene, Prof. Dr. Reinhard Berner Deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin, Prof. Dr. Arne Simon Deutsche Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie, Prof. Dr. Gerd Antes, Medizinstatistiker, Prof. Dr. Rene Gottschalk Gesundheitsamt Frankfurt, Prof. Dr. Ursel Heudorf MRE-Netzwerk, Rhein-Main, Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit Universität Hamburg, Prof. Dr. Matthias Schrappe, Hedwig François-Kettner Autorengruppe Thesenpapiere

 " Unsere Position

  • Die Stufenplanentwicklung schreitet in einigen Bundesländern und auch auf Bundesebene voran. Eine ausschließliche Ausrichtung auf die gesundheitlichen Schäden durch SARS-CoV-2 wäre für alle sicherlich die Präferenz. Es ist aber die Verantwortung der Politik, eine tragfähige und durchhaltbare Bekämpfungsstrategie im besseren Kompromiss zwischen den gesundheitlichen Auswirkungen einer Erkrankung, den Kollateralschäden für andere Gesundheitsbereiche, für die Gesellschaft und den Einzelnen durch die verordneten Maßnahmen, die wirtschaftlichen Effekte und notwendigen freiheitlichen Einschränkungen zu finden.
  • Angesichts der Aufwendungen für die Pandemiebekämpfung im Vergleich zu anderen Gesundheitsproblemen müssen die Fragen nach der Verhältnismäßigkeit der Bekämpfungsmaßnahmen beantwortet und gesamtgesellschaftlichen einschließlich gesundheitsökonomischer Bewertungen unterzogen werden. Die Bundesregierung muss einen Prozess der breiten Einbeziehung fachlicher Kompetenzen in die Entscheidungsvorbereitung zum Risikomanagement etablieren. Politische Entscheidungen auf der Grundlage der Risikobewertung von einzelnen Vertretern weniger Fachgebiete sind unzureichend und haben zur Polarisierung in der Pandemiebekämpfung beigetragen.
  • Besprechungen nur mit einzelnen Wissenschaftlern aus Spezialdisziplinen genügend nicht, ergebnissoffen Präventions- und Kontrolloptionen zu erarbeiten und ihre Vor- und Nachteile abzuwägen. Es existiert zu wenig oder kein Platz für den wissenschaftlichen Diskurs im Vorfeld der Entscheidungsfindung. Wesentliche Bereiche der Gesellschaft sind nicht vertreten. Es herrscht der Eindruck, dass Positionen, die nicht zum fest geprägten Standpunkt der Entscheidungsträger passen,  nicht berücksichtigt werden auch wenn sie die Entscheidungsfindung schärfen und die Suche nach der besten Lösung befördern können. Ein offener Diskurs mit allen wesentlichen Fachbereichen ist aber entscheidend zur Überwindung der Krise." ...

https://covid-strategie.de/

 

 

 

"Innenministerium spannte Wissenschaftler für Rechtfertigung von Corona-Maßnahmen ein"Quelle: WELT
"Das Bundesinnenministerium spannte in der ersten Welle der Corona-Pandemie im März 2020 Wissenschaftler mehrerer Forschungsinstitute und Hochschulen für politische Zwecke ein. Es beauftragte die Forscher des Robert-Koch-Instituts und anderer Einrichtungen mit der Erstellung eines Rechenmodells, auf dessen Basis die Behörde von Innenminister Horst Seehofer (CSU) harte Corona-Maßnahmen rechtfertigen wollte. […]
Im E-Mail-Wechsel bittet etwa der Staatssekretär im Innenministerium, Markus Kerber, die angeschriebenen Forscher, ein Modell zu erarbeiten, auf dessen Basis „Maßnahmen präventiver und repressiver Natur“ geplant werden könnten. […]
Darin wurde ein „Worst-Case-Szenario“ berechnet, laut dem in Deutschland mehr als eine Million Menschen am Coronavirus sterben könnten, würde das gesellschaftliche Leben so weitergeführt wie vor der Pandemie."
 
 
08.02.21
 

Alle Räder stehen still?

Zero Covid vernachlässigt die Erkenntnisse der feministischen Ökonomie sträflich.

 
Als Marxistin und Feministin bin ich erstaunt über das, was uns neuerdings als linke »Alternative« in der Coronapolitik angeboten wird. Der Unmut ist verständlich: Seit Anfang November ist Deutschland in einem Lockdown, der fast wöchentlich mit neuen Maßnahmen verschärft wird – und die Zahlen der positiv Getesteten steigen, davon nur minimal gedämpft, weiter. Grund genug, sich aus einer linken Perspektive nach einem Kurswechsel umzusehen. Doch genau das macht Zero Covid nicht. Es fordert mehr vom selben, nur härter, dafür solidarisch. Was das heißen soll und ob die Solidarität nicht spätestens dort endet, wo die geforderte Strategie nicht länger auf Zustimmung stößt, solche Fragen lässt der Aufruf diskret bei Seite. Irrelevant auch, dass der Einfluss verschärfter Lockdown-Maßnahmen auf das Infektionsgeschehen fraglich ist – was ein Blick auf die europäische Landkarte bestätigt: Diejenigen Länder, die die härtesten und längsten Lockdowns hatten, weisen die höchsten Sterblichkeitsraten auf.
 
 
Die Autorengruppe zu Corona - sieben interdisziplinäre Thesenpapiere in 9 Monaten
"...Ohne Zweifel sind bei der Beherrschung einer Epidemie Virologen und andere Grundlagenforscher von größter Bedeutung, aber die Autorengruppe war sich einig in der Ansicht, dass eine Epidemie nicht nur aus biologisch-medizinischer Perspektive zu verstehen ist, sondern immer auch aus gesellschaftlicher und fachübergreifender Sicht zu interpretieren und nur so zu kontrollieren ist. Aus diesem Grund kam es auch zu der interdisziplinären und interprofessionellen Zusammensetzung, die sich im Laufe der Zusammenarbeit noch weiter verbreiterte: nur durch Einbeziehung praktisch-medizinischer, pflegerischer, rechtsmedizinischer, soziologischer, juristischer und praktisch-politischer sowie politikwissenschaftlicher Sichtweisen kann die Ausbreitung einer Epidemie so gut verstanden werden, dass man die wichtigsten zu ergreifenden Maßnahmen erkennt, und die wichtigsten Auswirkungen erfasst, die über den Verlauf Auskunft geben. „Auswirkungen“ heißt definitiv nicht nur die „Zahl der Fälle“, sondern auch die Auswirkungen auf die Lebensqualität und Autonomie der Bürgerinnen und Bürger: es darf nicht sein, dass alte Menschen isoliert versterben, junge Menschen ihre Bildungschancen verlieren und sich die soziale Spaltung vertieft. Dies ist keine leichte Aufgabe, hat sich doch ein ganz neues, gesellschaftliches Narrativ in den Vordergrund geschoben: die Bilder von Bergamo, ein katastrophales Szenario, das beinahe alles zu rechtfertigen schien. Aber schauen wir uns heute die Situation mit Ruhe und kritischer Distanz an: es versterben von 100 hospitalisierten CoViD-19-Patienten genauso viel wie von 100 hospitalisierten Patienten mit einer ambulant erworbenen Pneumonie (gleichen Alters). In diesem Kontext hält sich CoViD-19 durchaus „im Rahmen“, auf jeden Fall besteht keine katastrophale Situation, die es erlauben würde, alle gesellschaftlich konstituierende Grundsätze außer Kraft zu setzen (so auch die Stellungnahme vor dem Gesundheitsausschuss des Bundestages, 9.9.2020). Das Problem besteht allerdings im zeitlichen Zusammentreffen und der Konzentration auf ältere Patienten, die für CoViD-19 charakteristisch ist ...."
 
 
 
Nach einem Jahr Pandemie zeigt sich, wie stark viele Kinder und Jugendliche belastet sind. Drei Experten berichten
 
 
 
02.02.21
 
 
Der Statistiker Göran Kauermann ist seit Oktober 2019 Dekan an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. In einem aktuellen Interview erklärt er, warum man in Corona-Zeiten nicht leichtfertig von "Übersterblichkeit" sprechen kann - und wieso das Datenmanagement des RKI besser werden muss. Quelle: Focus
"982.489 Sterbefälle hat das Statistische Bundesamt von Januar bis Dezember 2020 registriert - das sind rund 48.000 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Für viele gibt es für das Plus an Sterbefällen eine naheliegende Erklärung: Die Corona-Pandemie. Tatsächlich sind unter den Verstorbenen laut Robert-Koch-Institut 39.201 Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind.
Doch kann man von Übersterblichkeit sprechen? ...
Nein - das sagt zumindest der Münchner Statistiker Göran Kauermann in einem aktuellen Interview mit der "Welt". Die Zahl der Toten habe sich zwar im Vergleich zu den Vorjahren zwar erhöht, "sollte aber nicht leichtfertig als Übersterblichkeit interpretiert werden", erklärt er. Das hat für Kauermann zwei Gründe. Zum einen verweist er auf die Alterstruktur der Toten. "Sie müssen wissen, dass der Jahrgang 1940, also der heute 80-Jährigen, besonders geburtenstark war", zitiert ihn die "Welt".
2020 seien daher fast 50.000 Tote mehr zu erwarten gewesen als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Analyse, die vor kurzem im "Spiegel" zu lesen war. "Von Jahr zu Jahr leben in Deutschland immer mehr Menschen jenseits der 65 Jahre. Denn die Jahrgänge, die ins Rentenalter eintreten, bestehen aus immer mehr Menschen", heißt es darin. Vor diesem Hintergrund sei es logisch, dass auch die Zahl der Sterbefälle steige. ...."
 
 
 
01.02.21
 
 
Der frühere Politik-Chef der Süddeutschen Zeitung und Jurist sagt: Das Grundgesetz steht nicht unter Pandemie-Vorbehalt. 
Michael Maier, 30.1.2021 - Quelle Berliner Zeitung
"...Problematisch sind Kontaktverbote, bei denen uns der Staat plötzlich sagt, welche und wie viele Menschen wir wo treffen dürfen. Wir haben Ausgangssperren. Wir haben Einschränkungen der Gewerbefreiheit, die existenzgefährdend sind, für Gaststätten, Künstler, Friseure. Mir wird manchmal gesagt: Prantl, haben Sie sich nicht so, dann können Sie halt am Wochenende einmal nicht in die Alpen fahren. Doch darum geht es nicht. Es gibt das Grundrecht, mit anderen Menschen Kontakt zu pflegen. Das ist die Basis für Demokratie. Es gibt das Grundrecht, sich frei zu bewegen. Es gibt das Grundrecht, sich seinen Lebensunterhalt frei verdienen können. Das ist nicht ein Recht, möglichst viel Geld zu verdienen. Es ist das Recht, sich selbst um seine Existenz sorgen zu können. Die Maßnahmen jetzt werden die Existenzen von hunderttausenden Menschen zerstören. Wenn man, wie Beamte, ein gesichertes Einkommen hat, tut man sich leicht zu sagen: Das muss man jetzt eben einmal durchhalten. Ich wünsche mir, dass die, die über Maßnahmen entscheiden, an diejenigen denken, die ihre Jobs verlieren können.
Welches Grundrecht ist durch das Kontaktverbot eingeschränkt?
Die Freiheit der Person, die Bewegungsfreiheit, das Recht auf Kommunikation. Die Demokratie lebt von der Überwindung der sozialen Distanz. Jetzt verordnen wir die soziale Distanz. Dies geschieht mit einer Rigorosität, die ich für gefährlich halte. Was wir brauchen, ist nicht noch mehr Härte beim Lockdown, sondern mehr Differenzierung. Das Recht auf Leben ist ein Hauptgrundrecht – natürlich. Aber die Mittel, um dieses Recht zu sichern, müssen geeignet, angemessen und erforderlich sein. Es geht um Maß und Verhältnismäßigkeit. Jetzt erleben wir, wie Politiker mit harten Maßnahmen punkten wollen, wie ein Politiker den anderen überbieten will, mit einem noch härteren Lockdown, noch härteren Maßnahmen. Die Grundrechte verpflichten: Sie verpflichten, nicht generalisierend und pauschalisierend vorzugehen, sondern differenziert. Demokratie heißt nicht, alles über einen Kamm zu scheren.
Das Kontaktverbot hat massive Folgen in den Altersheimen, und das seit Monaten. Welches Grundrecht wird hier verletzt?
Es ist ein Grundrecht, dass alte Menschen begleitet und geleitet werden. Es ist ein Grundrecht, dass sie nicht isoliert, allein und verlassen sterben müssen. Es gehört zur Menschenwürde, dass ihnen in den letzten Tagen und Stunden ein Angehöriger die Hand hält, wenn sie das wünschen. Das gehört zum Kern der Menschenwürde. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das ist der erste und wichtigste Satz des Grundgesetzes. Gegen diesen Satz ist zumal in  der ersten Phase des Lockdowns brutal verstoßen worden. Wir haben in unseren Alten- und Pflegeheimen furchtbare Situationen geschaffen." ...
 
 
 
 WHO Information Notice for IVD Users 2020/05
Nucleic acid testing (NAT) technologies that use polymerase chain reaction (PCR) for detection of SARS-CoV-2
.... "Most PCR assays are indicated as an aid for diagnosis, therefore, health care providers must consider any result in combination with timing of sampling, specimen type, assay specifics, clinical observations, patient history, confirmed status of any contacts, and epidemiological information."
" PCR-Tests sind als Hilfsmittel für die Diagnose gedacht, daher müssen die Anwender jedes Ergebnis in Kombination mit dem Zeitpunkt der Probenahme, dem Probentyp, den Test-Besonderheiten, den klinischen Beobachtungen, der Vorgeschichte, dem  Status etwaiger Kontakte und epidemiologischen Informationen berücksichtigen."
 
 
 
 
 
31.01.21
 
 
Professor Dr. Klaus Stöhr* zählt zu den erfahrensten Seuchenbekämpfern der Welt, leitete etwa das Influenza-Programm der WHO und koordinierte deren Forschung zu Sars-Viren. Seine Worte finden Gehör bei Regierungen rund um den Erdball, aber nicht im eigenen Land. Zum jüngsten Krisengipfel mit den Ministerpräsidenten lud Kanzlerin Angela Merkel* den 61-jährigen Virologen und Epidemiologen nicht ein – obwohl die SPD-geführten Länder darauf gedrängt hatten.
"In Merkels Beraterstab fordert beispielsweise Ihre Kollegin Melanie Brinkmann sogar eine Zero-Covid-Strategie – also Inzidenz null. Realistisch?
"Stöhr: Zero Covid ist zero realistisch. Dieses Ziel zu erreichen und dann langfristig in der Mitte von Europa im Winter zu halten, ist so weit weg von der Realität. Ich wundere mich, dass man sich ernsthaft damit befasst. (…)
Die jüngste Lockdown-Begründung liefern neue Virusvarianten, vor allem aus England. Ist die Angst vor B117 und anderen Mutationen gerechtfertigt?
Eine Pandemie ist ohne Überraschung nicht vorstellbar. Es gibt ja schon viele tausend solcher Varianten. Man muss sie natürlich alle genau beobachten, und die englische Variante B117 scheint augenscheinlich infektiöser zu sein als das ursprüngliche Sars-CoV2-Virus. Aus der Sicht eines Seuchenbekämpfers glaube ich aber schon, dass wir mit solchen Varianten umgehen können. Sie sind kein Grund zur Panik.
Aber Merkel warnt doch davor, dass Varianten wie B117 die Infektionszahlen in kurzer Zeit vervielfachen könnten. Sehen Sie diese Gefahr nicht?
Wenn man beispielsweise die Infektionszahlen in Irland genauer analysiert, verliert die Variante ihren Schrecken. Dort gab es zwar einen steilen Anstieg der Infektionszahlen, er stand aber laut irischen Gesundheitsbehörden nicht im Zusammenhang mit B117. In Irland steigt nun momentan der prozentuale Anteil der Variante an den Infektionen immer weiter. Aber unterm Strich haben sich die Neuansteckungen in den letzten zehn Tagen halbiert. Das spricht eher dafür, dass diese Variante auch beherrschbar ist." ...
Quelle: Merkur.de
 
 
 
 
Hendrik Streeck in einem Interview auf welt.de am 30.1. – im Literaturteil.
»…WELT: In einem „Spiegel“-Interview mit Ihrem Fachkollegen Christian Drosten behaup­te­ten die bei­den Fragestellerinnen letz­te Woche, Wissenschaftler wie Sie und Jonas Schmidt-Chanasit, die eini­ge Maßnahmen kri­tisch sehen, hät­ten „grö­ße­ren Schaden als Corona-Leugner angerichtet“.
Streeck: Das macht mich sprach­los. Man wird Arzt, weil man alles tun will, um Schaden vom Menschen abzu­wen­den: Primum nihil noce­re, ers­tens nicht scha­den. Was mich per­plex macht, ist, dass die Redakteurinnen in die­sem Zusammenhang selbst Falschaussagen ver­brei­ten und etwa behaup­ten, es sei eine Tatsache, dass man Risikogruppen bei hohen Fallzahlen nicht schüt­zen könne…
WELT: Als das Kanzleramt vor der letz­ten Lockdown-Verlängerung Wissenschaftler ein­lud, um die Ministerpräsidenten zu bera­ten, waren Sie nicht dabei.
Sreeck: Ich hat­te am Donnerstag vor die­sem Termin ein Telefonat mit einem Ministerpräsidenten, der mich oder den Epidemiologen Klaus Stöhr in die Beratung holen woll­te, und habe mir den ent­spre­chen­den Montag frei gehal­ten. Auch der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher woll­te Stöhr offen­bar in die Runde holen, eben­falls ohne Erfolg. Zwei Wissenschaftler, die eine ande­re Sichtweise ver­tre­ten, wur­den von Ministerpräsidenten vor­ge­schla­gen – und den­noch igno­riert. Wäre ich Ministerpräsident, wür­de ich mir wün­schen, ein mög­lichst brei­tes wis­sen­schaft­li­ches Bild und auch Für- und Wider-Argumente zu hören.
WELT: Die Bundesregierung betont immer wie­der, der Wissenschaft zu folgen.
Streeck: So ein­fach ist das nicht. Es gibt die Daten. Dann gibt es die wis­sen­schaft­li­che Interpretation die­ser Daten. Und am Ende muss, dar­auf basie­rend, eine poli­ti­sche Meinung gebil­det wer­den. Ich sehe da auch die Politik in der Pflicht, nicht nur eine Position zu hören. Im nie­der­säch­si­schen Sonderausschuss hat­te ich etwa einen gemein­sa­men Auftritt mit der Physikerin Viola Priesemann, die eher einen „No Covid“-Ansatz ver­folgt. Erst hat sie gespro­chen, dann ich, anschlie­ßend konn­ten sich die Abgeordneten ihre Meinung bil­den. Das emp­fin­de ich als vorbildlich…
Ich fin­de es gera­de als Virologe wich­tig, dass man nicht nur den ein­sei­ti­gen Blick auf ein bestimm­tes Virus hat, son­dern dass man die gan­ze Situation in den Blick nimmt – in die­ser Pandemie also auch die Nebenwirkungen und Kollateralschäden, die gera­de wenig erfasst wer­den. Ich will als Virologe zum Beispiel gar nicht so viel zu der Frage nach den Kindern und den Schulen sagen. Viel wich­ti­ger ist, was die Kinderärzte, Psychologen und Soziologen dazu sagen. Es geht ums gro­ße Ganze, um die Frage, wie wir gemein­sam am bes­ten durch die Pandemie kommen.
WELT: Und, wie kom­men wir da durch?
Streeck: Wir müs­sen anfan­gen, mit dem Virus zu leben. Das ist kei­ne Floskel oder Platitüde. Wenn man sich ein­ge­steht, dass wir die­ses Virus nicht aus­rot­ten kön­nen, kommt man schnell zu dem Punkt, dass die Infektionszahlen nicht unser allei­ni­ges Instrument blei­ben kön­nen. Denn es wird so sein, dass wir auch nach dem 14. Februar noch hohe Infektionszahlen haben, und dass auch im Herbst noch Infektionen gesche­hen – je nach­dem, wie stark die Impfkampagne sein wird…
WELT: Das Ziel der Politik ist die Kontrolle des Virus, dafür soll eine Inzidenz von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner bürgen.
Streeck: Dass wir glau­ben, so ein Virus voll­kom­men kon­trol­lie­ren zu kön­nen, ist pro­ble­ma­tisch. Was wir zur­zeit erle­ben, könn­te man die vier­te Kränkung der Menschheit nen­nen. Freud hat ja drei Kränkungen auf­ge­zählt: die durch Kopernikus, der fest­stell­te, dass die Erde nicht den Mittelpunkt des Universums bil­det. Dann die durch Darwin, der gezeigt hat, dass der Mensch und der Affe gemein­sa­me Vorfahren haben. Und die durch die Psychoanalyse, die her­aus­fand, dass wir manch­mal trieb­ge­steu­ert han­deln. Dass wir so etwas Kleines wie die­ses Virus in abseh­ba­rer Zeit nicht aus­rot­ten kön­nen, ist eine ver­gleich­ba­re Kränkung.
WELT: Neue Strategien wie „Zero Covid“ oder „No Covid“ for­dern die maxi­ma­le Kontrolle, eine viren­freie Welt.
Streeck: Niedrige Fallzahlen oder kei­ne Infektionen sind natür­lich wün­schens­wert. Aber wie das vor allem lang­fris­tig gehal­ten wer­den soll, dar­auf gibt es bis­her kei­ne Antwort. Außer Deutschland rie­gelt sich dau­er­haft ab.
WELT: Es heißt immer wie­der, es sei unmög­lich, die Risikogruppen gezielt zu schützen
Streeck: Ich ver­ste­he nicht, war­um man nicht wenigs­tens pro­biert, die­se Gruppen bes­ser zu schüt­zen – anstatt zu sagen, das geht nicht. Beispiele wie die Stadt Tübingen zei­gen, dass es poten­ti­ell gehen kann…
Es wird ja sug­ge­riert, dass fast jeder „Long Covid“ bekommt, also Langzeitfolgen. Dann heißt es, unter Verweis auf ein „Lancet“-Paper, rund sieb­zig Prozent der Kranken sei­en betrof­fen. Und es stimmt, das wird in die­sem Aufsatz beschrie­ben. Aber wenn man sich das genau anguckt, sieht man: Das sind 76 Prozent, die – schwei­fe ich gera­de zu sehr ab?
WELT: Nein, bitte!
Streeck: Das betrifft 76 Prozent derer, die einen Krankenhausverlauf hat­ten und zum Teil intu­biert wer­den muss­ten. Also gar nicht die unzäh­li­gen Infizierten, die nie im Krankenhaus waren. Als „Long Covid“ wird auch ver­merkt, wenn man über län­ge­re Zeit müde ist und abge­schla­gen. Jemand, der eine schwe­re Lungenentzündung hat – und das hat­ten die­se Patienten alle – braucht aber im Schnitt sechs Monate, bis er wie­der rich­tig auf die Beine kommt. Das gilt auch für ande­re Lungenentzündungen. Man wird nicht ent­las­sen und läuft sofort wie­der Marathon. Diese Beschreibung von Einzelfällen ist also ver­zer­rend. Sie macht Angst vor dem Virus.
WELT: Wie soll­te man dem Virus denn begegnen?
Streeck: Es ist ernst zu neh­men und darf nicht baga­tel­li­siert wer­den. Aber es ist ein Virus, mit dem wir umge­hen können…
WELT: Wann beginnt denn die Zeit nach der Pandemie? Oder bleibt eine Gesellschaft zurück, die sich auf Dauer in eine Hochsicherheitszone verwandelt?
Streeck: Das hof­fe ich nicht. Wir dür­fen unser Leben nicht von Viren und Bakterien bestim­men las­sen, dafür gibt es ein­fach zu vie­le davon. Ich sehe auch die Vorstöße, nur noch mit Corona-Impfpässen flie­gen zu kön­nen, kri­tisch. Nicht alle Menschen – ein­schließ­lich der Kinder – dür­fen oder kön­nen gera­de geimpft wer­den. Ich hof­fe, dass wir da ein gesun­des Mittelmaß fin­den zwi­schen dem, was wirk­lich not­wen­dig ist, und dem, was das Sicherheitsgefühl ver­langt…«
Quelle: welt.de
 
 
 
28.01.21
 
 

Keine Übersterblichkeit trotz Covid

Mehr als die Hälfte aller Sterbefälle ereignet sich in Deutschland in der Altersgruppe 80 plus, also der Generation der Über-80-Jährigen. Was würde man erwarten, wenn diese Gruppe aufgrund der demographischen Alterung erheblich ansteigt? Korrekt, dann sollten auch die Todeszahlen deutlich ansteigen, und zwar einfach deshalb, weil die Sterblichkeit bei älteren Jahrgängen deutlich erhöht ist. Das ist seit 2014 noch stärker als in der Vergangenheit der Fall, weil es in den 1930er Jahren einen Babyboom gab, der zu einer außergewöhnlich starken Besetzung der Altersjahrgänge führt, die heute 80 Jahre und älter sind (vgl. Abbildung 1).

Auf diesen Zusammenhang haben jüngst auch Kollegen aus dem Institut für Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität in München in einer Stellungnahme sowie Experten des Statistischen Bundesamtes in einem Fachaufsatz hingewiesen.

https://www.heise.de/tp/features/Keine-Uebersterblichkeit-trotz-Covid-5001962.html

 

 

 

Oxfam-Bericht zu Coronafolgen: Reiche profitieren trotz Pandemie

Kurz vor dem Online-Wirtschaftsgipfel von Davos beklagt die Organisation Oxfam zunehmende Armut. Viele Reiche hätten ihre Verluste schon wettgemacht.
"Weltweit verschärfe die Coronapandemie den Abstand zwischen sehr armen und sehr reichen Menschen. Das beklagt die Entwicklungs- und Lobbyorganisation Oxfam im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums von Davos. Während die tausend Milliardäre mit den größten Vermögen die Verluste des Jahres 2020 inzwischen wieder aufgeholt hätten, seien wohl Hunderte Millionen Menschen in die Armut gerutscht, heißt es im neuen Oxfam-Bericht „Das Virus der Armut“.

Beim Weltwirtschaftsforum von Davos trifft sich die globale Wirtschafts- und Politikelite – dieses Jahr wegen Corona nur online. Kurz vorher kritisiert Oxfam traditionell die zunehmende soziale Spaltung. Der Organisation zufolge besaßen die tausend reichsten Milliardäre weltweit Anfang 2020, vor Corona, zusammen rund 9.000 Milliarden US-Dollar (rund 8.200 Milliarden Euro). Durch die Krise im vergangenen Frühjahr und Sommer nahm ihr Reichtum zunächst um etwa ein Drittel ab, hat bis Ende 2020 aber wieder die alte Höhe erreicht. Eine wesentliche Ursache liegt darin, dass die Aktienkurse an den Börsen kletterten.

Die Organisation stützt ihre Berechnungen auf Daten der schweizer Bank Credit Suisse und die Liste der Milliardäre des Magazins Forbes. Dieses geht davon aus, dass das Vermögen der Milliardäre im vergangenen Jahr sogar um 20 Prozent gewachsen ist.

Währenddessen stieg die globale Armut im Coronajahr an. Nach Oxfam-Berechnungen auf Basis von Weltbank-Daten sind 2020 wohl 100 bis 200 Millionen Menschen zusätzlich in tiefe Armut abgerutscht, müssen also mit weniger als 5,50 US-Dollar pro Tag auskommen. Hier liegt der Grund unter anderem darin, dass durch die Kontaktbeschränkungen in vielen Staaten Firmen in Schwierigkeiten gerieten und die Arbeitslosigkeit zunahm. Betroffen sind überdurchschnittlich Leute, die sowieso nur geringe Einkommen erwirtschaften."  Quelle: taz

https://taz.de/Oxfam-Bericht-zu-Coronafolgen/!5743142/

 

 

25.01.21 

 

Krankenhausschließungen:

 

Kliniken werden geschlossen, obwohl das Gesundheitssystem vor dem Kollaps steht Deutschland, 2020: Während der Corona-Pandemie gehen 21 Krankenhäuser vom Netz. In diesem Jahr folgen weitere. Wie kann das sein?  Quelle: Berliner Zeitung

"Ein paradoxes Szenario ist derzeit in Deutschland zu beobachten. Corona droht, das Gesundheitswesen in die Knie zu zwingen." ...  "Gleichzeitig aber werden in Deutschland Krankenhäuser geschlossen, und kaum jemand nimmt davon Notiz. Mitten in der Pandemie werden Kapazitäten abgebaut, während der Mangel in täglichen Bulletins beklagt wird. Kapazitäten, die helfen würden, der zerstörerischen Kraft des Virus effektiver zu begegnen. Kapazitäten, die den Kennziffern der medialen Debatte etwas entgegensetzen könnten, den Todesraten, den Inzidenzen."
Quelle: Berliner Zeitung  https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/kliniken-werden-geschlossen-obwohl-das-gesundheitssystem-vor-dem-kollaps-steht-li.132283

dazu:

Bundesweite Krankenhausschließungen jetzt stoppen!
https://www.gemeingut.org/krankenhausschliessungen/

Unterschreiben in der Praxis!

 

"Trotz Pandemie geht zudem das Krankenhaussterben weiter, aber Spahns Ministerium gibt sich unwissend. Andrej Hunko (Die Linke) hatte auf einer Tagung des Gesundheitsausschusses des Bundestags gefragt, wie viele Kliniken im Pandemiejahr 2020 geschlossen wurden. Zur Antwort bekam er: Die Bundesregierung habe keine Kenntnis über die Schließung von Kliniken; außerdem seien die Bundesländer zuständig für den Erhalt der Kapazitäten. Dass das Bundesgesundheitsministerium nicht über Klinikschließungen im Bilde sein will, ist unglaubwürdig. Im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Presseberichte über das Aus von Krankenhäusern. Ein Beispiel ist etwa die »Schön Klinik Nürnberg Fürth«. Zwanzig Krankenhäuser sollen im Jahr 2020 geschlossen worden sein, hatte das »Bündnis Klinikrettung« Ende Dezember mitgeteilt.
»Es ist ein politischer Skandal, dass inmitten einer Pandemie Krankenhäuser geschlossen werden«, erklärte Hunko auf jW-Anfrage. Eigentlich sollte der Gesundheitsschutz an erster Stelle stehen, doch das Abstreiten von Klinikschließungen zeige das Gegenteil: »Im Hintergrund läuft die Umgestaltung des Gesundheitswesens nach marktwirtschaftlichen Kriterien weiter«. Die Bundesregierung zeige mit ihrer Politik, dass sie Profit über den Bedarf stellt."
Quelle: junge Welt
 

 

Zur Debatte: Zero-Covid

 

Contra #Zero Covid

von: anonym  Quelle : Indymedia

... "Covid19 stellt uns alle vor immense Herausforderungen und die Entscheidungen, denen manche von uns fast täglich ausgesetzt sind, hätten wir uns nie gewünscht treffen zu müssen.

Aber trotzdem fragen wir uns wie es sein kann, dass sich die politischen Koordinaten in derart kurzer Zeit so gravierend verschoben haben, dass antiautoritäre und linksradikale Gruppen, Strukturen und Einzelpersonen in kompletter Ignoranz der sozialen Verhältnisse in diesem Land Forderungen nach dem staatlichem Totalzugriff aufstellen. Statt den Diskurs des medizinischen Totalitarismus aktiv zu bekämpfen, wird die „solidarische“ Gefängnisgesellschaft gefordert. Der biopolitisch legitimierte Angriff, angst-gerechtfertigt als lebensschützender Absolutheitsanspruch, umgesetzt vom Staat samt polizeilichen Sondervollmachten wird nicht nur stillschweigend hingenommen, sondern noch proaktiv gefordert. Es geht den linksradikalen Akteuren nicht mehr um eine Dialektik der Befreiung, stattdessen setzen sie im kompletter Unkenntnis der Funktionsweise von moderner Herrschaft eine Dialektik der Repression in Kraft. Wir sind entsetzt darüber und können es nicht verstehen, wie das Gerede vom Totalshutdown ernsthaft geglaubt werden kann, ohne wissen zu wollen, dass die europaweite Umsetzung weite Teile der unteren europäischen Gesellschaftsschichten einer bis dato nie dagewesenen Repression aussetzen wird." ...

https://de.indymedia.org/node/133590

 

Leben lernen

Krise: Die Politik erkauft uns mit dem Lockdown zu immensen Kosten Zeit. Wir sollten akzeptieren, das Virus nicht beseitigen zu können

Jakob Augstein Quelle: der Freitag, Ausgabe 03/2021

"Lockdown bedeutet Einschluss. Der Begriff stammt aus dem Strafvollzug. Ebenso wie das Wort von der Lockerung aus dem Strafvollzug stammt. Warum nennen wir die Dinge nicht beim Namen? Wahrscheinlich, weil es dann leichter fällt, sie zu verschleiern. Also: Der Einschluss wird verlängert. Die Kanzlerin wollte es so, die Ministerpräsidenten haben zugestimmt und – traut man den Umfragen – auch die Mehrheit des Volkes ist dafür. " ...
"Nach einem Jahr Corona kann man wissen: Einschluss funktioniert nicht. Zu immensen Kosten wird wenig Zeit erkauft. Das Virus ist in der Welt. Wer zur Normalität zurückkehrt, kehrt zum Virus zurück. Je deutlicher das wird, desto verzweifelter werden die Versuche, den Krieg gegen das Virus doch noch zu gewinnen: Die Initiative Zero Covid fordert, den Einschluss, der schon in Deutschland und den anderen europäischen Ländern nicht den gewünschten Erfolg brachte, auf den gesamten Kontinent auszudehnen, mit dem Ziel, das Virus de facto auszurotten.

Was diese Leute vorschlagen – alles, wirklich alles dichtzumachen – läuft darauf hinaus, die Gesellschaft zu zerstören, um sie zu retten. Im besten Fall ist das Ausdruck „persönlicher Verzweiflung“, wie der Ökonom Rudolf Hickel seine Unterschrift begründete, im schlechtesten Fall ist es Zeichen einer gefährlichen Kreuzfahrermentalität, der im Krieg gegen die Krankheit jedes Mittel recht ist. Davon hatten andere Experten wohlweislich abgesehen. Und zwar weil es nicht funktioniert. Im Sommer hatte Mike Ryan, der bei der WHO für den Umgang mit Covid-19 zuständig ist, gesagt, dass die Menschheit in absehbarer Zukunft nicht in der Lage sein werde, dieses Virus zu beseitigen: „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben.“ Jetzt wäre eine gute Zeit, damit anzufangen." ..

https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/leben-lernen

 

 

 
 
26.01.21 
 

#ZeroCovid The aim is zero infections. For a European shutdown in solidarity

 
 
Zur Kritik des Aufrufs #ZeroCovid
Von Alex Demirović analyse & kritik   Quelle:  Zeitung für linke Debatte & Praxis
... "Im Aufruf spielt die Demokratie leider nur eine marginale Rolle. Allenfalls die Beteiligung der Beschäftigten wird angemahnt, aber diese orientieren sich oftmals partikularistisch. Es ist mehr nötig. Breite Willensbildung von unten, Ausbau der kommunikativen und kritischen Infrastruktur für demokratische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse, für neuartige Repräsentations- und Delegationsverfahren sollten Gegenstand weiter gehender Diskussion sein. Es stellt offensichtlich eine Herausforderung dar, demokratisches Entscheiden und Handeln auch in tiefen Krisen zu ermöglichen und zu sichern." ...
 
Nach monatelangem Schweigen haben linke Aktivisten einen politischen Appell zur Pandemiebekämpfung gestartet. Ein europaweiter und verschärfter Lockdown müsse kommen, dieser soll allerdings „solidarisch gestaltet“ sein. Das ist ein Etikettenschwindel, denn mit ihren Vorschlägen forcieren die Initiatoren eine unsoziale Politik, die sich weit von demokratischen Prinzipien entfernt hat. von Mona Pauly   Quelle: Multipola-magazin
 

Vorschläge der Initiative „Zero Covid“: Halbtotalitäre Fantasie

Die Initiative „Zero Covid“ will das Coronavirus durch einen mehrwöchigen Total-Lockdown bezwingen. Die Ideen sind weltfremd und wenig zielführend. Quelle: taz

https://taz.de/Vorschlaege-der-Initiative-Zero-Covid/!5739231/

 
 
 
20.01.21
 

 »München – Aktionismus, Chaos, schlech­te Umsetzung: Die Entscheidung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), ab Montag FFP2-Masken im ÖPNV und beim Einkaufen zur Pflicht zu machen, hat ihm viel Kritik ein­ge­bracht. Nun for­dert die Opposition im Landtag, die ver­schärf­te Maskenpflicht grund­sätz­lich neu zu jus­tie­ren – und Mediziner zwei­feln am Nutzen der FFP2-Masken für Privatpersonen. RKI empfiehlt FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung Im Widerspruch zu der neu­en Verordnung steht, dass das Robert Koch-Institut (RKI) in sei­nen Infektionsschutzmaßnahmen (Stand 6. Januar) das Tragen von FFP2-Masken zur pri­va­ten Nutzung gar nicht emp­fiehlt. Zudem warnt es vor mög­li­chen Gesundheitsrisiken bei Lungenkranken und älte­ren Personen. Ist Söders Beschluss also gar gesundheitsgefährdend?"...

Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene der Universität Rostock im Interview: "Eine FFP2-Maske habe einen größeren Atemwegswiderstand, erklärt der Mediziner – nicht umsonst sei im Arbeitsschutzgesetz vorgeschrieben, nach zweistündigem Tragen eine Pause einzulegen. Selbst gesunde Menschen seien nach dieser Zeit körperlich erschöpft. Bei kranken oder älteren Menschen verstärke sich dies noch. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Atemkapazität erschöpfe und es im schlimmsten Fall zu einem Kreislaufkollaps kommen könne."    Quelle: Abendzeitung München

https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/virologe-ueber-ffp2-maskenpflicht-das-ist-populismus-und-bloedsinn-art-698513

Dazu das RKI:

Beim bestimmungsgemäßen Einsatz von FFP2-Masken muss eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung im Voraus angeboten werden, um durch den erhöhten Atemwiderstad entstehende Risiken für den individuellen Anwender medizinisch zu bewerten. Der Schutzeffekt der FFP2-Maske ist nur dann umfassend gewährleistet, wenn sie durchgehend und dicht sitzend (d.h. passend zur Gesichtsphysiognomie und abschließend auf der Haut, Nachweis durch FIT-Test) getragen wird. Bei der Anwendung durch Laien ist ein Eigenschutz über den Effekt eines korrekt getragenen MNS hinaus daher nicht zwangsläufig gegeben. In den „Empfehlungen der BAuA und des ad-Hoc AK „Covid-19“ des ABAS zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2“ werden FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung empfohlen. Gemäß Vorgaben des Arbeitsschutzes ist die durchgehende Tragedauer von FFP2-Masken bei gesunden Menschen begrenzt (siehe Herstellerinformationen, i.d.R. 75 Minuten mit folgender 30-minütiger Pause), um die Belastung des Arbeitnehmers durch den erhöhten Atemwiderstand zu minimieren. Bedingt durch den zweckbestimmten, zielgerichteten Einsatz sind keine Untersuchungen zu den gesundheitlichen, ggf. auch langfristigen Auswirkungen der Anwendung von FFP2-Masken außerhalb des Gesundheitswesens z.B. bei vulnerablen Personengruppen oder Kindern verfügbar. Bei Gesundheitspersonal sind Nebenwirkungen wie z.B. Atembeschwerden oder Gesichtsdermatitis infolge des abschließenden Dichtsitzes beschrieben. Beim Einsatz bei Personen mit z.B. eingeschränkter Lungenfunktion oder älteren Personen sind gesundheitliche Auswirkungen nicht auszuschließen. Die Anwendung durch Laien, insbesondere durch Personen, die einer vulnerablen Personengruppe angehören (z.B. Immunsupprimierte) sollte grundsätzlich nur nach sorgfältiger Abwägung von potentiellem Nutzen und unerwünschten Wirkungen erfolgen. Sie sollte möglichst ärztlich begleitet werden, um über die Handhabung und Risiken aufzuklären, einen korrekten Dichtsitz zu gewährleisten, die für den Träger vertretbare Tragedauer unter Berücksichtigung der Herstellerangaben individuell festzulegen und gesundheitliche Risiken/Folgen zu minimieren. Weiterhin sollten FFP2-Masken grundsätzlich nicht mehrfach verwendet werden, da es sich i.d.R. um Einmalprodukte handelt.

RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 / Krankheit COVID-19

 
 
 
18.01.21
 
 

Nach 23 Todesfällen: Norwegen überarbeitet Impf-Richtlinien

Das Norwegische Institut für Öffentliche Gesundheit hat seine Richtlinien für die Covid-19-Impfung überarbeitet und erweitert - und zwar für hochbetagte Senioren, die unter Vorerkrankungen leiden
23 Senioren sind bisher in Norwegen wenige Tage nach der Impfung mit mRNA-Impfstoffen gestorben. Bei 13 von ihnen wurde eine Autopsie durchgeführt. Alle 13 waren über 80 Jahre alt und gebrechlich. Trotzdem kann in allen 13 Fällen nicht ausgeschlossen werden, dass Impf-Nebenwirkungen den Tod mitverursacht haben. Das erklärte der Chef der Norwegischen Arzneimittelbehörde.

https://www.tagesschau.de/ausland/corona-impfung-norwegen-101.html

 

 

 

Chinesische Mediziner warnen vor Pfizer/Biontec Impfung

Chinesische Wissenschaftler*innen empfehlen die Verabreichung des mRNA-Impfstoffs wegen Sicherheitsbedenken für alte Menschen auszusetzen.

https://www.globaltimes.cn/page/202101/1212915.shtml

 

 
 
 
17.01.21
 
 
Eine soeben veröffentlichte Studie aus Deutschland mit über 25.000 Kindern zeigt, dass - laut den von Eltern eingereichten Beobachtungen - die negativen Auswirkungen auf die physische, psychische und verhaltensbezogene Gesundheit von Kindern sehr groß sind. Sie betreffen ca. 68% der kids und tragen zu verschiedenen Gesundheitsbeschwerden bei: "These included irritability (60%), headache (53%), difficulty concentrating (50%), less happiness (49%), reluctance to go to school/kindergarten (44%), malaise (42%) impaired learning (38%) and drowsiness or fatigue (37%)."
Corona children studies "Co-Ki": First results of a Germany-wide registry on mouth and nose covering (mask) in children
 
 
 
Online-Diskussion von und mit Elisabeth Voß
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community
"Am 14. Dezember 2020 trafen sich erneut Anne Seeck, Peter Nowak, Gerhard Hanloser und die Autorin dieses Beitrags online zu einer kritischen Corona-Diskussion – diesmal auf BigBlue Button.
Wir führten die am 7. Dezember 2020 begonnene politische Diskussion fort. Auch diesmal ging es um ziemlich viele Themen und Fragenstellungen. Zu Beginn berichtete Anne Seeck über die sozialen und psycho-sozialen Auswirkungen der Krise, über Angst im Kapitalismus und in der Corona-Krise. Sie fragte, warum sich die gesellschaftliche Linke so wenig für Arme interessieren würde.
Anschließend fragte Gerhard Hanloser, was davon zu halten sei, wenn es heißt, dass Verschwörungstheorien strukturell antisemitisch seien, und dass mensch den Kapitalismus als "abstraktes Verhältnis" nicht personalisieren dürfe. Das führte zur Frage, ob sich überhaupt Kritik an machtvollen Akteuren formulieren lässt, ohne sie zu benennen, oder ob es nicht sogar notwendig sei, Namen und Fakten konkret zu machen?
Die Autorin dieses Beitrags schloss daran mit einigen Ausführungen zu Bill Gates und seiner Stiftung an, die nicht nur in der Corona-Pandemie, sondern im ganzen Feld der globalen Gesundheit eine wichtige Rolle spielt. In diesem Zusammenhang fragte sie auch, was sich eingeschlichen hat an Umgangsweisen, Be- und Verurteilungen unter sich als links Verstehenden, wenn sich unversöhnliche Kritik eher an Protestierende richtet als gegen "die da oben"?..."
https://vimeo.com/491253336
http://www.elisabeth-voss.de/
aktuell:

Mo. 18.01.2021, 19h: Corona und linke Kritik(un)fähigkeit, Teil 5

Ist die gesellschaftliche Linke straatstreu geworden und reiht sich ein ins "Gemeinsam gegen Corona"? Wir suchen kritisch-solidarische Perspektiven "von unten" gegen die Alternativlosigkeit "von oben".
Jeden Montag um 19h diskutieren Anne Seeck,
Peter Nowak, Gerhard Hanloser und Elisabeth Voß mit Gästen, diesmal zum Thema: "Mit dem Green New Deal wird alles besser?"

Mit Inputs von Martina Groß, Bruno Kern und Maike Wilhelm.

 

dazu auch

"Solidarität statt Verschwörungstheorien"

Quelle: Telepolis

Ist die Linke, die man das Fürchten gelehrt hat, staatlicher als der Staat?

und

Covid-19 ǀ Die Krise der Linken

von Timo Reuter      Quelle: der Freitag
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-krise-der-linken

 

 

 

Neues Bündnis Klinikrettung.de fordert sofortigen Stopp der Schließungen von Krankenhäusern

In einer bundesweiten Videokonferenz hat sich das Bündnis Klinikrettung der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel des Bündnisses ist es, den sofortigen Stopp von Schließungen von Krankenhäusern zu bewirken. In Deutschland werden zum Jahresende zwanzig Krankenhäuser geschlossen sein, doppelt so viele wie im Durchschnitt der letzten Jahre. Betroffen sind im Corona-Jahr 2.144 Betten und circa 4.000 Stellen.

 
Dazu auch:
Ein Artikel von Ralf Wurzbacher   Quelle: Nachdenkseiten
 
 
 

 

 

14.01.21

 

Neue Stanford Studie zeigt keinen Nutzen von Lockdowns

Die Autoren vergleichen in der soeben veröffentlichten Studie Auswirkungen und Wirksamkeit von Maßnahmen mit unterschiedlichem Grad der Restriktion in verschiedenen Ländern. Das Ergebnis lautet: Je restriktiver die "Nicht-Pharmakologischen-Interventionen"(NPI) desto weniger Nutzen und desto größer sind die Schäden der Maßnahmen.

"Conclusions: While small benefits cannot be excluded, we do not find significant benefits on case growth of more restrictive NPIs. Similar reductions in case growth may be achievable with less restrictive interventions."

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/eci.13484

 
 
 
13.01.21
 
 
Kinderarztpräsident Thomas Fischbach hat die aktuell beschlossene Verlängerung der Schulschließungen scharf kritisiert. „Je jünger die Kinder sind, desto wichtiger ist der Präsenzunterricht“, so Fischbach im Gespräch mit . Für Kinder bis zehn Jahre, die „erwiesenermaßen bei der Pandemie keine entscheidende Rolle spielen“, müssen „Kitas und Schulen unter Wahrung angemessener Hygieneregeln zumindest dort so schnell wie möglich wieder aufmachen, wo die Inzidenzwerte nicht im tiefroten Bereich sind“, forderte Fischbach.
Es gebe „weiterhin keine belastbaren wissenschaftlichen Grundlagen, mit denen fortdauernde Schul- und Kita-Schließungen begründet werden könnten“.
Quelle: Berliner Zeitung
 
dazu auch:
 

"Fortgeworfen vom Staat"

Grundrechte außer Kraft, Alte isoliert, Kinder ohne Bildung: Wie Covid-19 die Werte beschädigt, die das deutsche Gemeinwesen ausmachen. Eine Kolumne von Franziska Augstein

"Außerdem darf man fragen: Ist es richtig, Kitas und Schulen zu schließen, ohne dass es dafür eine epidemiologisch stichhaltige Begründung gäbe? Mangels belastbarer Kenntnisse gehen die Maßnahmen von Europas Regierungen auseinander. Hier werden alle Schulen geschlossen, dort keine, andernorts bleiben Kitas und Grundschulen geöffnet. Vor einem Computerbildschirm lernen, ist für unerfahrene Menschlein eine gemeine Zumutung. Ob sie sich auf die gestellten Aufgaben einlassen können, hängt von ihrer jeweiligen Seelenstärke ab. Was indes garantiert erreicht wird, ist die frühe Schulung in Vereinzelung. Klaus Zierer, Professor für Schulpädagogik an der Uni Augsburg, plädiert: »Schule ist nicht nur Lernort, sondern Lebensraum. Dazu gehört der soziale Austausch und deswegen ganz besonders das soziale Lernen.«

Quelle: Der Spiegel

 
und:

 

 

12.01.21

 

Wissenschaftlern folgen? Ja doch, aber welchen?

Wenn es darum geht, wie der Pandemie zu begegnen wäre, wird wissenschaftliches Expertentum als höchste Instanz beschworen. Die unterschiedlichen Disziplinen weisen aber unterschiedliche Wege. Von Wolfgang Streeck (Soziologe, leitete bis zur Emeritierung das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln.
"...Virologen und Physiker gehen davon aus, dass die Chance, angesteckt zu werden und anschließend zu erkranken (was wahrhaftig zweierlei ist), für alle gleich ist, gleich verteilt, strukturlos. Vielleicht stimmt das so nicht, aber da man darüber nichts weiß, jedenfalls als Physiker oder Virologe, nehmen wir mal an, dass es so ist, und schauen wir mal, wie weit wir damit kommen: gute wissenschaftliche Praxis. So kommt es, dass wissenschaftliches Fakten-Nichtwissen Strategien zur Eindämmung der Pandemie empfiehlt, die nicht nur riskante Kontakte, sondern alle Kontakte unterbinden sollen, weil alle als gleich riskant behandelt werden müssen und nicht nach Risiken unterschieden werden können. Der alle Nachteile ausgleichende, nebenbei anfallende Vorteil ist dann, dass man auf feinmechanisches Klein-Klein verzichten kann, her mit dem Hammer, drei, vier, fünf Wochen Kontaktsperre für alle, und zwar richtig hart. Dann, so zeigen unsere faktenfreien Modelle, ist das Virus weg, wir machen wieder auf, und es darf getanzt werden. Das klingt gut, und es könnte der Grund sein, warum man von den Fakten der anderen selbst dann nichts wissen will, wenn sie zu haben wären. Das Problem ist freilich, dass das mit dem Hammer nicht funktioniert, bei uns nicht und auch nicht anderswo in Europa. Diesen Sachverhalt gilt es in seiner ganzen Größe zu würdigen." ...

"Klappt die Therapie nicht, können die Physiker und Virologen mit den ihnen als solchen verfügbaren Fakten und Modellen immer nur raten: Es war noch nicht Hammer genug; noch längere und härtere Auflagen; noch eine Fernsehansprache der Kanzlerin; noch mehr Presseberichte über bleibende Schäden junger Geheilter. Wer nicht hören will, muss fühlen, für alle anderen gilt: Tut uns leid, mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen." ...

"Insgesamt starben 2019 in Deutschland Personen; die Zahl für 2020 dürfte, wenn sie im Trend der vergangenen fünfzehn Jahre liegt, geringfügig höher sein. Schätzt man sie auf , wofür die bis November vorliegenden Monatswerte sprechen, so belaufen sich die „an und mit“ Verstorbenen auf 3,6 Prozent aller Toten des Jahres 2020, bei sehr ähnlicher Gesamtzahl. Eine weitergehende Aufschlüsselung nach Todesursachen wird es frühestens Ende 2021 geben. Das Statistische Jahrbuch für 2019 weist für das damals letzte Berichtsjahr 2016 in den Kategorien „Bösartige Neubildungen der Atmungsorgane“ und „Krankheiten des Atmungssystems“, also Lungenkrebs und Lungenentzündung, insgesamt Sterbefälle aus. Unterstellt man ähnliche Größenordnungen für 2020, so wären dies knapp dreimal so viel wie die „an und mit“-Sterbefälle. Wie viele derjenigen, die bis 2019 als Opfer von Lungenkrebs und Lungenentzündung gezählt worden wären, 2020 als „an und mit“ verstorben klassifiziert wurden, wissen wir nicht. Ihre Zahl dürfte aber nicht unbedeutend sein. Ähnliches gilt übrigens für die vom RKI zuletzt konservativ auf zwischen zehn- und zwanzigtausend geschätzten Menschen, die Jahr für Jahr an mangelhafter Krankenhaushygiene sterben, sowie für die vom selben Institut ähnlich hoch geschätzten jährlichen Grippetoten." ....

Quelle: FAZ, 11.1.21

https://zeitung.faz.net/faz/feuilleton/2021-01-11/7979f1570d1984476e2df3f3ff4dc306/

 

dazu auch:

Thesenpapier 7: Die Pandemie durch SARS-CoV-2/CoViD-19

These 19: "In der gesellschaftlichen Debatte über die Corona-Politik wird die Tendenz sichtbar, der einen Seite exklusiv Vernunft und wissenschaftliche Fundierung zuzusprechen, der anderen Seite hingegen Unvernunft und den Hang zur Verschwörungstheorie. Die dabei ins Spiel kommende Vorstellung von Wissenschaft als geschlossene Faktenordnung mit direkt ableitbaren Handlungsanweisungen ruht auf einem szientistischen (und solutionistischen) Missverständnis dessen, was Wissenschaft darstellt – es ist nämlich das konstitutive Prinzip des systematischen Zweifels, das Wissenschaft als plurales Wissensregime ausmacht. Dieses Missverständnis erfüllt damit aber eine relativ präzise zu benennende politische Funktion: nämlich die der argumentativen Schließung und der Abwehr bzw. Abwertung von Kritik. Damit begibt sich die liberale Gesellschaft einer ihrer wertvollsten Ressourcen – dem kritischen öffentlichen Diskurs. Verfangen in den bekannten medialen Aufmerksamkeitszyklen und der bisherigen Kurzatmigkeit der politischen Maßnahmen hat sich die wissenschaftsjournalistische Berichterstattung zur Corona-Pandemie bislang nur selten von solchen vereinfachenden Zuschreibungen frei gezeigt."

https://www.socium.uni-bremen.de/uploads/News/2020/Thesenpapier_7.pdf

 

 

 

 

06.01.21


Corona - Antikörperstudien belegen konstante, stabile Immunität

Eine an der Innsbrucker Universitätsklinik durchgeführte Studie kommt zum Schluss, dass Corona-Genesene eine stabile Langzeitimmunität aufweisen. Die Ergebnisse decken sich mit internationalen Erkenntnissen. Es bestehe ferner kein Grund zur Sorge vor einer abermaligen Infektion, Mutationen oder einer Übertragung durch Immune, erklärte Studienleiter Florian Deisenhammer im APA-Interview.

"...Vom öffentlichen Diskurs abgesehen, gäbe es auch Implikationen im (präventiv-) medizinischen Bereich. Die antivirale Antikörper-Diagnostik sei, erklärte Deisenhammer, "im klinischen Alltag Teil der Routinediagnostik, um Immunität gegen verschiedenste Viren nachzuweisen". Das gleiche gelte für die Feststellung des Impfschutzes. "Sinnvoll wäre es, wenn diejenigen, die sich impfen lassen wollen, zunächst auf bereits vorhandene Antikörper getestet werden", stellte Deisenhammer klar, "in aller Regel ist die durchgemachte Erkrankung aus Immunisierungssicht viel wirksamer als eine Impfung". Dadurch würde die Republik "viel Geld und Kapazitäten" beim Impfen sparen."

Quelle: Uni Innbruck

https://www.i-med.ac.at/mypoint/news/749681.html

 

 

 

Datenschützer sehen „alle unsere Grundrechte“ unter Druck
Datenschützer warnen davor, bei der Pandemiebekämpfung Grundrechte ohne erkennbaren Nutzen infrage zu stellen.
"Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar spricht rückblickend von einer Debatte über die App, die angesichts massiv ansteigender Infektionszahlen „zunehmend polarisierend und schroff“ verlaufen sei. „Datenschutz wurde gegen Gesundheitsschutz gestellt.“"

... "Datenschutz schütze nicht die Daten, sondern die Menschen, betonte der Behördenchef. „Es gilt, den Datenschutz wieder zu den Menschen zu bringen und klarzumachen, dass Digitalisierung ohne Datenschutz eine Digitalisierung ohne Grundrechtsschutz ist.“

Brink unterstrich in diesem Zusammenhang, dass die Grundrechte, neben dem Datenschutz, insbesondere auch die Berufsfreiheit, die Reisefreiheit und die Versammlungsfreiheit nicht nur für „Schönwetter-Perioden“ gedacht seien. „Sie gelten immer und sind nur dann einschränkbar, wenn dies unbedingt notwendig und angemessen ist“, sagt der Datenschützer." ...

Quelle: Handelsblatt

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/debatte-in-der-pandemie-datenschuetzer-sehen-alle-unsere-grundrechte-unter-druck/26766096.html?ticket=ST-24792906-NTtVopRE62q4aGSQmqgY-ap1

 

 

 

03.01.21

 

IQM: Effekte der SARS-CoV-2 Pandemie auf die stationäre Versorgung von Januar bis November 2020.

Eine Analyse der §21 Routinedaten von 284 Kliniken der Initiative Qualitätsmedizin (IQM)

21. Dezember 2020

 

"In den ersten 11 Monaten des Jahres 2020 wurden insgesamt weniger Patienten im Krankenhaus behandelt als im Vergleichszeitraum 2019. Auch die Gesamtzahl der SARI-Fälle, Intensivfälle und Beatmungsfälle war im Untersuchungszeitraum nicht höher als 2019. Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen wird hier die Analyse der Dezemberdaten von besonderem Interesse sein.

Die Krankenhaussterblichkeit sowie auch die Sterblichkeit des SARI, der Intensiv- und Beatmungsfälle waren 2020 im Vergleich zu 2019 erhöht. Neben dem direkten Effekt der COVID-19-Infektion müssen die Folgen der verminderten Krankenhausbehandlungen zeitnah analysiert werden, um auch anhand dieser Daten zu bilanzieren, welche Maßnahmen angemessen sind.

 

Diskussion vor dem Hintergrund der kürzlich publizierten Bundesstatistik der Sterbefälle

In Zusammenhang mit unseren Beobachtungen ist die Publikation der Sterbefälle für das Jahr 2020 durch das Statistische Bundesamt interessant, die eine Analyse der sogenannten Übersterblichkeit ermöglicht, also den Vergleich der auftretenden mit den erwarteten Sterbefällen, die typischerweise aus einem Durchschnitt der Vorjahre berechnet werden (https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/_Grafik/_Interaktiv/woechentlichesterbefallzahlen-jahre.html?nn=209016) (Stand 20.12.2020).

Bis KW 47 sind im Jahr 2020 insgesamt 855.309 Menschen verstorben, was in Summe ca. 17.173 (2,0%) über dem Durchschnitt der Jahre 2016-19 liegt, wobei auch die Jahre 2016-19 relevante Unterschiede der Sterbefälle aufweisen (Abb. 8), mit dem Maximum von 860.975 im Jahr 2018.

Bis zur KW 47 wurden in Deutschland 15.544 an COVID-19-Verstorbene gemeldet. Der zeitliche Verlauf für diese Todesfälle ist gemeinsam mit der als „Exzess Letalität“ bezeichneten Differenz der aktuellen Gesamtsterbefälle verglichen mit dem Mittelwert der letzten Jahre in Abb. 9 dargestellt.

Während im April die Übersterblichkeit zeitlich mit der Sterblichkeit an Corona zusammenfiel, war die Übersterblichkeit im August, September und Oktober augenscheinlich nicht oder nur zum geringen Teil auf COVID-19 zurückzuführen. Das Statistische Bundesamt gibt in seiner Publikation die Hitzewelle als mögliche Ursache der Beobachtung im August an. Der Effekt könnte allerdings auch auf die verminderte Krankenhausversorgung gerade bei Notfällen während der vorhergehenden Monate zurückführbar sein. Eine tiefere Analyse der zugrundeliegenden Zusammenhänge ist zur weiteren Beurteilung wünschenswert. Auch seit der zweiten Welle fallen die wieder steigenden Zahlen der COVID-19-Verstorbenen mit der messbaren Übersterblichkeit zusammen."

https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie

 https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/fileadmin/_processed_/5/f/csm_Abbildung_7_c_77ca681823.png

 

 

 

Keine Übersterblichkeit trotz Covid

- , Soziologe und Professor an der Ludwig-Maximilian-Universität in München.

... "Mehr als die Hälfte aller Sterbefälle ereignet sich in Deutschland in der Altersgruppe 80 plus, also der Generation der Über-80-Jährigen. Was würde man erwarten, wenn diese Gruppe aufgrund der demographischen Alterung erheblich ansteigt? Korrekt, dann sollten auch die Todeszahlen deutlich ansteigen, und zwar einfach deshalb, weil die Sterblichkeit bei älteren Jahrgängen deutlich erhöht ist. Das ist seit 2014 noch stärker als in der Vergangenheit der Fall, weil es in den 1930er Jahren einen Babyboom gab, der zu einer außergewöhnlich starken Besetzung der Altersjahrgänge führt, die heute 80 Jahre und älter sind (vgl. Abbildung 1).

Auf diesen Zusammenhang haben jüngst auch Kollegen aus dem Institut für Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität in München in einer Stellungnahme sowie Experten des Statistischen Bundesamtes in einem Fachaufsatz hingewiesen.

Auch wenn aufgrund von Covid-19 in einzelnen Kalenderwochen eine erhöhte Sterblichkeit zu beobachten ist, liegt die Gesamtsterblichkeit in Deutschland im Jahr 2020 insgesamt unter dem alterungsbedingten Erwartungswert."

 

Abbildung 1: Bevölkerung über 80 Jahren in Deutschland 2010 bis 2019. Quelle: Statistisches Bundesamt Bevölkerungszahlen, eigene Berechnungen.     Quelle: s. unten

... "Der Anteil der Generation 80 plus an der Gesamtbevölkerung ist nach Angaben des Bundesamts für Statistik in den letzten zehn Jahren um 36 Prozent angestiegen. Wenn man bedenkt, dass die Mehrheit der Todesfälle auf die Altersgruppe 80 plus entfällt, dann wird man bei sonst ungefähr konstanter Bevölkerungsstruktur einen deutlichen Anstieg der Todesfälle in diesem Zeitraum erwarten."

... "Trotz Covid-19 wird 2020 mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Jahr, dessen Todesfallzahl unter dem alterungsbedingt steigendem Durchschnitt liegen wird."

...

"Höhere Todeszahlen Anfang 2021 nicht unwahrscheinlich"

... "Insofern ist ein weiterer Anstieg der Todesfälle im Januar und Februar 2021 nicht unwahrscheinlich und läge dabei trotzdem noch in den Bereichen, die wir auch bei heftiger ausfallenden Grippewellen beobachten."

Quelle: Heise online

https://www.heise.de/tp/features/Keine-Uebersterblichkeit-trotz-Covid-5001962.html?seite=2

 

Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE-Raten) in der Bevölkerung (GrippeWeb) ist in der 51. KW 2020 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit gesunken. Der Rückgang konnte sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen beobachtet werden. Die ARE-Rate liegt weiterhin deutlich unter dem Niveau der Werte der Vorsaisons. Im ambulanten Bereich (Arbeitsgemeinschaft Influenza) wurden im Vergleich zur Vorwoche insgesamt weniger Arztbesuche wegen ARE registriert, die Werte befinden sich insgesamt ebenfalls leicht unter denen der Vorsaisons.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 51. KW 2020 in insgesamt 60 (40 %) der 151 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter 45 (30 %) mit Rhinoviren, 15 (10 %) mit SARS-CoV-2 und eine Probe mit Parainfluenzaviren (PIV 1 – 4). Ein Patient hatte eine Doppelinfektion mit Rhinoviren und PIV. Influenzaviren wurden nicht nachgewiesen.
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance schwerer akuter respiratorischer Infektionen (ICOSARI) lagen validierte Daten bis zur 50. KW 2020 vor. Die Zahl stationär behandelter Fälle mit akuten respiratorischen Infektionen (SARI-Fälle) ist leicht gestiegen. Die SARI-Fallzahlen in der Altersgruppe 60 Jahre und älter sind dabei deutlich angestiegen. In den Altersgruppen ab 35 Jahre waren die SARI-Fallzahlen so hoch wie sonst nur auf dem Höhepunkt der Grippewellen in den Vorjahren. Der Anteil an COVID-19-Erkrankungen bei SARI-Fällen ist leicht gestiegen und lag in der 50. KW 2020 bei 68 %.
Quelle: RKI
https://influenza.rki.de/

 

 

24.12.20

 

 

Studien: Kontakte zu Kindern stärken Immunsystem

 

Risiko von schwerer Covid-19 Erkrankung wird vermindert

Eine schottische Studie hat nachgewiesen, dass eine erhöhte Exposition gegenüber kleinen Kindern mit einem verminderten Risiko verbunden ist, positiv auf SARS-CoV-2 zu testen. Auch das Risiko eines Covid-bedingten Krankenhausaufenthalts wird reduziert.

In der Studie wurden über 300’000 Erwachsene in Haushalten von Angestellten des Gesundheitswesens untersucht. Dass Kinder vor Coronavirus-Infektionen gut geschützt sind, ist mittlerweile bekannt. Erwachsene, die enge Kontakte zu Kindern haben, scheinen an diesem Schutz teilzuhaben.

Exposition statt Isolation : In einer in nature publizierten Studie wird aufgezeigt, dass das Immunsystem der Eltern aufgefrischt wird, wenn ihre Kinder in den Kindergärten neuen Krankheitserregern begegnen. Dies solle sogar dazu führen, dass Menschen mit Kindern länger leben als solche ohne. Das Immunsystem von Müttern und Vätern werde durch die Infektionen, die die Kinder nach Hause bringen, ständig trainiert. Erwachsene ohne Kinder - es sei denn, sie sind Lehrer oder Krankenschwestern - sind nicht im gleichen Ausmass Infektionen ausgesetzt.

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.09.21.20196428v1

https://www.nature.com/articles/s41598-019-39124-2.

 

 

 

Walter Plassmann ruft in der Corona-Debatte zu mehr Gelassenheit auf. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg warnt vor einer Dramatisierung, die die Gesellschaft krank mache - und kritisiert vor allem Markus Söder eindringlich.

23.12.20

 

 

Walter Plassmann ruft in der Corona-Debatte zu mehr Gelassenheit auf. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg warnt vor einer Dramatisierung, die die Gesellschaft krank mache - und kritisiert vor allem Markus Söder eindringlich.
Walter Plassmann ruft in der Corona-Debatte zu mehr Gelassenheit auf. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg warnt vor einer Dramatisierung, die die Gesellschaft krank mache - und kritisiert vor allem Markus Söder eindringlich.

Wochenberichte der AGI des RKI  (Sentinel-Praxen)

Kalenderwoche 50 (5.12. bis 11.12.2020)

Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage

Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE-Raten) in der Bevölkerung (GrippeWeb) ist in der 50. KW 2020 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit gestiegen. Seit der 46. KW 2020 ist ein leicht steigender Trend der ARE-Gesamt-Rate zu beobachten. Dennoch liegt die ARE-Rate weiterhin deutlich unter dem Niveau der Werte der Vorsaisons. Im ambulanten Bereich (Arbeitsgemeinschaft Influenza) wurde im Vergleich zur Vorwoche insgesamt wieder eine ähnliche Anzahl von Arztbesuchen wegen ARE registriert, die Werte befinden sich insgesamt ebenfalls leicht unter denen der Vorsaisons. Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 50. KW 2020 in insgesamt 88 (37 %) der 236 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter 61 (26 %) Proben mit Rhinoviren und 28 (12 %) Proben mit SARS-CoV-2. Ein Patient hatte eine Doppelinfektion mit Rhinoviren und SARS-CoV-2. Influenzaviren wurden nicht nachgewiesen.Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance schwerer akuter respirato rischer Infektionen (ICOSARI) lagen validierte Daten bis zur 49. KW 2020 vor. Die Zahl stationär behandelter Fälle mit akuten respiratorischen Infektionen (SARI-Fälle) ist insgesamt stabil geblieben. Die SARI-Fallzahlen in der Altersgruppe 35 bis 59 Jahre lagen weiterhin auf einem ungewöhnlich hohen Niveau, vergleichbar mit dem Höhepunkt der Grippewellen in den Vorjahren. Der Anteil an COVID-19-Erkran-kungen bei SARI-Fällen ist stabil geblieben und lag in der 49. KW 2020 bei 60 %.

 

 

COVID-19-Pandemie verändert die subjektive Gesundheit

Erste Ergebnisse der NAKO-Gesundheitsstudie

The impact of the COVID-19 pandemic on self-reported health—early evidence from the German National Cohort

Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 861-7;

"Die kumulative Inzidenz der nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektionen war im Frühjahr 2020 auf der Bevölkerungsebene in Deutschland gering. Jedoch beobachteten wir in der gesamten NAKO-Kohorte unabhängig vom Test- oder Infektionsstatus eine Verschlechterung der psychischen Gesundheitswerte während der bundesweiten sechswöchigen Gegenmaßnahmen. Unsere Ergebnisse deuten auf gesundheitliche Auswirkungen auf der Bevölkerungsebene hin, die deutlich über die direkten gesundheitlichen Auswirkungen von COVID-19 hinausgehen."

https://www.aerzteblatt.de/archiv/216950/COVID-19-Pandemie-veraendert-die-subjektive-Gesundheit

 

 

 

20.12.20

 

CoDAG-Bericht Nr. 4  -

Corona Data Analysis Group, Uni München (LMU) vom 11.12.20

(siehe Anlage)
1. Todesfälle durch COVID-19 – Adjustiert auf die Einwohnerzahl zeigt sich keine Übersterblichkeit:  ... "Insgesamt ist somit in der zweiten Welle der Pandemie bisher keine herausstechende Übersterblichkeit zu beobachten, bei der jungen Bevölkerung zeigt sich sogar eher eine Untersterblichkeit. "...
2. Problematische Entwicklung der Fallzahlen bei den Hochbetagten – Die bisherigen Maßnahmen verfehlen notwendigen Schutz der Ältesten:   ... "Es zeigt sich deutlich, dass die ergriffenen Maßnahmen (ab KW 45)zur Infektionseindämmung für die hoch vulnerable Bevölkerungsgruppe nicht hinreichend zielführend sind. In diesem Zusammenhang ist auch kritisch zu hinterfragen, ob die neusten verschärften Einschränkungen, die primär auf die unter 85-Jährigen abzielen, zielführend sein können, um die vulnerable und hochbetagte Bevölkerung zu schützen bzw. wie lange es dauert, bis die Effekte einer generellen Senkung des Infektionsdrucks in dieser Bevölkerungsgruppe sich auswirken. Bisher deutet sich keine Verlangsamung des Infektionsgeschehens für diese Bevölkerungsgruppe an. Daher sind Maßnahmen wie der besondere Schutz der von Altenheimen und Pflegeeinrichtungen besonders wichtig. ..."
3. Aktuelle Analysen zum Verlauf der Pandemie: Kein deutlicher Rückgang nach dem Lockdown. Seit der 3. Oktoberwoche gibt es insgesamt einen stabilen Verlauf.  ... "Insgesamt zeigen die Analysen einen Beginn des starken exponentiellen Wachstums in den letzten Septemberwochen. Eine Stabilisierung bei den gemeldeten Ansteckungen gab es schon inder 3. Oktoberwoche, also vor Inkrafttreten des “Lockdown Light”, was mit dessen Ankündigung und den deutlichen Appellen zur Vermeidung von Kontakten zusammenhängen könnte. Ein deutlicher Rückgang der Zahlen im November ist in keiner der untersuchten räumlichen Ebenen zu erkennen. "...
LMU München

CoDAG 4
bericht-4.pdf
PDF-Dokument [1.8 MB]

 

 

KBV-Chef: „Ein Lockdown ist keine langfristige Strategie“
Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Gassen glaubt nicht, dass mit dem Lockdown die Infektionsrate und die Zahl der Corona-Toten deutlich gesenkt werden kann. Er fordert stattdessen mehr Anstrengungen, um die Risikogruppen zu schützen.
https://www.rnd.de/politik/ein-lockdown-ist-keine-langfristige-strategie-kassenarzt-chef-gassen-im-interview-6YIIQAJ6ENHJTCPMVVRHPPDJ5E.html

 

 

Immer mehr Menschen begeben sich wegen der Corona-Krise und des Lockdowns
nun in psychologische Behandlung.

 

 

ZDF:

Impfstoff-Zulassung - "Spahn hat Druck ausgeübt"

von Britta Spiekermann und Adriana Hofer

Der Chef der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Ludwig, kritisiert die Schnelligkeit der Impfstoff-Zulassung. Er spricht auch von "Druck von Seiten der Politik".

"Allerdings stellt sich die Frage: Ist dieser Impfstoff wirklich ausreichend gut geprüft worden, sodass wir dann auch diejenigen, die sich jetzt impfen lassen, so informieren, dass sie eine selbstbestimmte Entscheidung treffen und überzeugt sind, dass es die richtige Maßnahme für sie ist?"

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-impfstoff-zulassung-kritik-ludwig-100.html

 

17.12.20

 

Berliner Zeitung:

Fresenius-Chef: Einseitiger Blick auf Intensivbetten ist falsch

"Fresenius-Chef Stephan Sturm kritisiert in der Corona-Krise einen zu starken Blick auf die Intensivkapazitäten der Kliniken. „Der einseitige Fokus der Politik auf Intensivbetten ist falsch“, sagte der Vorstandschef des Medizinkonzerns und Krankenhausbetreibers. Dort, wo es zu Engpässen in Krankenhäusern gekommen sei, sei das meist wegen des Mangels an Intensivpflegekräften geschehen und nicht wegen fehlender Intensivbetten. Den viel diskutierten Personalmangel habe es schon vor der Corona-Krise gegeben, sagte Sturm. "

https://www.berliner-zeitung.de/news/fresenius-chef-einseitiger-blick-auf-intensivbetten-ist-falsch-li.125825.amp

 

Bild

14.12.20

 

Stellungnahme: Masken bei Kindern

Stellungnahme zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung: «Die Maske ist nicht das, was Kinder irritiert»

Von Prof. Dr. Christof Kuhbandner, Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie, Universität Regensburg

Veröffentlicht am 4. Dezember 2020

Masken Kinder Prof. Kuhbandner.odt
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10.12.20

 

Interview in der "Welt":

Chef der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft kritisiert Studienlage bei Herstellern von mRNA-Vakzinen

Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Prof. Wolf-Dieter Ludwig, kritisiert die Studienlage bei den Impfstoffen von BioNTech und Moderna. Er selbst würde sich deswegen derzeit auch nicht gegen Covid-19 impfen lassen.

«Auch die Langzeitnebenwirkungen kann heute naturgemäss noch niemand beurteilen. Alles, was uns vorliegt, sind Pressemitteilungen der Hersteller. Das erlebe ich zum ersten Mal in den vielen, vielen Jahren, in denen ich klinische Studien zu Arzneimitteln bewerte», sagt Prof. Ludwig der Welt. ...  «Das sind insgesamt sehr wenige Ereignisse. Wenn Sie mit solchen Daten ein neues Medikament auf den Markt bringen wollen, haben sie ein Problem. Und was mich noch mehr ärgert: Wir wissen nicht, wer diese 170 oder 95 Infizierten sind. Jüngere Leute, die positiv, aber ohne Symptome sind? Oder doch ältere Patienten mit möglicherweise schwerer Erkrankung? Wir wissen derzeit nicht, wie der Impfstoff bei Risikopatienten wirkt, also bei jenen, die zuallererst geschützt werden müssen»
https://www.welt.de/politik/deutschland/plus221714088/Corona-Wissen-derzeit-nicht-wie-Impfstoff-bei-Risikopatienten-wirkt.html

 

 

08.12.20

 

 

05.12.20

 

Der Arzneimittelbrief:

Zur Entwicklung genetischer Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 – technologische Ansätze sowie klinische Risiken als Folge verkürzter Prüfphasen

"Von den Impfstoffkandidaten gegen SARS-CoV-2, die sich bereits in der Phase III der klinischen Prüfung befinden, sind 60% den genetischen Vakzinen zuzurechnen (nukleinsäurebasierte und virale Vektorimpfstoffe). Bei zwei dieser Kandidaten (einem mRNA- und einem viralen Vektorimpfstoff) werden derzeit (Stand 20.10.2020) von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) im Rahmen eines „rolling review“-Verfahrens bereits erste (nicht klinische) Daten geprüft. Unter dem Zeitdruck der Pandemie wurden die laufenden klinischen Phasen I und II zur Prüfung der Sicherheit durch Zusammenschieben und Zusammenlegen deutlich verkürzt („Teleskopierung“). Durch die Verkürzung üblicher Beobachtungszeiträume erhöht sich das Risiko, dass Nebenwirkungen während der klinischen Prüfung unerkannt bleiben. Somit tangieren die beschleunigten Testphasen auch die gesundheitspolitische Verantwortung bei der staatlichen Vorsorge. Ein weiteres Problem ergibt sich daraus, dass derzeit fast alle Impfstoffe an jüngeren Erwachsenen und nicht an älteren Menschen mit deutlich höherem Risiko für schwere Verläufe getestet werden. Auch wird ein sehr wichtiger Wirksamkeitsendpunkt der Impfstoffe, die „sterile Immunität“, in den laufenden Studien kaum berücksichtigt. Würde durch eine Impfung eine anhaltende sterile Immunität erreicht – die ideale Wirkung einer Impfung – könnten Infektionsketten unterbrochen werden. Die bisher publizierten Ergebnisse der laufenden Impfstudien lassen das aber kaum erwarten." ...

"Nach unserer Auffassung ist ein breiter wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Diskurs über die Probleme der beschleunigten Prüfung hinsichtlich der Impfstoffsicherheit sowie eine Harmonisierung unverzichtbarer Studienendpunkte mit öffentlicher Anhörung kritischer Experten notwendig (vgl. 33). Ärztinnen und Ärzte und die Menschen, die sich impfen lassen wollen, müssen über Wirksamkeit und Risiken genetischer Impfstoffe, die nach verkürzten Zulassungsverfahren auf den Markt kommen, umfassend aufgeklärt werden. Es sollten dieselben Standards gelten, wie sie auch bei anderen Impfungen gefordert werden. Hierzu gehören die Antworten auf folgende Fragen für die Praxis (vgl. 34):

  • Für welche Zielgruppe ist der Impfstoff zugelassen bzw. welche Zielgruppe könnte durch die Impfung profitieren und welche wissenschaftliche Evidenz gibt es hierfür?

  • Mit welchen Nebenwirkungen muss gerechnet werden?

  • Wie lange hält die durch den Impfstoff induzierte Immunität an, und wann muss gegebenenfalls erneut geimpft werden?

  • Wie wird der Impfstoff nach seiner Zulassung auf seine Sicherheit überprüft?

  • Wer haftet bei Impfschäden? "

Erschienen in: DER ARZNEIMITTELBRIEF, Jahrgang 54, Nr. 11, Nov. 2020, S. 85-89-

Der ARZNEIMITTELBRIEF wird monatlich an alle Ärzte in freier Praxis in Deutschland versendet und versteht sich als wissenschaftliche Publikation über Arrzneimittelforschung, unabhängig von der pharmazeutischen Industrie.

https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2020&S=85

https://www.researchgate.net/publication/345950519_Zur_Entwicklung_genetischer_Impfstoffe_gegen_SARS-CoV-2_-_technologische_Ansatze_sowie_klinische_Risiken_als_Folge_verkurzter_Prufphasen_in_DER_ARZNEIMITTELBRIEF_Nov_2020

 

 

Radio München:

UPDATE mRNA-Impfung: Wo sind die validen Studien?

Interview Prof Hockerts zu Corona-Impfung

Professor Stefan Hockertz war Direktor und Professor des Institutes für Experimentelle und Klinische Toxikologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf von 2003 bis Ende 2004. Davor war er Mitglied des Direktoriums des Fraunhofer Institutes für Toxikologie und Umweltmedizin in Hamburg von 1995 bis 2002 und von 1986 bis 2001 arbeitete er als Forscher bei der Fraunhofer Gesellschaft in Hannover. Seine erste akademische Ausbildung als Diplombiologe erhielt Hockertz 1985. Prof. Stefan W. Hockertz ist zum „Eurotox Registered Toxicologist“ ernannt, zudem hält er die Ernennung zum Herstellungs- und Kontrolleiter gemäß § 15.1 und §15.3 des Arzneimittelgesetzes.

 
 
 
Zeit online:
Für viele Maßnahmen in der Pandemie gebe es keine wissenschaftliche Basis, bemängelt der Gesundheitsforscher Prof. Jürgen Windeler, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), in einem Interview mit zeit.de am 2.12.
Er plädiert dafür, Corona-Tests anders zu beurteilen – und Kritiker ernst zu nehmen.
..."Wenn Risikokommunikation erfolg­reich sein soll, muss sie die Menschen als ent­schei­dungs­fä­hi­ge Personen behan­deln. Das ist wis­sen­schaft­lich gut belegt. In Deutschland hat man sich meist mit Warnungen und Drohungen begnügt. Das ist kei­ne Kommunikationsstrategie."...
 
 

 

03.12.20

 

Interessenkonflikt bei leitendem RKI-Mitarbeiter

 

Während der Pandemie muss das Robert-Koch-Institut (RKI) sich derzeit mit einem jetzt bekannt gewordenen Interessenkonflikt in den eigenen Reihen beschäftigen: Ein Fachgebietsleiter des Instituts ist gleichzeitig Gesellschafter einer Firma, die Corona-Tests mit entwickelt hat, sogenannte PCR-Tests. Zu den Aufgaben des RKI gehört es, die nationalen Teststrategien zu erarbeiten – es gibt also Überschneidungen zwischen der Arbeit des Instituts und der Firma.

Der RKI-Fachgebietsleiter Heinz Ellerbrok ist gleichzeitig Gesellschafter der Firma GenExpress Gesellschaft für Proteindesign. Das RKI ist seit mehr als 20 Jahren Kunde des Unternehmens, erklärt die Sprecherin des Instituts. Seit 2005 arbeitet die Firma laut Auskunft des Senats auch in geringem Umfang für die Charité. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der Firma TIB Molbiol zusammen, die Anfang dieses Jahres gemeinsam mit dem Virologen Christian Drosten einen der ersten PCR-Tests auf Covid-19 entwickelt hat.

 

https://www.welt.de/wirtschaft/plus221257894/Corona-Tests-Hinweis-auf-Interessenkonflikt-bei-leitendem-RKI-Mitarbeiter.html

 

 

 

30.11.20

 

Zahlen aus Schweden

 

Für Schweden, das im Frühjahr bekanntermaßen einen Weg ohne Maskenpflicht und Lockdown ging und deshalb großem internationalem Druck ausgesetzt war, liegen gute Daten zur monatlichen Sterblichkeit bis zum Jahr 1851 vor.

In der untenstehenden Grafik sind die monatlich registrierten Toten pro Millionen Einwohner von links im Jahr 1851 nach rechts im Jahr 2020 dargestellt. Sichtbar ist, dass im Verlauf die Höhe der Ausschläge der Sterblichkeit abnimmt, was mit Wohlstand und (medizinischem) Fortschritt erklärbar sein dürfte. 

Die Entwicklung verläuft in Wellen und im Abstand von 4-12 Jahren sind auch innerhalb dieser Wellen immer wieder Monate mit größeren Ausschlägen zu beobachten. Auf den ersten Blick erkennbar ist der aktuelle Peak (ganz rechts) mit insgesamt 10.458 Menschen, die allein im April 2020 in Schweden gestorben sind. Im deutschen Ärzteblatt aber auch in den schwedischen Medien wurde darüber berichtet und festgestellt, dass es sich um die höchste monatliche Zahl seit 1993 handelt. Im Dezember 1993 wurden in Schweden mit 11057 in der Tat mehr Tote in einem Monat registriert. Das ist zwar richtig, wenn allerdings diese Zahl an die Bevölkerungszahl Schwedens 1993 angepasst wird, also ins Verhältnis zur Bevölkerung (Tote pro Millionen Einwohner) zum jeweiligen Zeitpunkt gesetzt wird, stellt sich das Bild anders dar. Dann muss festgestellt werden, dass ähnliche monatliche Peaks in Schweden schon mehrmals in den letzten 20 Jahren aufgetreten sind. Die Situation im Dezember 1993 ist sogar deutlich dramatischer einzuschätzen. Aber auch im Januar 2000 z.B. lag die Todesrate in Schweden mit 1070 pro Millionen Einwohner*innen deutlich höher, als im April 2020 mit einer Rate von 1020 pro Millionen. Auch ähnlich hohe Werte im Januar 2003 mit 1008  und im März 2005 mit 1002 Toten/pro Millionen Einwohner sind in Schweden festzustellen (alle Berechnungen adaptiert an eine Monat mit 30 Tagen).  Es sind genau diese fehlenden Vergleiche, die eine bedrohliche Stimmung erzeugen, von einer Katastrophe, die objektiv auch in Schweden nicht vorliegt oder eben schon mehrmals in den letzten Jahren unbemerkt stattgefunden haben müsste. Die Meldungen in vielen deutschen Medien über die angeblich höchste "Todesrate" in Schweden seit 1993 ist schlicht und ergreifend falsch. Die Verwechslung einer absoluten Zahl von Toten mit der Todesrate, die sich auf die aktuelle Bevölkerungszahl bezieht,  ist bei Laien noch verständlich, bei Wissenschaftsjournalisten lässt sie allerdings mindestens Zweifel an deren Kompetenz aufkommen. Nicht nur in der Welt wurde dann völlig sinnentleert noch die Gesamtzahl der Toten von 1993 in Schweden genannt und von der größten "Todesrate seit der spanischen Grippe im Jahr 1918" geschrieben. Eine Erhöhung der Dosis an Fehlinformation ist immer möglich. Seine Wirkung entfalten deartige Meldungen, nicht nur im Boulevard,  sondern durch Weglassen der wichtigen Relationen auch im deutschen Ärzteblatt. Das alles sollte das Scheitern des schwedischen Umgangs mit der Infektionswelle dokumentieren. Den Ansprüchen an seriöse Berichterstattung und den Kodex zur Berichterstattung über Gesundheitsthemen wird dies leider nicht gerecht.

Grosses Diagramm
schweden_deaths.jpg
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25.11.20

 

Chirurgische Masken bieten Träger in Studie keinen sicheren Schutz vor SARS-CoV-2

"Das Tragen einer chirurgischen Maske in der Öffentlichkeit bietet für den Träger selbst keinen sicheren Schutz, sondern nur eine tendenzielle Schutzwirkung vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2. Diese schon bekannte Er­ken­ntnis unterstreicht jetzt eine aktuell in den Annals of Internal Me­dicine (2020; DOI: 10.7326/M20-6817) erschie­nene Studie, die in Dänemark während der ersten Welle der COVID-19-Pandemie durch­geführt wurde." Deutsches Ärzteblatt

https://www.aerzteblatt.de/studieren/nachrichten/118527/Chirurgische-Masken-bieten-Traeger-in-Studie-keinen-sicheren-Schutz-vor-SARS-CoV-2

 

 

 
"Routinedaten bieten eine exzellente Basis zur Überwachung des Pandemiegeschehens in unseren Krankenhäusern. Wir schlagen dringend eine zeitnahe, auf den Abrechnungsdaten basierende Überwachung der Krankenhausfälle inklusive der Intensiv-und Beatmungsfälle vor, die gemeinsam mit den Zahlen zu den Infektionsraten eine umfassende Grundlage zur Steuerung der Pandemie geben.
Das Maximum der wöchentlichen COVID-Krankenhausfälle folgte dem Maximum der Neuinfizierten mit ca. einer Woche Abstand.
Es wurden im ersten Halbjahr 2020 drei Mal mehr COVID-Verdachtsfälle als nachgewiesene COVID-Fälle aufgenommen. Für die Schonung der Kapazitäten und notwendigen Schutzmaßnahmen muss ein Standard gelten, wie mit Patienten mit negativer PCR, aber typischen Symptomen umzugehen ist.
Im ersten Halbjahr 2020 wurden deutlich weniger Patienten im Krankenhaus behandelt als 2019. Auch die Gesamtzahl der SARI-Fälle, Intensivfälle und Beatmungsfälle war zu jedem Zeitpunkt geringer als 2019. Zu keinem Zeitpunkt war in den beteiligten Krankenhäusern ein Kapazitätsengpass messbar. Die Folgen der verminderten Krankenhausbehandlungen müssen genau und zeitnah analysiert werden, um auch anhand dieser Daten zu bilanzieren, welche Maßnahmen angemessen sind."
 
 
 
Einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian (vom 05.Juni 2020) folgend sind im April 2020 in englischen und wallisischen Altenheimen ohne Covid-Erkrankungen 10 000 Menschen mehr gestorben als in den Aprilmonaten der Vorjahre, was einer Übersterblichkeit von 83% entspricht. Die Gesellschaft für demenzkranke Menschen führt diese Sterblichkeit auf die Vereinsamung durch fehlende Besuche durch Familien sowie auf die Isolation in den Bewohnerzimmern zurück.
 
 
Eine neue Studie von 300.000 Mitarbeitern des Gesundheitsdienstes NHS in Schottland zeigt ein erniedrigtes Risiko für Erwachsene an COVID-19 zu erkranken, wenn Kinder im Haushalt leben. Die Studie wurde am Preprint Server medRxiv veröffentlicht. Kinder sind relativ vor einer Coronavirus-Infektion und der damit zusammenhängenden Krankheit COVID-19 geschützt. Die Gründe für diesen Schutz sind nicht gut verstanden, aber eine Grundimmunität durch häufige Infekte u.a. mit anderen Coronaviren in der Vergangenheit durch viele und enge soziale Kontakte wären plausibel. Erwachsene, die wiederum enge Kontakte zu Kindern haben, können möglicherweise zumindest teilweise an diesem Schutz teilhaben. Pro Kind im Haushalt berechneten die Forscher*innen eine 17%ige Reduktion des Risikos für Erwachsene zu erkranken.

 

 

 

Immunität bei Kindern durch Antikörper von Corona-Erkältungsviren mit bis zu 60 Prozent erklärbar

Kinder und Jugendliche sind wesentlich seltener mit SARS-Cov-2 infiziert und sind wahrscheinlich auch selbst erheblich weniger ansteckend. Schon bisher wurde nachgewiesen, dass es auch bei Erwachsenen eine recht weit verbreitete Immunität dank früherer Infektionen mit den Corona-Erkältungsviren gibt. Haben bisherige Studien eine Kreuzreaktion durch T-Zellen nachgewiesen, wurde auch gegen SARS-Cov-2 neutralisierende Antikörper bei 60 Prozent von Kindern im Alter zwischen 6 und 16 Jahren gefunden. Bei Erwachsenen lag der Anteil dagegen nur bei 6 bis 10 Prozent.

Die neuen Befunde, die im Fachjournal Science am 6. November veröffentlicht wurden, erklären vieles von den bisher unklaren Entwicklungen. So zum Beispiel die niedrige Ansteckungsgefahr bei Kindern.

https://science.sciencemag.org/content/early/2020/11/05/science.abe1107

 

 

 

23.11.20

 

Rettet die Covid-19-Impfung Menschenleben?

Die Impstoffstudien beantworten die elementarste Frage nicht

Der zu erwartende Profit für die Pharmaindustrie und der hohe politisch Druck führen zu einer rasanten Enwicklung eines Impfstoffs gegen Coronaviren. Trotz Nutzung neuer Impftechnologie drohen diese Impfstoffe ohne Prüfung möglicher Langzeitschäden zugelassen zu werden.

Unabhängig von dieser Problematik scheint die Wirksamkeit der Impfstoffe nicht ausreichend belegt zu sein.

Im British Medical Journal wurden von Peter Doshi die Studiendesigns der Impstoffhersteller analysiert. Wie bei allen Studien zu pharmazeutischen Wirkstoffen ist für die Beurteilung der Effektivität wichtig, welche Endpunkte definiert und gemessen werden. So kann ein Blutdruckmittel zum Beispiel den Blutdruck signifikant um wenige Punkte senken, trotzdem keinen Überlebensvorteil oder Verbesserung der Lebensqualität im Sinne einer Vermeidung von Herzinfarkten und Schlaganfällen zum Ergebnis haben. Verbesserte Laborparameter (Laborkosmetik) oder minimale subjektive Verbesserungen in Patientenfragebögen sind zweifelhafte Erfolge, vorallem wenn bedeutende Nebenwirkungen damit verbunden sein können. Es kommt also bei Studien und der Darstellung ihres "Erfolgs" immer darauf an, relevante und entscheidende Endpunkte zu bestimmen. Erfolgsmeldungen bei der Entwicklung von Arzneimitteln sind deshalb immer besonders kritisch zu analysieren, umsomehr, wenn - wie bei Impfstoffen -  damit massenhaft gesunde Menschen behandelt werden sollen und damit auch gesundheitlicher Schaden angerichtet werden kann.

Bei den laufenden Studien zu den Impfstoffen gegen Covid-19 sehen die schnell gestrickten Studiendesigns als Endpunkt weder die Messung der Vermeidung von Toten, Krankenhauseinweisungen, Notwendigkeit von Intensivbehandlungen, noch die Reduktion der Infektionsübertragung vor. Die in den Medien unkritisch publizierten Erfolgsmeldungen sind deshalb zu hinterfragen.

https://www.bmj.com/content/371/bmj.m4037

 

Erwiderung auf Kritik an Stellungnahme „COVID-19: Wo ist die Evidenz?“

 

Erwiderung auf Kritik an Stellungnahme „COVID-19: Wo ist die Evidenz?“

"Die Stellungnahme des EbM-Netzwerks „COVID-19: Wo ist die Evidenz?“ wurde in der Öffentlichkeit kritisiert. Wir haben die wesentlichen Aussagen herausgegriffen, zu denen uns konkrete wissenschaftliche oder handwerkliche Fehler vorgehalten werden. Zu diesen Punkten möchten wir hier Stellung beziehen."

https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/erwiderung-kritik-stellungnahme-covid19

 

 

ARTE-Doku:

Corona: Sicherheit kontra Freiheit - Deutsche, Franzosen und Schweden in der Krise

"Seit Anfang 2020 fordert das Corona-Virus die Welt heraus. Die Regierungen
Europas reagierten zunächst mit einem Lockdown. Allein Schweden setzt bis
heute auf Freiwilligkeit. Zu Recht? Oder bewährt sich gar dieser Weg? Die
Doku vergleicht den Kurs Deutschlands, Frankreichs und Schwedens im
Gesundheitswesen, in Wirtschaft und Gesellschaft - und zeigt auch die Rolle
der Medien."
NDR / ARTE * 52 Min. * Verfügbar vom 10/11/2020 bis 07/02/2021

https://www.arte.tv/de/videos/098118-000-A/corona-sicherheit-kontra-freiheit/

 

 

 

29.11.20

 

 

"Dunkelziffer deutlich größer als bekannte Melderate: Einfache Modellrechnungen
zeigen, dass die „Dunkelziffer“ der Infektion in der nicht-getesteten Population um ein
vielfaches über der Zahl der bekannten, neu gemeldeten Infektionen (Melderate) liegt.
Legt man die Prävalenz von 1% aus der Gesamterfassung der Bevölkerung der Slowakei
zugrunde, erhält man für Deutschland gegenüber 130.000 bekannten Meldungen in einer
Woche weitere 815.000 Infektionen in der nicht-getesteten Bevölkerung. Den Richt- und
Grenzwerten, die lediglich auf den Meldungen der Infektionen nach Testungen beruhen,
kann in der Konsequenz damit keine tragende Bedeutung zugemessen werden, da sie
nicht zuverlässig zu bestimmen sind.
Seroprävalenzstudien (Antikörper) zeigen Dunkelziffer zwischen Faktor 2 und 6:
Die vorliegenden Seroprävalenzstudien sind sehr früh in der Epidemie, meist im
unmittelbaren Zusammenhang mit der sog. 1. Welle, durchgeführt worden. Die kumulative
Perspektive der Antikörperbestimmungen weist auf eine Dunkelziffer zwischen Faktor 2
und Faktor 6 im Vergleich zu den kumulativen Befunden aus der PCR-Diagnostik. Aus
Madrid sind erste Daten veröffentlicht, die über 50% liegen und eine teilweise
Immunisierung der Bevölkerung bedeuten könnten."
"Die derzeit verwendeten Grenzwerte ergeben ein falsches Bild und können nicht
zu Zwecken der Steuerung und für politische Entscheidungen dienen. "

https://www.socium.uni-bremen.de/uploads/News/2020/Thesenpapier_6.pdf

 

dazu auch: ZDF heute live

https://www.zdf.de/nachrichten/zdfheute-live/schrappe-lauterbach-corona-risikogruppen-100.html

 

20.11.20

 

Covid-19: Ärzte ohne Grenzen fordert Transparenz bei steuerlicher Förderung von Impfstoffen

Mit Blick auf die milliardenschweren Steuersubventionen für die Impfstoffentwicklung fordert Ärzte ohne Grenzen volle Transparenz bei öffentlichen Investitionen und Vorabverträgen für Impfstoff-Kontingente. Regierungen müssen von den Pharmakonzernen dringend Auskunft über alle Lizenzvereinbarungen für Impfstoffe sowie über die Kosten und Daten klinischer Studien verlangen, so die internationale Hilfsorganisation

https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/presse/covid-19-impfstoff-tranparenz

 

 

 

 

Studie in Deutschland: Angst vor Corona verstärkt Übersterblichkeit

Eine Vorabstudie des Klinikums Hochrhein in Waldshut-Tiengen belegt: Im Frühjahr gab es eine Übersterblichkeit, doch nur etwa die Hälfte der Todesfälle hatte einen Bezug zu COVID-19. Viele Menschen starben, weil sie aus Angst vor einer Ansteckung nicht zum Arzt gingen.
 

dazu auch:

Unerwartet hohe Sterblichkeit in Privathaushalten durch Lockdown in Großbritannien

BBC: Neue Zahlen der britischen Statistikbehörde Office for National Statistics (ONS) belegen, dass die in Grossbritannien verhängten Corona-Massnahmen möglicherweise bislang mehr als 26’000 Todesopfer verursacht haben.

«In Privathaushalten ereigneten sich dieses Jahr mehr als 26’000 zusätzliche Todesfälle», schreibt die BBC. «Im Gegensatz dazu war die Zahl der Todesfälle (ohne Covid-19) in Krankenhäusern niedriger als üblich.»

Die Covid-Epidemie habe «möglicherweise dazu geführt, dass weniger Menschen im Krankenhaus behandelt wurden», interpretiert BBC die Zahlen.

Den Statistiken des ONS zufolge starben in England und Wales Männer häufiger als sonst üblich dann zu Hause, wenn sie an Herzkrankheiten litten. Bei Frauen waren Demenz und Alzheimer die unbehandelten Erkrankungen, die zum Tod im Privathaushalt führten.

«Zwischen März und September 2020 gab es in England 24’387 mehr Todesfälle in Privathaushalten als erwartet und 1644 in Wales. Die grosse Mehrheit der Todesfälle war nicht mit Covid-19 assoziiert», resümiert die BBC.

BBC: Deaths at home: More than 26,000 extra this year, ONS finds - 19. Oktober 2020

 

und:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114349/USA-Uebersterblichkeit-uebertrifft-die-Zahl-der-gemeldeten-Todesfaelle-an-COVID-19

https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/norditalien_covid_19_sterbezahlen_bilden_auswirkungen_der_pandemie_nur_unvollstaendig_a

http://www.theguardian.com/world/2020/jun/05/covid-19-causing-10000-dementia-deaths-beyond-infections-research-says

 

 

16.11.20

 

Risikokommunikation von COVID-19- Mortalitätsdaten

Aus dem Netzwerk evidenzbasierte Medizin

"Vergleiche mit anderen Infektionskrankheiten und
Todesursachen können die Beurteilung von Krankheitslast
und Sterberisiko durch SARS-CoV-2-Infektionen in
einen Bezugsrahmen stellen. Unterschiedliche Verfahren
der Erfassung und Auswertung müssen dabei berücksichtigt
werden. Die Berichterstattung durch das RKI und
in den Medien sollte die Kriterien einer wissenschaftsbasierten
Risikokommunikation berücksichtigen."

https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/ebm-kolumnen

Risikokommunikation von COVID-19- Mortalitätsdaten
12_20_covid-mortalitaetsdaten.pdf
PDF-Dokument [1.0 MB]

 

12.11.20

 

Big Pharma: Die Allmacht der Konzerne

Die Pharmaindustrie hat einen enormen Einflussradius und kann über gesundheitspolitische Entscheidungen verfügen. Einigen Konzernen gelingt es, Forschung, Gelder und Krankenkassen für die Förderung ihrer teuersten Medikamente zu gewinnen. Anderen wurde nachgewiesen, Nebenwirkungen vertuscht zu haben. Der Kampf gegen Covid-19 stachelt die Gier der Pharmakonzerne weiter an.

arte-Dokumentation zu sehen bis 14.02.20021

https://www.arte.tv/de/videos/085428-000-A/big-pharma/

 

10.11.20

 

Die Grenzen des Erträglichen

Weniger die gesundheitlichen als die demokratischen Folgen der Maßnahmen gegen Coronaviren kommentiert Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung.

https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-massnahmen-die-grenzen-des-ertraeglichen-1.5100174

 

06.11.20

 

Gerade jetzt: Interessenkonflikte offenlegen!

 

Der Kampf um die Entwicklung eines Impfstoffes ist in vollem Gange, die Aussicht auf Profit ist für die Pharmaindustrie gigantisch. Pharmakonzerne geben im Vergleich zu ihren Forschungsausgaben 2-3 mal mehr Geld für Werbung aus. Ein erheblicher Teil dieser Ausgaben fließt in die "PR-Arbeit" zur Beeinflussung von Mediziner*innen. Die Medien wären gerade jetzt gut beraten, diese Interessenkonflikte bei jeder Äusserung, die in der Bevölkerung relevante Wirkung entfalten könnte, bei ihren Interviewpartner*innen zu erfragen und benennen.

 

Auffällig oft wurden in den letzten Tagen Mediziner*innen aus dem Uniklinikum Hamburg Eppendorf zitiert, die vor einer dramatischen zweiten Welle warnten. Wenig bekannt ist jedoch, dass in Zusammenarbeit bzw. im Auftrag des Pharmunternehmens IDT Biologika eben an dieser Klinik zur Zeit ein Impfstoff entwickelt bzw. getestet wird. Zudem ist diese Uniklinik an der Produktion von Plasmiden für den Impfstoff des Unternehmens Inovio (USA) beteiligt.  Aktuelle Zahlen zu Geldzahlungen  der Pharmaindustrie an die Uniklinik liegen leider nicht vor. Allerdings konnten durch Auswertung von freiwilligen Angaben für 2015 und 2016 Zahlungen von mindestens 1,7 Millionen Euro nachgewiesen werden, was eher nur einem Bruchteil der Zuwendungen entsprechen dürfte.

Die Nähe zur Pharmaindustrie im Allgemeinen lässt sich bei einem besonders alarmistischen Kollegen belegen. Der Hamburger Lungenarzt Hans Klose vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf warnte in den Medien  - zwar ohne ausreichende Evidenz, dafür aber umso eindringlicher - vor den Spätfolgen einer Covid-19 Erkrankung. Nur mit einem Impfstoff könnten wir zu einem normalen Leben zurückkehren. Seine Interessenkonflikte konnten aufgrund erfreulicher Recherchen wenigstens für das Jahr 2015 gezeigt werden: Die persönlichen Zuwendungen der Pharmaindustrie beliefen sich nur für das Jahr 2015 auf mindestens 61.379,65 €.

 

05.11.20

 

Gesundheitsamtschef strafversetzt

 

Der Leiter des Gesundheitsamtes Aichach-Friedberg, Friedrich Pürner, ist nach seiner Kritik an der Corona-Politik der bayerischen Staatsregierung strafversetzt worden.

Pürner nahm die Bestrafung gelassen. Auf Twitter schrieb er: „Nach Kant hat entweder alles einen Preis oder eine Würde. Ich wähle die Würde! Den Preis zahle ich gerne. Ärzte dürfen nicht schweigen. Niemals!“

https://www.reitschuster.de/post/gesundheitsamtschef-strafversetzt/

 

04.11.20

 

Neue Panikwelle: Vergleiche bleiben wichtig

Überfüllte Intensivstationen während Grippewellen: Problem lange bekannt

 

Mit der Ausrufung des völlig unverhältnismäßigen "Lockdowns light" ist wieder vermehrt alarmistische Berichterstattung über Infektionszahlen, Zustände in Krankenhäusern und Intensivstationen zu beobachten. Garniert wird die Panikmache noch zusätzlich mit Berichten von Einzelfällen junger Patient*innen oder verantwortunglosen Spekulationen über Langzeitfolgen. Als Folge beobachten wir wieder eine verstärkt verängstigte Bevölkerung. Leider führt dieser Zustand wiederum zu einem Rückgang der Inanspruchnahme des Gesundheitssystems durch wirklich kranke Menschen, die dringend medizinische Hilfe benötigen würden. Die Verbreitung von Angst und Panik führt zu gesundheitlichen und gesellschaftlichen Schäden.

Deshalb ist es auch in diesem Herbst notwendig, die Hiobsbotschaften zu prüfen und ins Verhältnis zu setzen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass im Herbst und Winter Atemwegsinfekte zunehmen, Krankenhäuser überlastet sind und eine erhöhte Sterblichkeit besteht. Also müsste gefragt werden:

Wurde in den Vorjahren im selben Ausmaß über gefährliche Viren berichtet? War die Bevölkerung im gleichen Ausmaß verängstigt?

Waren die Intensivstationen in den letzen Jahren bei Grippewellen ähnlich überlastet? Starben in den letzen Jahren während der Saison mit vermehrten Atemwegsinfekten ebenfalls mehr übwerwiegend alte Menschen? Gab es in den letzten Jahren eine ähnliche saisonale Übersterblichkeit?

Auch aktuell fehlen in den Medien durchweg Vergleichszahlen, die eine besonnene und rationale Einschätzung des Risikos für die Bevölkerung möglich machen. Wie schon im Frühjahr wird der natürliche Tod als Katastrophe, und nicht als Bestandteil des Lebens vermittelt.

 

Einige beispielhafte, damals wenig beachtete Medien-Berichte zur Situation in den Vorjahren zum ersten Vergleich:

 

Deutschland

https://www.bild.de/regional/leipzig/grippe/grippe-gau-in-leipzigs-kliniken-55075602.bild.html

https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/intensivstationen-meldeten-nichts-geht-mehr-1269870.html

https://pflege-professionell.at/at-wenn-die-influenza-auf-der-intensiv-landet

https://taz.de/!1253109/

https://www.klinikum-bad-hersfeld.de/grippewelle_krankenhaeuser_stossen_an_kapazitaetsg.html

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.influenza-grippepatienten-landen-auf-der-intensivstation.f3575639-eafd-4462-9ad1-aea973b30d7d.html

Italien

https://milano.corriere.it/notizie/cronaca/18_gennaio_10/milano-terapie-intensive-collasso-l-influenza-gia-48-malati-gravi-molte-operazioni-rinviate-c9dc43a6-f5d1-11e7-9b06-fe054c3be5b2.shtml

England

https://www.theguardian.com/society/2019/dec/02/nhs-winter-crisis-extra-beds-created-by-52-per-cent-of-uk-hospitals

USA

https://www.statnews.com/2018/01/15/flu-hospital-pandemics/

https://time.com/5107984/hospitals-handling-burden-flu-patients/

Spanien

https://www.huffingtonpost.es/2017/01/13/gripe-colapso-hospitales_n_14135402.html

https://elpais.com/ccaa/2015/01/13/madrid/1421182112_975809.html

 

30.10.

 

Kassenärztliche Bundesvereinigung

Gemeinsames Positionspapier zur COVID-19-Pandemie/ 30. Oktober 2020

 

„ZUSAMMENFASSUNG DER KERNTHESEN

  • Abkehr von der Eindämmung alleine durch Kontaktpersonennachverfolgung.
  • Einführung eines bundesweit einheitlichen Ampelsystems anhand dessen sowohl auf Bundes-als auch auf Kreisebene die aktuelle Lage auf einen Blick erkennbar wird.
  • Fokussierung der Ressourcen auf den spezifischen Schutz der Bevölkerungsgruppen, die ein hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.
  • Gebotskultur an erste Stelle in die Risikokommunikation setzen.“

 

„AUSGANGSLAGE

Der derzeitige rasante Fallzahlanstieg nach den ruhigeren Sommermonaten zeigt klar, dass aufgrund der Eigenschaften von SARS-CoV-2 eine Pandemiebekämpfung ausschließlich im Rahmen einer Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr möglich sein wird. Bereits im Sommer konnte bei niedrigen Fallzahlen das Infektionsgeschehen nicht vollkommen nachverfolgt und eingedämmt werden. Bedingt durch die Saisonalität des Infektionsgeschehens, die Verlagerung der Aktivitäten von draußen nach drinnen sowie die erhöhte Infektanfälligkeit in den Herbst-und Wintermonaten ist mit höheren Fallzahlen als im Frühjahr und Frühsommer zu rechnen. Wieder auf Lockdowns zu setzen, könnte –inder Hoffnung Infektionszahlen zu senken –diereflexartige Konsequenz darauf sein. Aber wir haben in den Monaten der Pandemie deutlich dazugelernt. Der Rückgang der Fallzahlen ist politisch zwar eine dringende Aufgabe, aber nicht um jeden Preis. Wir erleben bereits die Unterlassung anderer dringlicher medizinischer Behandlungen, ernstzunehmende Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen durch soziale Deprivation und Brüche in Bildungs-und Berufsausbildungsgängen, den Niedergang ganzer Wirtschaftszweige, vieler kultureller Einrichtungen und eine zunehmende soziale Schieflage als Folge.Wir berufen uns auf das grundlegende medizinisch-ethische Prinzip des ärztlichen Handelns: „primum nihil nocere“ („erstens nicht schaden“). Dieser Grundsatz auf die momentane Situation angewendet bedeutet, die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie so zu wählen, dass wir schwere Verläufe wirksam mindern, ohne neue Schäden zu verursachen.Dabei sind wir auf die Bereitschaft der Bevölkerung zur Mitarbeit angewiesen. Ohne ihre Kooperationlaufen die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung ins Leere. Sobald sich Verordnungen als widersprüchlich, unlogisch und damit für den Einzelnen als nicht nachvollziehbar darstellen oder von Gerichten außer Kraft gesetzt werden, entsteht ein Akzeptanz-und Glaubwürdigkeitsproblem. Wir könnten diejenigen verlieren, die wir dringend als Verbündete im Kampf gegen das Virus brauchen.“ …

„ AUF GEBOTE ANSTATT AUF VERBOTE SETZEN

Barack Obama gewann seine Landsleute 2009 mit einem einfachen Satz: Yes, we can. So sollte auch unsere Strategie sein. Wir wollen und müssen die Menschen mitnehmen, ihnen Mut machen. Wir wollen und können es zusammen schaffen und zwar nicht mit Angst, Panik und Verboten, sondern mit dem Aufzeigen von Alternativen. Hoffnung ist ein besserer Partner als Verzagtheit. Wir müssen uns ehrlich eingestehen: Dieses Virus wird uns die nächsten Jahre begleiten. Auch ein Impfstoff wird nur ein Mittel unter vielen zur Bekämpfung der Pandemie sein. Bisher konnte erst einmal ein Virus durch einen Impfstoff über jahrzehntelange Impfkampagnen ausgerottet werden. Deshalb müssen wir viel stärker darüber sprechen, wie das Zusammenleben trotz des Virus in größtmöglicher Freiheit stattfinden kann. Ein achtsamerer Umgang miteinander, als wir ihn bisher vielleicht gelebt haben, ist hierfür erforderlich. Wir setzen auf Gebote anstelle von Verboten, auf Eigenverantwortung anstelle von Bevormundung. Verbote oder Bevormundung haben eine kurze Halbwertszeit und entsprechen nicht unserem Verständnis einer freiheitlich demokratischen Grundordnung.“ …

 

 

Schwedens beneidenswerte Lage im Anti-Corona-Kampf

Während die Infiziertenzahlen anderswo in Europa steigen und der nächste Lockdown näher rückt, kann Schweden es sich leisten, die Beschränkungen zurückzufahren

 

 

29.10.20

 

Corona-Lockdown: Droht tatsächlich eine akute nationale Gesundheitsnotlage?

 

Prof. Dr. Christof Kuhbandner:  Die beschriebenen Befunde legen nahe, dass in Wirklichkeit keine nationale Gesundheitsnotlage droht. Weder ist die Gesamtanzahl der belegten Intensivbetten in den letzten Wochen gestiegen, noch die Gesamtanzahl der stationär behandelten SARI-Fälle, noch die Anzahl der Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung. Das einzige, was gestiegen ist, ist die Anzahl der Personen mit positiven SARS-CoV-2 Testergebnissen, was angesichts der sich häufenden Meldungen von falsch-positiven Testergebnissen daran liegen könnte, dass viele Labore Single-Target-Tests ohne Bestätigungstest einsetzen, so dass die erhaltenen positiven Testergebnisse womöglich zum Teil eher den üblichen saisonal bedingten Anstieg harmloserer Coronaviren widerspiegeln, als einen dramatischen Anstieg in SARS-CoV-2-Infektionen.

 

https://www.heise.de/tp/features/Corona-Lockdown-Droht-tatsaechlich-eine-akute-nationale-Gesundheitsnotlage-4942433.html

 

 

 

Intensivstationen stark belegt - wegen Corona?

Auch der hausärztliche Kollege Dr. Mathias Keilich hat sich die Mühe gemacht, die alarmierenden Zahlen in den Medien genauer anzusehen: "Wenn man den Mut hat unter das Bett zu schauen, dann stellt man fest, es gibt gar keine Gespenster. Da liegt einfach nur der normale alltägliche Staub rum. Mal etwas mehr, mal etwas weniger."

https://keilich.berlin/intensivstationen-stark-belegt-wegen-corona/

 

 

Spezifische Prävention als Grundlage der „Stabilen Kontrolle“

Die Epidemie durch SARS-CoV-2/Covid-19 hat eine große Dynamik erreicht. Die hohen Zahlen neu gemeldeter Infektionen und vor allem der langsam, aber deutlich ansteigende Anteil positiver Testergebnisse auf jetzt über 2,5% (im Ausland längst zweistellig) weisen darauf hin, dass die Epidemie in der Bevölkerung eine weite Ausbreitung gefunden hat. Wegen der asymptomatischen Übertragung ist es unwahrscheinlich, dass man diese Dynamik durch die klassischen Mittel wie Kontaktbeschränkung und Nachverfolgung einfangen kann – bereits seit dem ersten Thesenpapier Anfang April hat die Autorengruppe mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass die allgemeinen Präventionsmaßnahmen immer mit spezifischen Maßnahmen kombiniert werden müssen. Diese Maßnahmen haben sich

  • auf die verletzlichen Bevölkerungsgruppen und
  • auf (besonders berufsbedingte) Risikosituationen

zu konzentrieren.

thesenpapier_5_201025_endfass-1.pdf
PDF-Dokument [103.6 KB]

 

Ad hoc-Stellungnahme deutscher Gesundheitswissenschaftler

Die Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19 - Gleichgewicht und Augenmaß behalten - Zahlen korrekt interpretieren - Spezifische Zielgruppen-orientierte Prävention -

Moderne Risikokommunikation statt Lockdown-Drohung

Die Autorengruppe ergänzt anlässlich der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vom 14.10.2020 ihre vier Thesenpapiere um eine dringliche ad hoc-Stellungnahme

..."In einer langdauernden gesellschaftlichen Krise, zu der sich die SARS-CoV-2/Covid-19-Epidemie entwickelt hat, führt der anhaltende, als alternativlos konnotierte Bezug allein auf die Verantwortlichkeit der Einzelnen zu Ermüdung, Abwendung und Flucht in falsche Heilslehren, aber nicht zu einer Verbesserung der Wirksamkeit der vorgeschlagenen bzw. angeordneten Maßnahmen. Dies gilt vor allen Dingen im Zusammenhang mit einer Drohkulisse, die aus den impliziten Versatzstücken „langdauernder Winter“, „Weihnachten im Lockdown“ und „es könnte für Sie kein Intensivbett mehr frei sein“ zusammengesetzt ist. Jede Beschäftigung mit Fragen der Risikokommunikation zeigt aber klar auf, dass die geltenden Vorgehensweisen entsprechend der aktuellen und erfahrbaren Situation zeitlich begrenzt werden müssen, dass regelmäßig eine verständliche Neuanalyse der Situation vorzunehmen ist, und dass mit weiterentwickelten Konzepten die Bewältigung der Krisensituation fortgesetzt werden muss. Eine Fortentwicklung und ein Beachten dieser grundlegenden Erkenntnisse ist jedoch nicht sichtbar."...

https://www.socium.uni-bremen.de/ueber-das-socium/aktuelles/

Adhoc-Stellungnahme
adhoc_Stellungnahme_19102020.pdf
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Immer wieder tauchen in den Medien Artikel auf, in denen das Forscherteam um Prof. Ralph Baric als Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis zu SarsCov2 genannt wird.
Das Labor von Prof. Baric ist an die Unversität von North Carolina (USA) angegliedert. Das Labor wird durch Steuergelder und Privatinvestoren finanziert. Dort wurde im Auftrag des Pharmariesen Gilead das bisher völlig wirkungslose Virenmittel Remdesvir entwickelt. Als Heilmittel gegen Ebola versagte der Wirkstoff komplett.
Der nachgewiesene Effekt des "Breitbandvirustatikums" (Werbeaussagen von Gilead) gegen Coronaviren im Reagenzglas konnte durch klinische Studien am Menschen bisher nicht überzeugend belegt werden. Trotzdem erhielt der Stoff eine vorläufige Zulassung in den USA und auch in Deutschland, unter "besonderen Auflagen".
Das pharmindustriekritische "arzneitelegramm" rät von der Anwendung mit Therapiekosten bei fünftägiger Anwendung in Höhe von 1980 Euro ab.
Nun jagen die PR-Abteilungen des Konzerns eine neue Panikmeldung aus besagter Forschergruppe durch die Medien, die u.a. von Focus und Merkur aufgegriffen wurde. In China soll ein Coronavirus, das bei Schweinen schwere Durchfälle auslöst, demnächst bereit sein, auf den Menschen überszuspringen.
Zwar sind Coronaviren schon seit Jahrzehnten ein Problem bei der Massentierhaltung, da einige Viren in der Tat schwere Durchfälle auslösen, neu ist diese Erkenntnis allerdings nicht. Dass Viren auch von Tieren auf Menschen und umgekehrt übergehen können ist noch länger bekannt und eine wissenschaftliche Binsenweisheit. Nach SarsCov2 droht also schon die nächste "Katastrophe". Als Panikmeldung taugen die Befunde und treffen die psychische Grundkonstitution weiter Teile der Bevölkerung. Aber auch Hilfe ist in Sicht: diesmal verspricht nicht die Impfung Heil, aber - wer hätte es gedacht: Remdesivir sei  hochwirksam...das alles dank von der Pharmaindustrie bezahlter "unabhängiger" ForscherInnen an Unversitäten.
 
mehr zu Prof. Ralph Baric:

 

 

Mehr Mut zum Streit!

In der Corona-Frage stehen sich die Lager ebenso feindlich wie stumm gegenüber. Das bringt unsere Demokratie in Gefahr der freitag   Michael Jäger | Ausgabe 43/2020 326
"...Das sind unerträgliche Zustände, die auf das Hauptproblem verweisen: Eine öffentliche Debatte zwischen den beiden Parteien wird nicht nur nicht herbeigeführt, sondern sogar massiv verhindert. So erreichte Corona Fehlalarm?, das Buch von Karina Reiss und Sucharit Bhakdi, den ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste, obwohl es in allen größeren Medien totgeschwiegen worden war. Dabei ist auch Bhakdi, wie immer man zu seiner Einschätzung steht, ganz sicher kein „Covidiot“. Er ist Infektionsepidemiologe, neben vielen wissenschaftlichen Auszeichnungen erhielt er 2005 den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz.
Seine Thesen „werden von einer überwiegenden Mehrheit der Experten als unwissenschaftlich eingestuft“, liest man bei Wikipedia. Aber mindestens, wenn er fragt: „Warum gab es nicht mal eine Diskussionsrunde, einen offenen sachlichen Austausch: Drosten und Wieler – Bhakdi und Wodarg an einem runden Tisch?“, hat er ganz sicher recht. Dass es eine solche öffentliche Debatte nicht gibt, ist ein politischer Skandal ersten Ranges. Bei Immanuel Kant lesen wir, Aufgeklärtsein heiße, sich nicht einmal vom Arzt die eigene Entscheidung abnehmen zu lassen. Wie nun erst, wenn „There is no alternative“ gelten soll, nicht nur ökonomisch, sondern auch medizinisch – als gäbe es nur Herrn Drosten, der übrigens zwar Virologe, aber kein Epidemiologe ist, und sonst nur Kurpfuscher? Dann müssen wir um unsere Demokratie zittern."
 
 
 
Der Direktor des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Berliner Charité Stefan Willich ruft zu einem nüchternen und gelassenen Umgang mit dem Coronavirus auf.
"...Auch Tests und Impfungen (wenn verfügbar) sollten daher schwerpunktmäßig und zielgerichtet in der „Risikogruppe“ erfolgen. Dies sei auch notwendig, um die Ressourcen richtig einzusetzen. Er gibt zu bedenken, dass auch „Einschränkungen durch Corona-Maßnahmen nicht frei von Nebenwirkungen seien“. Daher mahnen mittlerweile viele Ärzte zu „Nüchternheit und Gelassenheit“. Willich: „Wirtschaftliche Restriktionen bieten erhebliche Risiken für die Gesundheit. Es sind nicht nur die Folgen von materiellen Verlusten. Auch psychische Folgen einschließlich Alkoholismus, Angststörungen und Depressionen sind zu beobachten, wenn die Menschen ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage verlieren.“ Es sei außerdem besonders wichtig, „Kinder und Jugendliche in die Lage zu versetzen, ein möglichst normales Leben zu führen“. Willich: „Wenn wir nicht aufpassen, kommen unsere Kinder unter die Räder, denn sie haben keine wirkliche Lobby.“
 
Pressekonferenz der östereichischen Initiavie für evidenzbasierte Corona-Informationen
 
Prof. DDr. Martin HADITSCH, FA für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin. Ärztlicher Leiter TravelMedCenter Leonding und Ärztlicher Leiter Labor Hannover MVZ GmbH

 

Univ.-Prof. Dr. Andreas SÖNNICHSEN, Abteilung für Allgemeinmedizin, Zentrum für Public Health, MedUni Wien, Vorstand Deutsches Netwzerk Evidenzbasierte Medizin
 
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. M. Sc. Christian SCHUBERT, Univ.-Klinik für Medizinische Psychologie, Medizinische Universität Innsbruck
 
DDr. Christian FIALA (FA für Gynäkologie, Wissenschaftler)
 
 

14.10.

 

WHO-Bulletin: COVID19-Letalität weltweit 0,15 bis 0,20 %

 

Die WHO publiziert eine Metastudie, die weltweite Antikörper-Studien ausgewertet hat, um die Infektionssterblichkeit von Covid-19 zu bestimmen. Das Ergebnis ist erstaunlich: Die Auswertung ergibt, dass SarsCov-2 deutlich weniger tödlich ist, als bisher vermutet wurde. Die Werte sind lokal sehr unterschiedlich, letzlich aber mit den bisher bekannten, leichten bis starken Grippewellen vergleichbar.*
Global perspective of COVID‐19 epidemiology for a full‐cycle pandemic
John P.A. Ioannidis
First published: 07 October 2020
"As of October 2020, there are >1 million documented deaths with COVID‐19. Excess deaths can be caused by both COVID‐19 and the measures taken. COVID‐19 shows extremely strong risk stratification across age, socioeconomic factors, and clinical factors. Calculation of years‐of‐life‐lost from COVID‐19 is methodologically challenging that can yield misleading over‐estimates. Many early deaths may have been due to suboptimal management, malfunctional health systems, hydroxychloroquine, sending COVID‐19 patients to nursing homes, and nosocomial infections; such deaths are partially avoidable moving forward. About 10% of the global population may be infected by October 2020. Global infection fatality rate is 0.15‐0.20% (0.03‐0.04% in those <70 years), with large variability across locations with different age‐structure, institutionalization rates, socioeconomic inequalities, population‐level clinical risk profile, public health measures, and health care. "...

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/eci.13423#.X4LWfltDSzc.twitter

 

"WHO-Bulletin : Forscher: Corona-Todesrate ist wahrscheinlich geringer als 0,2 Prozent." Berliner Zeitung, 18.10.20  https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/forscher-corona-sterblichkeit-betraegt-023-prozent-li.111917

 

*("Die Wahrscheinlichkeit, an einer Grippe zu sterben, liege bei 0,1 bis 0,2 Prozent, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler heute."  Donnerstag, 27. Februar 2020 https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/109704/Robert-Koch-Institut-Sars-CoV-2-toedlicher-als-Influenzavirus )

 

 

WHO-Sonderbeauftragter gegen Lockdown zur Viruskontrolle

 

In einem längeren Interview am vergangenen Donnerstag im Spectator TV warnte der WHO-Sonderbeauftragte David Nabarro vor den Folgen der allgegenwärtigen globalen Reaktionen auf die Coronavirus-Pandemie. “Wir in der Weltgesundheitsorganisation befürworten keine Lockdowns als primäres Mittel zur Kontrolle dieses Virus”, sagte Dr. David Nabarro. „Wir glauben, dass ein Lockdown nur gerechtfertigt ist, um sich Zeit zu verschaffen, um sich neu zu organisieren, neu zu gruppieren, um die Ressourcen neu auszubalancieren und das Gesundheitspersonal, das erschöpft ist, schützen zu können, aber im Großen und Ganzen würden wir das lieber nicht tun.“
Der Sondergesandte der Weltgesundheitsorganisation für COVID-19 wies auf einige der negativen Folgen hin, die die Lockdowns auf der ganzen Welt verursacht hätten, darunter verheerende Auswirkungen auf die Tourismusindustrie und eine Zunahme von Hunger und Armut." „Schauen Sie sich an, was mit Kleinbauern auf der ganzen Welt passiert ist. (…) Schauen Sie sich an, was mit der Armut geschieht. Es scheint, dass wir bis zum nächsten Jahr eine Verdoppelung der weltweiten Armut haben könnten. Die Unterernährung von Kindern könnte sich mindestens verdoppeln.“

https://t.co/XLdaedsKVS?amp=1

https://mobile.twitter.com/spectator/status/1314573157827858434

 

 

 

Charité-Psychiater: „Die Corona-Krise verursacht psychosoziale Narben“

 

Mehr Stress, Einsamkeit und Wut: Erste Ergebnisse einer weltweiten Online-Umfrage der Charité Berlin zeigen, dass Frauen und ältere Menschen besonders belastet sind.
https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/charite-psychiater-die-corona-krise-verursacht-psychosoziale-narben-li.110859

 

Prof. Pietro Vernazza ist Chefarzt der Infektiologie und seit 1985 beim Kantonsspital St. Gallen tätig.
Er befürwortete zunächst das "entschlossene Handeln" der Schweizer Regierung und den Lockdown. Als wissenschaftlich interessierter Arzt sei er aber gewohnt, jede Hypothese zu hinterfragen und die Möglichkeit offenhalten, dass sich die Entscheidung auch als falsch erweisen könne. Er sieht inzwischen keine Evidenz mehr für einen Lockdown.
"Das wissenschaftliche Denken lehrt uns, dass es genau die Fehler sind, die uns letztendlich weiterbringen. Daher müssen wir aufmerksam und kritisch bleiben, um allfällige Fehler rasch zu erkennen und daraus bessere Handlungen abzuleiten."
 
 
12.10
 
 
"Als Epidemiologen für Infektionskrankheiten und Wissenschaftler im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens haben wir ernste Bedenken hinsichtlich der schädlichen Auswirkungen der vorherrschenden COVID-19-Maßnahmen auf die physische und psychische Gesundheit und empfehlen einen Ansatz, den wir gezielten Schutz (Focused Protection) nennen. - " ...
 
 
Mansmann vs. Bhakdi: Corona schon vorbei? | DW Nachrichten
 
Die Coronavirus-Pandemie spaltet Deutschland. Die einen befürworten strenge Maßnahmen, wie die Maskenpflicht. Die anderen demonstrieren für ihre Freiheit. Tina Gerhäusser hat mit den Wissenschaftlern Ulrich Mansmann und Sucharit Bhakdi gesprochen. In Sachen Coronavirus sind sie nicht immer einer Meinung. Erstaunlich ist, dass Prof. Ulrich Mansmann, Direktor des Instituts für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie an der LMU München in einigen Punkten auch Prof. Sucharit Bhakdi durchaus Recht gibt.
Quelle: DW Deutsch, 03.10.2020
 
 

"Corona wird insbesondere die soziale Spaltung weiter vertiefen"

 

Der Internist Matthias Schrappe über analytische Fehler im Umgang mit dem Corona-Virus, die wirkliche Aussagekraft des R-Werts und die wahrscheinlichen Folgen der Pandemie.

Matthias Schrappe ist emeritierter Professor für Innere Medizin. Von 2007 bis 2011 war er stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung im Gesundheitswesen.

"...Alle reden von Rücksichtnahme und Verantwortung. Zu erwarten ist stattdessen leider eine zunehmende Ungleichheit. Corona ist eine Erkrankung, die insbesondere die soziale Spaltung weiter vertiefen wird, denn die beschlossenen Maßnahmen treffen eben nicht alle Mitbürger gleichermaßen.

Bereits jetzt hat ja die Diskussion darüber begonnen, wer die Kosten später tragen soll: Wenn die Schulden abgetragen werden sollen, dann werden weitere Jugendeinrichtungen und Schwimmbäder geschlossen. Was die Versprechungen angeht, da haben wir ja gesehen, was das Klatschen für die gefeierten Alltagshelden wert war.

Und außerdem ist von einer zunehmenden Kontrollmacht des Staates auszugehen, ein Punkt, der in der Zukunft sehr wichtig werden wird. Es werden anlässlich der Corona-Krise Instrumente ausgetestet, die, vergleichbar zu einigen ostasiatischen Staaten, eine individuelle Steuerung der individuellen Bürger und Bürgerinnen erlaubt. Das betrifft ihre Freizügigkeit etwa durch die sogenannte Corona-App und den Zwang zur Standortfreigabe, oder das Gesundheitsverhalten. Die ärztliche Schweigepflicht ist in größter Gefahr. Damit gefährden wir einen wichtigen, historisch über lange Zeit gewachsenen Pfeiler unserer Gesellschaft.

 
 
Debatte :
Spaltpilz Corona: Empathie und Urteilsfreiheit
 

Die Schriftstellerin Kathrin Schmidt setzt sich noch einmal mit der Covid-19-Infektion auseinander. Sie sieht eine Änderung in der öffentlichen Debatte, empfindet aber die Gefahren des Coronavirus weiter als zu hochgespielt

"...Der erste Pandemie-Plan der WHO wurde 1999 aufgestellt, zwei Jahre nach der Vogelgrippe von 1997. Natürlich braucht die WHO Experten, auf die sie sich bei ihren Entscheidungen stützen kann. Unter diesen Experten befand sich die European Scientific Working Group on Influenza, ESWI, ein maßgeblich von Roche und anderen Grippemittelherstellern finanzierter Zusammenschluss, der sich durchaus als Lobbygruppe gegenüber Regierungen versteht, ihnen die Sicherheit und Wirksamkeit antiviraler Medikamente zu vermitteln, ihnen die Impfstoffforschung nahezulegen und sie zu einer gewissen Vorratslagerung von Medikamenten und Impfstoffen für Pandemien zu veranlassen. Weiterhin waren Koautoren einer von Roche finanzierten TAMIFLU-Studie beteiligt.

Diese Studie wurde im Fortgang von der WHO auch gleich noch in einer Kronzeugenfunktion herangezogen. Unmittelbar vor Ausrufung der Schweinegrippen-Pandemie, im April 2009, ließ die WHO einen Passus unter den Tisch fallen, in dem es hieß, dass eine Pandemie mit einer enormen Zahl von Erkrankungs- und Todesfällen einherzugehen habe. Selbst wenn man nicht so weit geht, der WHO diese Veränderung auf direkten Druck der Pharmalobby anzulasten, so bleibt unzweifelhaft bestehen, dass sie von den Interessenskonflikten vieler ihrer Experten und Expertengruppen wusste und diese nicht kommunizierte. "...

https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/schriftstellerin-kathrin-schmidt-zweifelt-an-der-pandemie-spaltpilz-corona-empathie-und-urteilsfreiheit-li.110079

 

06.10.

 

ARD Extra: Die Corona-Lage

 

Erstmal wird in der ARD im Rahmen einer Sondersendung acht Minuten über die problematische Verbreitung von Angst in den Medien berichtet. Eingebettet in die übliche alarmistische knapp 22-minütige Berichterstattung werden in dem Beitrag positiv-getestete Menschen den an Corona Erkrankten, den leeren Intensivbetten in den Krankenhäusern und den konstant niedrigen Zahlen an Toten gegenübergestellt. Eine differenzierte Information sei notwendig, stellt in dem Beitrag Frau Prof. Ursl Heudorf fest.
Der Ausschnitt:

https://youtu.be/7kODT8AkQS4

Der ganze Beitrag:

https://www.daserste.de/information/nachrichten-wetter/ard-extra/videosextern/ard-extra-die-corona-lage-344.html

 

05.10.

 

Virologe Hendrik Streeck fordert ein Ende der Verbotspolitik in der Corona-Pandemie

 

Die Sterblichkeit des Coronavirus liege in Wirklichkeit viel niedriger als gedacht und die Gesellschaft habe übertrieben Angst: "Wir müssen mit dem Überdramatisieren aufhören". Hendrik Streeck empfiehlt daher eine Rückkehr zur Lebensnormalität.

https://web.de/magazine/news/coronavirus/virologe-hendrik-streeck-verbotspolitik-corona-pandemie-35144824

 

01.10.

 

Keine Übersterblichkeit durch Covid-19: Chef von Gesundheitsamt vergleicht Corona mit Grippe und Hitzewellen

Die Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" veröffentlichte schon am 18.8. einen Beitrag, der sich kritisch mit der RKI-Empfehlung zum Maskenschutz auseinandersetzt. Er wurde verfaßt von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene im Klinikum Passau
 
Einschneidende Maßnahmen, mangelnde Fachexpertise und eine massive Gefährdung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen: Der Mediziner und Leiter des Gesundheitsamtes im hessischen Frankfurt kritisiert den Umgang der Bundesregierung mit der Corona-Pandemie scharf. Zudem vergleicht er Corona mit Grippe und vergangenen Hitzewellen. In zwei Artikeln, die auf der Seite der Hessischen Ärztekammer veröffentlicht wurden, fordert Prof. Dr. med. René Gottschalk jetzt eine „dringend erforderliche, breite öffentliche Diskussion zu den Zielen und Mitteln der Pandemie-Bekämpfung“. Diese Diskussion müsse, „über rein virologische Fragen hinaus, ethische Aspekte sowie rechtliche Fragen zum legitimen Zweck, der Geeignetheit, Erforderlichkeit und Angemessenheit der Maßnahmen“ umfassen.

 

 

30.09.

 

Transdisziplinäre Ansätze: Auch eine soziale Pandemie

"Die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie hat andere Herausforderungen der Gesundheitsversorgung in den Hintergrund gedrängt. Soziale und gesundheitliche Ungleichheiten haben sich verschärft. Bereits erzielte Fortschritte in der globalen Gesundheitsversorgung stagnieren und die vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen scheinen dabei auf der Strecke zu bleiben. ...

... Während der Pandemie wurden und werden weiterhin vielerorts weitreichende gesellschaftliche Präventionsmaßnahmen wie Lock-downs und Ausgangssperren verhängt, Gesundheitsressourcen umverteilt und Behandlungen, die nicht unter COVID-19 fallen, abgesagt oder verschoben. Die Auswirkungen dieser Veränderungen zeichnen sich bereits ab. Es wird immer deutlicher, dass die Bekämpfung eines Virus als einzige Bedrohung ein riskantes Unterfangen für die globale Gesundheit darstellt. "

https://www.aerzteblatt.de/archiv/215918/Transdisziplinaere-Ansaetze-Auch-eine-soziale-Pandemie

 

24.09.

 

Vorsitzender der kassenärztlichen Vereinigung Hamburg kritisiert Umgang mit Corona: "Wer infiziert ist, ist nicht krank!"

 

Die Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" veröffentlichte schon am 18.8. einen Beitrag, der sich kritisch mit der RKI-Empfehlung zum Maskenschutz auseinandersetzt. Er wurde verfaßt von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene im Klinikum Passau
Walter Plassmann ist Chef der Kassenärztlichen Vereinigung in Hamburg und mahnt zu mehr Gelassenheit im Umgang mit Corona. In einem Gastbeitrag des Hamburger Abendblatts griff er die Virus-Mahner Markus Söder und Christian Drosten an und trat eine Diskussion los. Im Interview mit FOCUS Online nennt Plassmann die Gründe für Deutschlands ängstliche Corona-Politik und erklärt, warum die Fixierung auf Infektionszahlen keinen Sinn macht.

 

23.09.

 

Entwicklungsminister Müller: „An den Folgen der Lockdowns werden weit mehr Menschen sterben als am Virus“

 

Die Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" veröffentlichte schon am 18.8. einen Beitrag, der sich kritisch mit der RKI-Empfehlung zum Maskenschutz auseinandersetzt. Er wurde verfaßt von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene im Klinikum Passau
In einem Interview des  Handelsblatt warnt der CSU-Politiker Müller: „Allein auf dem afrikanischen Kontinent rechnen wir dieses Jahr mit zusätzlich 400.000 Malaria-Toten und HIV-Opfern sowie eine halbe Million mehr, die an Tuberkulose sterben werden.“ Die Pandemie habe auch „eine der größten Armuts- und Hungerkrisen ausgelöst“. 
 

22.09.

 

Vortrag zur Übersterblichkeit in Europa und USA: Normale Kurven wie bei Grippe, kein Einfluss von Lockdown oder Masken auf Kurvenverläufe

 

Die Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" veröffentlichte schon am 18.8. einen Beitrag, der sich kritisch mit der RKI-Empfehlung zum Maskenschutz auseinandersetzt. Er wurde verfaßt von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene im Klinikum Passau
Ivor Cummins ist ein irischer Biochemiker, der für seine Vorträge zu Gesundheitsthemen bekannt ist. Er versucht wissenschaftliche Fakten verständlich darzustellen und hat zur Corona-Pandemie schon mehrere Vorträge verfasst. In seinem akuellsten Update beschäftigt er sich mit den aktuellen Zahlen und Erkenntnissen aus einigen neuen Studien. Auch die Entwicklung in den USA, Peru und Brasilien wird erläutert (Vortrag in Englisch).
 

 

21.09.

 

NBER-Studie: Maskenpflicht und Lockdown brachten nichts

 

Die Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" veröffentlichte schon am 18.8. einen Beitrag, der sich kritisch mit der RKI-Empfehlung zum Maskenschutz auseinandersetzt. Er wurde verfaßt von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene im Klinikum Passau
Eine US-amerikanische Studie stellt fest, dass Lockdowns und Maskenzwang keinen Einfluss auf den Verlauf von Covid-19 hatten. Die Studie stammt vom renommierten, 1920 gegründeten National Bureau of Economic Research (NBER). Die Einrichtung ist ein unabhängiges, mit mehr als zwei Dutzend Nobelpreisträgern verbundenes Institut in den USA.
 

Das NBER hat den Einfluss nicht-pharmazeutischer Massnahmen auf die Zahl der Todesfälle analysiert und kommt zum Schluss, dass sie in allen untersuchten Ländern unabhängig von den ergriffenen Massnahmen sanken.
«Die Schlussfolgerung des Papiers ist, dass die (...) beobachteten Datentrends  darauf hindeuten, dass nicht-pharmazeutische Interventionen (NPIs) - wie z.B. Sperrungen, Schließungen, Reisebeschränkungen, Aufenthaltsverbote, Veranstaltungsverbote, Quarantänen, Ausgangssperren und Maskengebote – die Virusübertragungsraten insgesamt nicht zu beeinflussen scheinen»

https://www.nber.org/papers/w27719.pdf

 

 

 

 
Die Gesellschaft müsse sich auf ein Leben mit dem Virus einrichten, sagen Vertreter der evidenzbasierten Medizin. Belastbare Forschungsdaten sollen Grundlage der Politik sein. Der „Panikmodus“ müsse ausgeschaltet werden.
"Fünf Monate sind vergangen, seit der Neurologe Ulrich Dirnagel in der Berliner Zeitung forderte, zur Corona-Pandemie möglichst viel „Evidenz zu sammeln“. Das bedeutet: Möglichst viele robuste Daten sollten zusammengetragen werden, um einen Weg aus der Krise zu finden. Ulrich Dirnagl ist Professor, Abteilungsleiter an der Charité und Leiter des Quest Centers am Berlin Institute of Health. Die Richtung, für die er sich stark macht, nennt sich evidenzbasierte Medizin.
Viel wurde in den vergangenen Monaten geforscht. Man stochert heute nicht mehr im Nebel, was Corona betrifft, wie es Ulrich Dirnagl noch im April sagte. Aber es wird ständig neue Evidenz gebraucht. Der Weg aus der Krise ist noch nicht gefunden. Die Corona-Politik müsse nicht nur die Forschung fördern, sondern vorhandene robuste Daten nutzen, um bereits jetzt ihre Strategie zu verändern, fordern Vertreter der evidenzbasierten Medizin in aktuellen Erklärungen. Denn das Virus werde die Gesellschaft länger begleiten, heißt es. Sie müsse lernen, mit ihm zu leben. ...."
17.9.2020 - 06:06, Berliner Zeitung, Torsten Harmsen
 
 

16.09.

 

Mund -Nasenschutz in der Öffentlichkeit:

Keine Hinweise für eine Wirksamkeit

 

Die Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" veröffentlichte schon am 18.8. einen Beitrag, der sich kritisch mit der RKI-Empfehlung zum Maskenschutz auseinandersetzt. Er wurde verfaßt von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene im Klinikum Passau

Eine wissenschafltiche Übesichtsarbeit von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie, Infektionsepidemiologie, Hygiene und Umweltmedizin, der in der Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" schon am 18.8. veröffentlicht wurde, setzt sich kritisch mit der RKI-Empfehlung zum Maskenschutz auseinander:

 

"Aus einer Maskenpflicht für viele Millionen Bürger in Deutschland können jeden Tag zig-millio-nenfache Kontaminationen resultieren, die zu einem wesentlichen Teil vermeidbar wären, weil die ohnehin schon häufigen Hand-Gesichts-Kontakte der Menschen durch die Maskenpflicht noch häufiger werden, Händewaschen unterwegs aber nur ausnahmsweise möglich ist. Dabei besteht das Risiko, dass der -schon zwangsläufig– unsachgemäße Umgang mit der Maske und die erhöhte Tendenz, sich selbst ins Gesicht zufassen, während man die Maske trägt, tatsächlich das Risiko einer Erregerverbreitung und damit Erregerübertragung noch erhöht –ein Risiko, das man doch aber gerade durch die Maske reduzieren will. (...)

Die Empfehlung für MNB im öffentlichen Raum hat 1. keine wissenschaftliche Grundlage und ist 2. sogar potenziell kontraproduktiv. Angesichts der niedrigen Inzidenz von COVID-19 (Juli 2020) und somit auch angesichts der Tatsache, dass eine Überlastung des Medizinsystems und insbesondere der Intensivbehandlungskapazität nicht zu erwarten ist (und im Übrigen auch in den Wochen zuvor nicht gegeben war), ist eine so einschneidende Maßnahme wie die generelle Maskenpflicht für die bei weitem überwiegende Mehrheit aller Bürger im öffentlichen Raum nicht zu begründen und entspricht auch nicht den Empfehlungen der WHO."

 

https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1174-6591.pdf

 

15.09.

 

Stiftung Corona-Ausschuss: Erster Kurz-Bericht 

 

Die Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" veröffentlichte schon am 18.8. einen Beitrag, der sich kritisch mit der RKI-Empfehlung zum Maskenschutz auseinandersetzt. Er wurde verfaßt von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene im Klinikum Passau

Die Corona-Krise mit ihren Ursachen und Zusammenhängen, ihren Hintergründen und rechtlichen Grundlagen sowie ihren Folgen aufklären – das will eine kleine Stiftung von Juristen. Sie hat dazu einen ausserparlamentarischen Corona-Untersuchungsausschuss ins Leben gerufen, der die dafür notwendige Arbeit leisten soll. „Wir wollen erstens die anderen Meinungen zu Wort kommen lassen und zweitens die vielen dunklen, Verwirrung, Angst und Panik auslösenden Ecken ausleuchten“, beschrieb der Rechtsanwalt Reiner Füllmich am Freitag in Berlin das Anliegen. In einerm ersten Resümee stellen sie fest:

"Die von der Politik beschlossenen und bei allen Lockerungen weiterhin durchgesetzten Anti-Corona-Maßnahmen sind ohne sachliche und rechtliche Begründung." 

 

https://corona-ausschuss.de/download/Kurzbericht_Corona-Ausschuss_14-09-2020.1.2.pages.pdf

12.09.

 

Studie zu psychologischen Folgen der Maskenpflicht

 

Die Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" veröffentlichte schon am 18.8. einen Beitrag, der sich kritisch mit der RKI-Empfehlung zum Maskenschutz auseinandersetzt. Er wurde verfaßt von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene im Klinikum Passau

Eine wissenschafltiche Studie zu den bestehenden Mund-Nasenschutz-Verordnungen (MNS) untersucht die psychischen Folgen der Maskenpflicht.

"Die Tatsache, dass ca. 60 Prozent der sich deutlich mit den Verordnungen belastet erlebenden Menschen schon jetzt schwere psychosoziale Folgen erlebt, wie eine stark reduzierte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft aufgrund von aversionsbedingtem MNS-Vermeidungsbestreben, sozialen Rückzug, herabgesetzte gesundheitliche Selbstfürsorge bis hin zur Vermeidung von Arztterminen, oder die Verstärkung vorbestandener gesundheitlicher Probleme wie posttraumatische Belastungsstörungen, Herpes, und Migräne, sprengte alle Erwartungen der Untersucherin».

https://www.psycharchives.org/bitstream/20.500.12034/2751/1/Studie_PsychBeschwerdenMasken_DP.pdf

 

09.09.

 

Maskendebatte:

"Die Maske ist totalitär" - "Die Maske ist links"

 

In der linken Wochenzeitung "der Freitag" wird über die medizinische und gesellschaftliche Bedeutung der Maske debattiert.

 

https://www.freitag.de/autoren/mopauly/die-maske-ist-totalitaer

 

08.09.

 

„Unsere Demokratie ist in Gefahr“ – Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Martin Haditsch, Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin

 

Im öffentlich-rechtlichen österreichischen Rundfunk wurde ein Inteview mit Prof. Haditsch geführt. Irgendwann Ende März 2020, mitten in den Lock-Down hinein, meldete er sich erstmals öffentlich zur Corona-Krise zu Wort. Er könne nicht mehr schweigen, sagte er in einem seiner YouTube-Videos. Die Corona-Maßnahmen brächten vielerorts die Demokratie in Gefahr, da dürfe man nicht tatenlos zusehen.

 

https://oe1.orf.at/player/20200903/611326

oder hier

https://youtu.be/Z8v0c4dmQiw

 

07.09.
 

Sogenannte Dashboards liefern eine vereinfachte Sicht auf komplexe Vorgänge, sagt der Humangeograph Jonathan Everts. Sie fördern nationale Alleingänge. Folgeschäden und gesellschaftliche Ungleichheiten bleiben verborgen.

Torsten Harmsen, Berliner Zeitung, Wissenschaftsteil
 ..."In der aktuellen Covid-Pandemie dagegen hätten die nationalen Gesundheitsbehörden und -politiker das Sagen. „Beispielsweise wurden die ursprünglichen Einwände der WHO gegen die Schließung von Grenzen oder eine Maskenpflicht ignoriert“, sagt Everts. Aufgabe einer globalen Gesundheitspolitik sei es, Risiken abzuwägen und eine ausgewogene Antwort in der jeweiligen Krisensituation zu finden. Durch die vielen nationalen Sonderwege in allen Schattierungen sei man davon wieder weiter weggerückt, „mit zahlreichen problematischen Folgen für vulnerable Gruppen in Deutschland wie an allen anderen Orten dieser Welt“.
Zu einer echten Pandemievorsorge gehöre, soziale und räumliche Ungleichheiten zu beseitigen, so Everts. Doch diese mühsame Arbeit sei vermieden worden. „Stattdessen wurde die öffentliche Gesundheit mit einer Faszination für Notfallszenarien erfüllt, die sich im militärischen Stil der Vorbereitung auf Pandemien zeigt.“ Bei der Bekämpfung der Pandemie gehe es den „Pandemie-Regierungen“ nicht darum, „in einer globalisierten und komplexen Welt Gesundheitsgerechtigkeit herzustellen“. Stattdessen sollen nationale oder regionale Territorien geschützt und die öffentliche Ordnung aufrechterhalten werden."...
 
 

4.9.

 

Neue Stellungnahme des EbM-Netzwerks

COVID-19: Wo ist die Evidenz?

 

Das EbM-Netzwerk versteht sich als das deutschsprachige Kompetenz- und Referenzzentrum für alle Aspekte der Evidenzbasierten Medizin. Es vereint Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fächer, Professionen, Sektoren und Organisationen und bietet Raum für unabhängige, kritisch-wissenschaftliche Diskussionen zu allen Fragen im Zusammenhang mit einer evidenzbasierten gesundheitlichen Versorgung.

 

"Die Zeiten des exponentiellen Anstiegs der Anzahl der Erkrankten und der Todesfälle sind im deutschsprachigen Raum seit fünf Monaten vorbei. Der momentan zu verzeichnende Anstieg an Test-positiven ohne gleichzeitige Zunahme von Hospitalisierungen, Intensivbehandlungen und Todesfällen rechtfertigt derzeit keine einschneidenden Maßnahmen, die über die übliche Hygiene hinausgehen.

Die mediale Berichterstattung sollte unbedingt die von uns geforderten Kriterien einer evidenzbasierten Risikokommunikation beherzigen und die irreführenden Meldungen von Absolutzahlen ohne Bezugsgröße beenden.

Statt ungezielter Massentestungen sollten zum einen gezielte repräsentative Stichproben aus der Bevölkerung gezogen und angemessen berichtet werden, zum anderen die Testungen auf Hochrisikogruppen beschränkt werden, um die Vortestwahrscheinlichkeit zu erhöhen (also Personen mit COVID-typischer Symptomatik und vorangegangener Exposition).

Es gibt insgesamt noch sehr wenig belastbare Evidenz, weder zu COVID-19 selbst noch zur Effektivität der derzeit ergriffenen Maßnahmen, aber es ist nicht auszuschließen, dass die trotz weitgehend fehlender Evidenz ergriffenen Maßnahmen inzwischen größeren Schaden anrichten könnten als das Virus selbst."

 

https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/nachrichten/covid-19-evidenz-2

 

03.9.

 

Maskenpflicht - Interview mit Karina Reiß und Sucharit Bhakdi

 

Professor Karina Reiß und Professor Sucharit Bhakdi verteidigen ihre umstrittenen Corona-Thesen. Im Interview mit mit der Fuldaer Zeitung erklärt das Forscher-Ehepaar aus Kiel, warum das Coronavirus aus ihrer Sicht nicht gefährlicher ist als das Grippevirus. Sie fordern: „Sämtliche Maßnahmen sollten sofort aufgehoben werden.

 

https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/coronavirus-debatte-thesen-sucharit-bhakdi-karina-reiss-maskenpflicht-mundschutz-kritik-90028917.html

 

28.8.

 

Hauptsache Maske!?

Ein Meinungsbeitrag von Professor Markus Veit in der deutschen Apothekerzeitung:

 

"Täglich werden wir von den Medien, selbst ernannten „Faktencheckern“ und Politikern mit Halbwahrheiten zu Masken belehrt. Durch die von Politik und Medien geschürte Verunsicherung sehe ich inzwischen sogar Menschen mit Masken allein im Auto oder auf dem Fahrrad, sogar beim Wandern und Spazierengehen … sic! Wir als Fachleute müssen dazu aus meiner Sicht angemessen Stellung nehmen. Wenn es sich eines Tages herausstellt, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis für „Alltagsmasken“ tatsächlich schlechter ist als angenommen, können zumindest wir nicht sagen, wir hätten es nicht wissen können!

Nota bene: Im Umgang mit Risiko­patienten bzw. -gruppen brauchen wir immer Masken. Dann aber zertifizierte und geprüfte und keine Alltags­masken!"

 

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2020/daz-33-2020/hauptsache-maske

 

27.8.

 

Studie Uni Leipzig: Masken vermindern Leistungsfähigkeit
Aktuelle Untersuchung am Universitätsklinikum Leipzig zeigt: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vermindert die körperliche Belastbarkeit von Gesunden
Deutschlandweit erste wissenschaftliche Arbeit zum Thema mit eindeutigen Ergebnissen
https://www.uniklinikum-leipzig.de/presse/Seiten/Pressemitteilung_7089.aspx
Original der Studie: https://link.springer.com/article/10.1007/s00392-020-01704-y

"Die Daten zeigen, dass die so genannte kardiopulmonale Leistungsfähigkeit durch beide Masken-Typen signifikant reduziert wird. Die Masken beeinträchtigen die Atmung, vor allem das Volumen und die höchstmögliche Geschwindigkeit der Luft beim Ausatmen. Die maximal mögliche Kraft auf dem Fahrrad-Ergometer war deutlich reduziert. Im Stoffwechsel wurde eine schnellere Ansäuerung des Blutes bei Anstrengung registriert (Laktat).
Mit Fragebögen beurteilten die Teilnehmer zudem systematisch ihr subjektives Empfinden. Auch hier zeigte sich eine erhebliche Beeinträchtigung verschiedener Parameter des Wohlbefindens."

 

23.8.

 

Nachweis von SARS-CoV2 in den "Sentinel-Praxen"

An der AGI (Arbeitsgemeinschaft Influenza) beteiligen sich mehr als ein Prozent der primärversorgenden Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, ... Das Ziel der AGI in Deutschland ist die zeitnahe ganzjährige Überwachung und Berichterstattung des Verlaufs und der Stärke der Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (darunter speziell die der Influenza) und der spezifischen Merkmale der jeweils zirkulierenden Influenzaviren.  ... Quelle: RKI / AGI

Das Rote ist die "erste Pandemiewelle"... Es deckt sich mit der Wahrnehmung in unserer Praxis, die meisten Patient*innen mit Infekten hatten einen negativen SARS-CoV Abstrich.

 

 

 

22.8.

 

Übertragung von SARS-CoV-2 durch Kinder

Transmission of SARS-CoV-2 by children

Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 553-60; DOI: 10.3238/arztebl.2020.0553

Merckx, Joanna; Labrecque, Jeremy A.; Kaufman, Jay S.

 

"...Politische Entscheidungen wie beispielsweise die Wiederöffnung von Schulen betreffen mehr als die bloße Frage nach der Viruslast. Sie fußen vielmehr auf komplexen Überlegungen, um in einem von Angst und Unsicherheit geprägten weiten Kontext Risiken und Nutzen auszubalancieren ( e29). Schulschließungen wirken sich negativ auf die geistige, schulische, ernährungsbezogene und soziale Entwicklung aus und unterbrechen Beziehungen zwischen Kindern, Gleichaltrigen und Familien ( e30). Am stärksten treffen sie Kinder mit Behinderungen und aus marginalisierten Haushalten, wodurch sich Ungleichheiten weiter verschärfen ( 39).

 

...Viele Kinder sind nach wie vor nur begrenzt der Infektion ausgesetzt und stecken sich seltener an. Wenn sie sich infizieren, sind sie in der Regel weniger krank als Erwachsene. Sechs Monate nach Beginn der COVID-19-Pandemie gibt es keine Evidenz dafür, dass Kinder einen bedeutsamen Faktor bei ihrer Ausbreitung darstellen."

 

https://www.aerzteblatt.de/archiv/214816/Uebertragung-von-SARS-CoV-2-durch-Kinder

 

 

20.8.

 

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin übt scharfe Kritik an Covid-19 Kommunikation in Medien

 

Seit längerem wird die Berichterstattung sowie fehlende Daten sowohl in Deutschland als auch in Österreich von Wissenschaftler_innen aber auch einzelnen Medien scharf kritisiert. Sowohl die Daten der Behörden als auch die Berichte darüber sind häufig einfach falsch. Des Problems hat sich nun auch das Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin eV (EbM) in einer umfangreichen Stellungnahme angenommen.

Zunächst wird die irreführende und teils sogar glatt falsche Darstellung von Zahlen kritisiert:

„Selbst in den Leitmedien wurden zur Beschreibung des Infektionsrisikos über Monate lediglich Fallzahlen ohne Bezugsgrößen und unter Verwendung unpräziser Bezeichnungen benutzt, etwa „Bisher gibt es X Infizierte und Y Todesfälle“. Dabei wird nicht zwischen Testergebnissen, Diagnosen, Infektionen und Erkrankungen differenziert. Üblicherweise handelt es sich um „gemeldete positive Testergebnisse“. Dabei bleibt unklar, ob das Testergebnis richtig positiv ist, also eine Infektion mit SARS-CoV-2 tatsächlich anzeigt. Auch wäre jeweils relevant, ob und wie schwer die Personen erkrankt sind. Diagnosen sind noch keine Krankheiten. Gerade für COVID-19 wäre wichtig zu wissen, wie viele Personen tatsächlich so krank sind, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die immer noch genutzte Aussage „Heute gab es X Infektionen“ ist falsch, da die Gesamtzahl der Infizierten unbekannt bleibt. Dazu bräuchte es eine zeitgleiche vollständige Testung einer repräsentativen Stichprobe aus der Bevölkerung. Eine korrekte Formulierung könnte lauten: „Heute wurden XY neue positive Testergebnisse gemeldet.“ Und „Die Anzahl der Testungen hat sich in der letzten Woche von AA auf BB erhöht.“

 

 

19.8.

 

Aktuelle Situation in Spanien:

Interview im staatlichen spanischen Fernsehen (live)

 

Dr. Luis Benito, Arzt in einem Madrider Krankenhaus, wird im spanischen Staatsfernsehen zur aktuellen Situation befragt.  Er stellt fest, dass es derzeit kein relevantes Infektionsgeschehen gebe und die Berichterstattung aus einer völlig ruhigen Situation in den Krankenhäusern dramatisierend und falsch ein Bedrohungsszenario mache. Befragt zu einer Werbebroschüre der Pharmaindustire zur Impfung gegen Corona stellt er fest, dass eine Impfung nicht notwendig sei, da ausreichend Viele infiziert wurden und immun seien. Während die Interviewerin im herrschenden Narrativ verfangen bleibt und offensichtlich die Antworten des Arztes ingnoriert, kann ein anderer journalistischer Kollege die Einschätzung des Arztes nicht ertragen und widerspricht ihm heftig.

 

Sendung im Original (spanisch)

https://www.rtve.es/alacarta/videos/la-manana/doctor-benido-coronavirus-manana/5646142

Video mit englischen Untertiteln:

https://youtu.be/SwlkumcRf6w

deutsche Übersetzung hier:

 

 

 

 17.8.
 
Immunität gegen SARS-CoV2 / andere saisonale Corona-Viren
 
T-Zellen können nach Kontakt zu saisonalen humanen Coronaviren auch Struk­tu­ren des SARS-CoV-2-Virus erkennen. Das legt eine Studie der Universitätsklinik Tübingen nahe, die Mitte Juni als Vorveröffentlichung erschienen ist (DOI: 10.21203/rs.3.rs-35331/v1).Vorangegangene Arbeiten mit SARS-CoV-1 hätten gezeigt, dass eine antikörper­vermitt­el­te Immunität nur von kurzer Dauer sei, schreiben die Autoren. Der zellulären Immunant­wort käme daher wahrscheinlich auch bei SARS-CoV-2 eine große Bedeutung zu. Neuere Studien ließen zudem eine Kreuzreaktivität von T-Zellen vermuten.
 
 
Auch gesunde Menschen besitzen offenbar zum Teil Immunzellen, die das Coronavirus SARS-CoV-2 erkennen können. Darauf deutet eine Studie unter Leitung der Charité und des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik (MPIMG) hin, die jetzt im Fachmagazin Nature erschienen ist (2020; DOI: 10.1038/s41586-020-2598-9). Demnach könnten frühere durch heimische Coronaviren ausgelöste Erkältungskrank­heiten zu einer Kreuzreaktivität führen. Ob diese sich positiv auf eine SARS-CoV-2-Infektion auswirken kann, soll eine Anschlussstudie zeigen.
 
 
Pandemie-Maßnahmen und Kinder
 
Die Coronakrise hat einer Umfrage unter Kinderärzten zufolge bei vielen Kindern zu seelischen Beschwerden geführt. Kita- und Schulschließungen sowie Kontakt­beschränkungen hätten insbesondere bei Kindern ab sechs Jahren psychische Leiden verursacht, ergab die Erhebung „Home­schoo­ling und Gesundheit 2020“ für die Betriebskrankenkasse pronova BKK. Diese Leiden beobachteten 89 Prozent der befragten Ärzte. Jeder zweite Kinderarzt be­obachtete Verhaltensveränderungen, wie Antriebslosigkeit, Reizbarkeit oder Angststörun­gen, bei den jungen Patienten. Zudem berichteten 45 Prozent der Mediziner von Schlafstörungen. Als Ursache benann­ten die Ärzte den mangelnden Kontakt zu Gleichaltrigen und fehlende Freizeitmöglich­kei­ten.

Viele Kinder waren während der Krise häufiger Konflikten und Ängsten der eigenen El­tern ausgesetzt. Sie verbrachten zudem überdurchschnittlich viel Zeit vor Computer-oder Handybildschirmen. Vier von zehn Kinderärzten beobachteten Entwicklungsstörungen als Folge.

 
Lockdown und Social Distancing hinterlassen bei Kindern und Jugendlichen teilweise nachhaltige Spuren, finden Forscher zunehmend heraus
 
 
Übertragung von SARS-CoV2
 
SARS-CoV-2: Evidenz spricht gegen Ansteckung über die Luft
 
Schulschließungen wirken sich negativ auf die geistige, schulische, ernährungsbezogene und soziale Entwicklung aus und unterbrechen Beziehungen zwischen Kindern, Gleichaltrigen und Familien (e30). Am stärksten treffen sie Kinder mit Behinderungen und aus marginalisierten Haushalten, wodurch sich Ungleichheiten weiter verschärfen. (...) Viele Kinder sind nach wie vor nur begrenzt der Infektion ausgesetzt und stecken sich seltener an. Wenn sie sich infizieren, sind sie in der Regel weniger krank als Erwachsene. Sechs Monate nach Beginn der COVID-19-Pandemie gibt es keine Evidenz dafür, dass Kinder einen bedeutsamen Faktor bei ihrer Ausbreitung darstellen.
 
 

11.8.

 

Astronomische Fehlrechnungen

 

Ein Beitrag von zwei Mediziner_innen in der taz vom 10.08.2020

"Viele nun vorliegende Studien zeigen aber, dass die Infection Fatality Rate (IFR), der Anteil der Todesfälle an allen Corona-Infektionen, in einem Bereich von 0,1 bis 0,3 Prozent liegt, also dem einer normalen Grippe. In diesen Studien wurden repräsentative Zufallsstichproben von Bevölkerungsgruppen untersucht und die Infizierten durch serologische Antikörpertests identifiziert. Dabei stellte sich heraus, dass die Zahl der mit Sars-CoV-2 Infizierten viel größer ist als die der positiv getesteten Menschen mit Symptomen. Wenn die Covid-19-Todesfälle auf diesen größeren Nenner bezogen werden, errechnen sich deutlich geringere IFR-Zahlen als vom Robert-Koch-Institut (RKI) und der WHO angegeben. Mittlerweile haben wir verlässlichere Daten darüber, dass die Coronapandemie nicht so gefährlich ist wie ursprünglich angenommen."

 

https://taz.de/Streit-um-Corona-Politik/!5701892/

 

 

 

Leserbrief "Berliner Ärzte" Ausgabe 8/20 S.10
zum Kommentar von Dr.med. Susanne von der Heydt, Mitglied des Vorstands der Ärztekammer Berlin
Berliner Ärzte: Ausgabe 6/2020, S.7
siehe unten (29.6.)
"Ich stimme der Kollegin von der Heydt zu: Der Faktor Angst spielt eine beunruhigend dominante Rolle im augenblicklichen gesellschaftlichen Diskurs und im Corona-Krisenmanagement der Politik. ...Unser Berufsstand könnte und sollte den Politiker*innen helfen ohne Angst zur Verhältnismäßigkeit zurückzufinden."
Leserbrief BÄ 8.20.pdf
PDF-Dokument [1.6 MB]

02.8.

 

PCR-Ergebnisse richtig interpretieren

 

Im Deutschen Ärzteblatt wird Mediziner_innen nochmals erklärt, was der "prädiktive Wert" eines Tests bedeutet. Diese Interpretationsproblem betrifft nicht nur den PCR-Test für SarsCov2. Die Zahlen zu den laufenden Corona-Tests werden dargelegt. Mit der dort eingeschätzten Testgüte (Spezifität 95%, Sensitivität 70%) bedeutet das in der Realität einer Artzpraxis (Prävalenz 3%):

99% der negativ getesteten Patient_innen sind tatsächlich negativ. Allerdings sind 70 % der als positiv getesteten Personen gar nicht positiv, ihnen wird aber Quarantäne verordnet.

 

https://www.aerzteblatt.de/archiv/214370/PCR-Tests-auf-SARS-CoV-2-Ergebnisse-richtig-interpretieren

 

 

 

29.7.

 

RKI berichtet: Inzwischen 563.553 Corona-PCR-Tests pro Woche

 

Die massive Ausweitung der PCR-Tests in Deutschland geht voran. Mit mehr als 563.553 Test pro Woche  (Kalenderwoche 30) beweisen deutsche LabormedizinerInnen ihr Leistungsvermögen. Ein Test kostete den Krankenversicherungen vor kurzem noch 52 Euro. Die Krankenkassen konnten zum Glück für die Beitragszahler_innen den Betrag auf 39 Euro pro Test senken. Die Kosten für Material und Personal dürften nur wenige Euro pro Test betragen. Die Profitrate ist beachtlich. Die Ausgaben für die Krankenkassen und Steuerzahler ebenso: ca. 22 Millionen Euro fließen derzeit wöchentlich in die Kassen der privaten Labore.

Der Anteil der positiv Getesteten ist unter 1% und damit im Bereich der Fehlerquote (Angaben schwanken von 99,5 bis 98,5 % Spezifität). Mit anderen Worten: Bei niedriger Prävalenz von SarsCov2 (das heißt, dass der Virus derzeit selten im Rachen von Menschen anzutreffen ist) ist der Vorhersagewert und damit die Aussagekraft des Tests extrem schlecht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass der überwiegende Anteil der positiven Ergebnisse falsch positiv getestet wurde.

Eigentlich sind das zumindest bezüglich SarsCov2 gute Nachrichten.....

 

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-07-29-de.pdf

 

 

27.7.

 

Maskensicherheit I

 

Eine im American Journal of Infection Control veröffentlichte Studie ergab, dass Menschen ihr Gesicht im Durchschnitt 23 Mal pro Stunde berühren1. Das Coronavirus, das Covid-19 verursacht, bleibt zudem bis zu 7 Tage lang auf der äußeren Schicht von Schutzmasken präsent und infektiös, wie aus einer in The Lancet Microbe publizierten Studie2 hervorgeht. Ähnliche Werte sind auch für andere Erreger bekannt. In der Studie wurden die für medizinisches Personal üblichen, chirurgischen Schutzmasken verwendet. Diese beiden wissenschaftlichen Publikationen zeigen das Defizit im Schutzniveau für alle Träger der gegenwärtig gebräuchlichen Masken auf.

 

1 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25637115/

2 https://www.thelancet.com/journals/lanmic/article/PIIS2666-5247(20)30003-3/fulltext

 

 

 

 

8.7.

 

Thesenpapier 3.0" - Bürgerrechte: Rückkehr zur Normalität gefordert

 

Eine Wissenschaftlergruppe um den ehemaligen Gesundheitsweisen Professor Matthias Schrappe und den Kassenverbandsvorstand Franz Knieps geht davon aus, dass sich das Ausbruchsgeschehen rund um das Coronavirus derzeit beherrschen lässt. „Es droht keine unkontrollierbare zweite Welle“, heißt es im dritten Thesenpapier der Gruppe seit letztem April. Scharfe Kritik üben die acht Wissenschaftler am Umgang mit den Zahlen zur Pandemie. Das Robert Koch-Institut (RKI) unterscheide nicht zwischen Infizierten und Erkrankten, lautet ein Vorwurf. Bei einem hohen Anteil asymptomatisch Infizierter führe diese Betrachtung zu einer „irrelevanten Zahlenbasis“, da für Deutschland keine repräsentativen Untersuchungen vorlägen. Es stehe zu befürchten, dass auf dieser Basis ohne Not eine zweite Welle ausgerufen und Corona-bedingte soziale Verwerfungen vertieft werden könnten.

https://www.socium.uni-bremen.de/uploads/thesenpapier_3.pdf

 

7.7.

 

USA: Übersterblichkeit übertrifft die Zahl der gemeldeten Todesfälle an COVID-19

... Die Zunahme der Todesfälle liegt um 28 % über den gemeldeten Todesfällen an COVID-19 (95.235 bis Ende Mai). Damit stellt sich die Frage, ob nicht alle COVID-19-Todesfälle erkannt wurden oder ob einige Menschen an anderen Erkrankungen gestorben sind, weil sie nicht die notwendige Behandlung erhalten haben. Dies könnte an einer Überforderung des Gesundheitswesens liegen oder daran, dass die Patienten aus Angst vor einer Infektion den Gang zum Arzt oder ins Krankenhaus vermeiden. Auch die gesellschaftliche Folgen der Epidemie wie Arbeitslosigkeit oder soziale Isolierung könnten für Todesfälle etwa durch Suizide oder Substanzabhängigkeit verantwortlich sein, befürchtet Steven Woolf von der Virginia Commonwealth University School of Medicine in Richmond. Sein Team hat hierzu die Daten für den Zeitraum vom 1. März bis zum 25. April näher untersucht.

Tatsächlich ist es in dieser Zeit in den fünf am meisten betroffenen Bundesstaaten zu einem Anstieg der Todesfälle an Herzerkrankungen um 89 % und an Schlaganfällen um 35 % gekommen. In der Stadt New York betrug der Anstieg der Sterblichkeitsrate bei Herzer­krankungen sogar 398 %. Ein Diabetes wurde zu 356 % häufiger als Todesursache genannt. ...

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114349/USA-Uebersterblichkeit-uebertrifft-die-Zahl-der-gemeldeten-Todesfaelle-an-COVID-19

 

 

Britische Alzheimer Gesellschaft: mehr als 10.000 Menschen mit Demenz starben im lockdown zusätzlich - unabhängig von Corona

...Evidence now shows people with dementia are worst hit by coronavirus, with a quarter of those who’ve died having dementia, making it the most common pre-existing condition for deaths (along with diabetes). Aside from coronavirus, ‘unexplained excess’ deaths from dementia were 83% higher in England in April, and 54% higher in Wales, with nearly 10,000 deaths in total. ...

https://www.alzheimers.org.uk/news/2020-06-05/thousands-people-dementia-dying-or-deteriorating-not-just-coronavirus-isolation

http://www.theguardian.com/world/2020/jun/05/covid-19-causing-10000-dementia-deaths-beyond-infections-research-says

 

30.6.
 
Globale COVID-19 Letalität Infection Fatality Rate (IFR)
Centre for Evidence-Based Medicine, Oxford, UPDATED 9th June 2020
 
" ...We could make a simple estimation of the IFR as 0.28%, based on halving the lowest boundary of the CFR prediction interval. However, the considerable uncertainty over how many people have the disease,  the proportion asymptomatic[https://www.cebm.net/covid-19/covid-19-what-proportion-are-asymptomatic/]  (and the demographics of those affected) means this IFR is likely an overestimate.
In Swine flu, the IFR ended up as 0.02%, fivefold less than the lowest estimate during the outbreak (the lowest estimate was 0.1% in the 1st ten weeks of the outbreak). In Iceland, where the most testing per capita has occurred, the IFR lies somewhere between 0.03% and 0.28%.
 
Taking account of historical experience, trends in the data, increased number of infections in the population at largest, and potential impact of misclassification of deaths gives a presumed estimate for the COVID-19 IFR somewhere between 0.1% and 0.41%.*... "

 

 
 
" Zahlreiche Nobelpreisträger und prodemokratische Organisationen aus aller Welt haben vor den Gefahren der Corona-Krise für die Demokratie gewarnt. Die Coronavirus-Pandemie bedrohe nicht nur das Leben und die Existenzgrundlage von Menschen weltweit, sondern sei auch eine politische Krise, die die Zukunft der freiheitlichen Demokratie gefährde, schrieben sie in einem am Donnerstag veröffentlichten offenen Brief unter dem Titel – „Ein Aufruf zur Verteidigung der Demokratie“. ... "

 

 

"... Die Autoren im BMJ mutmaßen, das der RT-PCR-Test eine Sensitivität von 70 % und eine Spezifität von 95 % aufweist. Sars- CoV-2-Prävalenz 3 % (z. B. Hausar ztpraxis): Richtig positiv getestet werden 21 von 30 infizierten Personen, falsch negativ sind damit 9 Ergebnisse. Richtig als gesund erkannt werden 921 von 970 Personen, falsch positiv bleiben 49. Der positive Vorhersagewert errechnet sich als Quotient aus der Zahl der richtig positiv Getesteten ( 21[https://www.aerzteblatt.de/archiv/lit.asp]) und der Summe aller Personen mit positivem Testergebnis (21 + 49 = 70). Er ist mit 0,30 erschreckend gering – 70 % der als positiv getesteten Personen sind gar nicht positiv, ihnen wird aber Quarantäne verordnet. ... "

 
 

Zur COVID-19-Krise und zum Umgang damit

Kommentar von Dr.med. Susanne von der Heydt, Mitglied des Vorstands der Ärztekammer Berlin

Berliner Ärzte: Ausgabe 6/2020, S. 7

... Aktuell werden die bestehenden Einschränkungen der Freiheit mit dem vermeintlich unantastbaren Recht auf Gesundheit und Leben gerechtfertigt. Dabei spielt der Faktor Angst eine beunruhigend dominante Rolle im Diskurs des Krisenmanagements. Dabei ist Angst doch nie ein guter Ratgeber! Wir können nur hoffen, dass wir eines Tages, wenn die Krise überstanden ist, mit nüchternem Blick und frei von Druck und Angst die Lehren aus dieser Krise ziehen können.

bae2006_007.pdf
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24.6.

 

Abwehrkampf der Zellen: Ermutigende Erkenntnisse zur Immunität nach Covid-10

....So wies eine Studie im wichtigsten biomedizinischen Fachjournal Cell zuletzt bei Menschen, die eine milde Covid-19-Erkrankung überstanden hatten, eine Vielzahl aktiver Immunzellen nach. Von 20 Teilnehmern hatten 14 zytotoxische T-Zellen – und sogar alle 20 sogenannte T-Helferzellen, allesamt spezifisch für das neuartige Coronavirus.  ...

... generell bleiben die Erkenntnisse, die momentan aus der Immunologie bezogen auf Sars-CoV-2 kommen, ermutigend. In der oben erwähnten Cell-Studie wurde auch Blut untersucht, das gesunden Erwachsenen vor dem Ausbruch von Sars-CoV-2 in den Jahren 2015 bis 2018 entnommen worden war. 60 Prozent der Proben enthielten T-Helferzellen, die Sars-CoV-2-Fragmente erkannten. Die oben genannte Berliner Studie bestätigte diese Ergebnisse. Sie könnten bedeuten, dass ein bedeutender Teil der Bevölkerung zumindest partiell vor Sars-CoV-2 geschützt ist, weil diese Menschen mit bei uns heimischen Corona-Erkältungsviren in ihrem Leben infiziert waren und daraufhin eine wirkungsvolle Immunantwort ausgebildet haben.  ....

www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/abwehrkampf-der-zellen-ermutigende-erkenntnisse-zur-immunitaet-nach-covid-10-li.88951

 

23.6.

 

 

16.6.

 

Immunologe: Grundimmunität gegen SarsCoV2 bei vielen Menschen vorhanden -Warum alle falsch lagen

Professor Dr. Beda M. Stadler ist emeritierter Professor für Immunologie und ehemaliger Direktor des Instituts für Immunologie an der Universität Bern. Er gehört zu den schärfsten Kriktikern von Impfgegnern.  Auch Stadler schätzte SarsCov2 anfangs als besonders gefährlich ein. Inzwischen hat er seine Meinung geändert und stellt fest, dass "alle falsch lagen".  "Als Immunologe vertraue ich einem natürlichen Modell, nämlich dem menschlichen Organismus, der ein erprobtes und lernfähiges Immunsystem ausgebildet hat." "...unsere T-Zellen, also weiße Blutkörper, erkennen gemeinsame Strukturen auf SARS-Cov-2 und den normalen Erkältungsviren und bekämpfen somit beide."

BMStadler.pdf
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11.6.

 

RKI: CoViD 19 Letalität - aktuelle Sterblichkeitszahlen für Deutschland

Was ist die Letalität oder auch die fallbezogene Sterblichkeit (CFR= case fatility rate)? An ihr zeigt sich wie gefährlich ein Virus ist. Es ist erstmal kompliziert, es gibt verschiedene Definitionen und Zahlen (vor allem immer die Frage, was ein"Fall" ist), es lohnt sich aber genauer hinzuschauen. Die Angaben zur CFR beziehen sich auf die gemeldeten (weil positiv gestesteten Corona-Fälle), die Zahlen haben eine extrem grosse Streubreite, zwischen 0,1% und 10% der gemeldeten Erkrankten mit Symptomen sterben statistisch gesehen mit oder an Corona. Wegen der hohen Dunkelziffer kommt es aber zu einer starken Verzerrung nach oben, es werden ja nur die positiv Getesteten und eher schwer Erkrankten in die Rechnung mit einbezogen und nicht die vielen Ungetesteten mit leichten Symptomen. Das RKI geht in Deutschland von einer fallbezogenen Sterblichkeit von 4,7% aus, es kennt aber auch die Dunkelziffer, um den Faktor 4,5-11,1 wird die Zahl der Erkrankten unterschätzt. Nun können wir rechnen: die Letalität (also die Anzahl aller Verstorbenen auf die Zahl aller tatsächlich Erkrankten bezogen) liegt somit zwischen 1,04 und 0,42%. Oder?

Es wäre schön wenn das Thema Letalität in den Medien und vom RKI in der Öffentlichkeit thematisiert werden würde. In der Heinsberg-Studie wurden 0,37% berechnet (hier als IFR= infection fatility rate), also sind 0,3 - 0,5% Letalität wohl realistisch. Für uns als Hausärzt*innen bedeuten diese Zahlen genausoviel Respekt vor den neuen Corona-Viren wie vor den bekannten Influenza-Viren zu haben (aus Daten des RKI hat das EBM-Netzwerk CFRs für Influenza der Jahre 2017/18 von 0,5% und von 2018/19 von 0,4% errechnet, allgemein wird aber häufig die Zahl 0,1% genannt ), sie können aber unnötige Angst nehmen.

Wir sind gespannt auf die aktuelle Entwicklung, die neuen Letalitätszahlen und darauf, wo sie denn veröffentlicht werden.

 

 

Quellen:

RKI webseite https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText11

COVID-19 — Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.  https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19

 

11.6.

 

In Kürze soll die Corona-App kommen. Die Nutzung soll freiwillig sein, doch schon jetzt wird großer sozialer Druck aufgebaut, diese App zu installieren. Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung warnt in seiner Videokolumne eindringlich vor den Gefahren und fordert dazu ein Begleitgesetz, das den Mißbrauch der App zur Einschränkung der persönlichen Freiheit verhindern kann.

https://www.sueddeutsche.de/politik/tracing-app-corona-1.4932256

 

10.6.

 

Virologe Streeck kritisiert deutschen Lockdown

Virologe Hendrik Streeck hat den deutschen Lockdown mit seinen gravierenden Folgen umfassend kritisiert. Er ist der Ansicht, dass Deutschland „zu schnell“ in den Lockdown gegangen sei.

Nach dem ersten Verbot von Großveranstaltungen im März seien die Infektionszahlen bereits gesunken. „Die weiteren Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen hätte ich dann vom tatsächlichen Verlauf abhängig gemacht, auch um zu sehen, wie die einzelnen Beschränkungen wirken und ob zusätzliche Schritte wirklich nötig sind“, sagte der Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ („NOZ“).

Stattdessen sei Deutschland „zu schnell in den Lockdown gegangen“, weil neben der Sorge um die Kapazität der Krankenhäuser „ein gewisser Druck in der Öffentlichkeit“ bestand. Komme es entgegen seiner Erwartung wieder zu einem großen Ausbruch, „wird man sich sicherlich hüten, wieder derart starke Maßnahmen zu ergreifen“, sagte Streeck. Anfangs seien sich fast alle Virologen mehr oder weniger einig gewesen, dass Covid-19 „nicht bagatellisiert werden sollte, aber auch nicht dramatisiert werden darf“. Mit den Bildern aus Bergamo und den USA und spezifischen medizinischen Erkenntnissen habe sich die Ansicht geändert. „Derzeit allerdings nähern wir uns wieder der Einschätzung aus der Anfangszeit an“, sagte der Professor. Der Grund der sinkenden Risikobewertung sei die enorme Anzahl von Infektionen, die folgenlos blieben.

https://www.welt.de/wissenschaft/article209299157/Corona-Krise-Virologe-Streeck-kritisiert-deutschen-Lockdown.html

 

4.6.

 

Prof. Dr. Peter Gaidzik

"Lockdown war falsch": Medizinrechtler kritisiert Politik - und kommt zu eindeutigen Schlüssen

War es richtig, die Wirtschaft und das soziale Leben im gesamten Land wegen des Coronavirus auf Null zu fahren? „Nein, das war es nicht“, sagt Prof. Dr. Peter Gaidzik. „Der volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Schaden ist da, aber es ist sehr zweifelhaft, ob der Lockdown für die rückläufigen Infektionszahlen verantwortlich gemacht werden kann.“

Peter Gaidzik ist approbierter Arzt und Jurist in einer Person. Er ist als Rechtsanwalt in Hamm tätig, leitet parallel das Institut für Medizinrecht an der Universität Witten/Herdecke und ist dort seit 20 Jahren auch geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Ethik-Kommission, die in der Prüfung medizinischer Forschungsprojekte Erkenntnisgewinn, Nutzen und Risiken zu beurteilen hat.

https://www.wa.de/hamm/coronavirus-hamm-lockdown-falsch-medizinrechtler-peter-gaidzik-kritisiert-medien-politik-13774484.html

 

Norditalien: COVID-19-Sterbezahlen bilden Auswirkungen der Pandemie und des lock-down nur unvollständig ab

Einer Untersuchung der Charité – Universitätsmedizin Berlin zufolge sind in der norditalienischen Gemeinde Nembro allein im März 2020 mehr Einwohner gestorben als im gesamten vergangenen Jahr. Nur rund die Hälfte der im Frühjahr verstorbenen Menschen waren jedoch als COVID-19-Todesfälle gemeldet.

https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/norditalien_covid_19_sterbezahlen_bilden_auswirkungen_der_pandemie_nur_unvollstaendig_ab/

 

24.5.

 

Warum die Pandemie nicht endet

Die Zahlenwerte, nach denen die politisch Verantwortlichen über Öffnung oder Schließung des öffentlichen Lebens entscheiden, verlieren an Aussagekraft, je geringer die Anzahl der Infizierten ist. Auch ohne einen einzigen neuen Infizierten würden allein aufgrund der Fehlerquote des Tests tausende neue „Fälle“ gemeldet. Werden die derzeit verwendeten Kriterien nicht geändert, kann die Pandemie – scheinbar – endlos anhalten.

https://multipolar-magazin.de/artikel/warum-die-pandemie-nicht-endet

 

21.5.

 

Deutsches Ärzteblatt: MEDIZINREPORT

Umgang mit Corona-Toten: Obduktionen sind keinesfalls obsolet

"Es zeigte sich, dass diese exakten Untersuchungen an Toten genaue Daten liefern, die in einer summarischen und oberflächlichen Erfassung von COVID-19-Toten nicht zutage treten. Diese Analysen sind geeignet, einen Gegenpol zu den dramatisierenden Darstellungen in den öffentlichen Medien zu bilden.

Durch die Bilder von Toten, von überlasteten Notaufnahmen, von langen Reihen von Särgen oder Großtransporten in Militärfahrzeugen sowie auch Massengräbern, welche aus Ländern wie China, Italien, Spanien, USA, Brasilien verbreitet wurden, und die Präsentation nackter Sterbeziffern werden Angst, Hysterie und Panik geschürt, die bei dieser Virusinfektion im hiesigen Kontext stark übertrieben scheinen.

Aus der sorgfältigen Analyse der Todesfälle ergeben sich Ansätze für Qualitätssicherung im Bereich der stationären Therapie. Hinzu kommen sehr viele Möglichkeiten einer systematischen Forschung zur Ausbreitung und Eingrenzung des Virus und zur Pathogenese in den verschiedenen Organen, Geweben und Zellen, insgesamt zur Pathologie, Infektiologie und Virologie von COVID-19. Mortui vivos docent! Das ist kein leerer Spruch."

Prof. Dr. med. Klaus Püschel

Institut für Rechtsmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Prof. Dr. med. Martin Aepfelbacher

Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

https://www.aerzteblatt.de/archiv/214070/Umgang-mit-Corona-Toten-Obduktionen-sind-keinesfalls-obsolet

 

16.5.
 
Kritik, Feindbild, Verschwörung?
Die Bill & Melinda Gates-Stiftung und die Weltgesundheit
 

Die Bild Zeitung titelt am 16.05.2020:  Feindbild Bill Gates:  Auch die Linke mischt mit!

Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Äußern legitimer und notwendiger Kritik, dem Zeichnen eines Feindbilds und der Verbreitung von kruden Verschwörungstheorien.

Schon lange berichten seriöse Wissenschaftler*innen und Journalist*innen von der zunehmenden Einflussnahme auf die WHO durch private Finanzierung. Nur noch 20% des Budgets der WHO wird durch Pflichtbeiträge der Mitgliedsländer erbracht, der Rest besteht aus freiwilligen oft zweckgebundenen Gaben von Regierungen oder Stiftungen. Von den privaten Investoren zählt die Gates-Stiftung mit fast 10% des Gesamtbudgets zu den Größten. Dass bei privaten Investoren immer die Frage nach Interessenkonflikten gestellt werden muss, dürfte klar sein. Wer würde schon beispielsweise behaupten wollen, dass die Pharmaindustrie, die zweifelsohne für sich in Anspruch nimmt, für die Gesundheit der Menschen zu arbeiten, altruistisch sei und nicht Profitinteresse eine der Haupttriebfedern ihrer Geschäftspolitik sei. Kritische Fragen und fundierte Hintergrundberichterstattung sind leider zu wenig wahrnehmbar, so dass viel Platz für dümmlichste Verschwörungstheorien bleibt. Dieser Befund verschlechtert sich dann noch, wenn statt kritischer Aufklärung beispielsweise in den Tagesthemen im Kontext der Berichterstattung zur aktuellen Krise Bill Gates, der weder Experte noch gewählter demokratischer Vertreter einer Institution ist, zum Thema der aktuellen Pandemie interviewt wird.  Warum der Mathematiker, Multimilliardär und Microsoft-Gründer Bill Gates hier zum Erkenntisgewinn für Millionen Fernsehzuschauer*innen beitragen soll, ist zweifelhaft. Etwas mehr Fingersspitzengefühl stünde einem öffentlich-rechtlichem Sender gut zu Gesicht, gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass stiftungsgeförderter Journalismus erst im Zusammenhang mit der Förderung des Nachrichtenmagazins "Spiegel" durch die Gates-Stifung in Höhe von 2,3 Millionen Euro zurecht in der öffentlichen Kritik stand.

Dass öffentlich-rechtliche Sender und unabhängige Institutionen wie z.B. medico international auch aufklären und somit gegen krude Verschwörungstheorien immunisieren können, belegen unter anderem folgende Beiträge:

 

https://www.swr.de/swr2/wissen/who-am-bettelstab-was-gesund-ist-bestimmt-bill-gates-100.html

https://www.medico.de/bill-gates-ist-ruecksichtslos-14782/

https://www.arte.tv/de/videos/061650-000-A/die-who-im-griff-der-lobbyisten/

 

14.5.
 
Analyse aus dem Bundesinnenministerium: 
Kritik am Krisenmanagments - "Globaler Fehlalarm"?
 
Eine vom Bundesinnenministerium nicht zur Veröffentlichung bestimmte Analyse wird derzeit in den Medien genannt. Bei dem Autor des Papiers handelt es sich um Stephan Kohn, der als Oberregierungsrat im Bundesinnenministeriumim beim Referat KM4 arbeitet. Derzeit leitet er das Projekt "Erneuerung der nationalen KRITIS-Strategie" im Ministerium - KRITIS ist eine Abkürzung und meint die kritische Infrastruktur Deutschlands. Das Papier wird - von Innenminster Seehofer nicht autorisiert - über e-mail verbreitet. Dem Autor wird vorgeworfen, für die Verbreitung verantwortlich zu sein, weswegen gegen ihne als Beamter ein dienstrechtliches Verfahren eingeleitet wurde. Stephan Kohn ist 57 Jahre alt, SPD-Mitglied seit rund 30 Jahren, und lebt mit seiner Familie mit drei Kindern in Berlin.    

Das gesamte Papier besteht aus dem eigentlichen Bericht, einem umfangreichen Anhang und dem dazugehörigen Emailverkehr insgesamt 192 Seiten. Bei der Erstellung der Analyse wurden Expertisen und Stellungnahmen von renommierten Fachleuten eingeholt. Ein Teil dieser Expert*innen hat sich in einer Presseerklärung zu dem Vorgang geäussert.

 

https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.mitarbeiter-des-bmi-suspendiert-brisantes-corona-papier-war-das-alles-richtig-so.b20f08c6-fd41-4c10-b01a-1995fb60aa2b.html

 

 

Der 83-seitige Bericht hier zum download:

analyse_bmi_kohn.pdf
PDF-Dokument [1.8 MB]
 
 
13.5.
 
Thesenpapier 2.0  -  Die Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19
Datenbasis verbessern
Prävention gezielt weiterentwickeln
Bürgerrechte wahren
Autoren: Prof. Dr. med. Matthias Schrappe Universität Köln, ehem. Stellv. Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit Hedwig François-Kettner
Pflegemanagerin und Beraterin, ehem. Vorsitzende des Aktionsbündnis Patientensicherheit, Berlin Franz Knieps Jurist und Vorstand eines
Krankenkassenverbands, Berlin Prof. Dr. phil. Holger Pfaff Universität Köln, Zentrum für Versorgungsforschung, ehem. Vorsitzender des Expertenbeirats des Innovationsfonds Prof. Dr. med. Klaus Püschel Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Rechtsmedizin Prof. Dr. rer.nat. Gerd
Glaeske Universität Bremen, SOCIUM Public Health, ehem. Mitglied im Sachverständigenrat Gesundheit

Bestärkt durch viele positive Reaktionen auf ihr erstes Thesenpapier haben die Autoren nun das Thesenpapier 2.0 veröffentlicht. Dabei üben sie nicht nur Kritik an den Maßnahmen, die auf der Grundlage einer völlig unzureichenden Datenlage beschlossen worden sind, sondern auch unterschwellig an der bisherigen Kommunikation: Sie fordern "einen sachlichen und gelassenen Austausch von Argumenten, der nichts beschönigt, aber auch nichts unnötig dramatisiert". Alle Beteiligten müssten darauf hinwirken, dass "es nicht zu geschlossenen Argumentationsketten kommt, die anderslautenden Nachrichten keinen Raum mehr geben können". 

Gleichzeitig erinnern die Autoren in ihrem Vorwort daran, dass SARS-CoV-2/Covid-19 eine typische Infektionskrankheit ist – zwar mit enormen "Auswirkungen auf die Gesundheit, auf die Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung und auf die sozialen Systeme", aber die Erkrankung stelle keinen Anlass dafür dar, "in quasi metaphysischer Überhöhung alle Regeln, alles Gemeinsame, alles Soziale in Frage zu stellen oder sogar außer Kraft zu setzen."

Die Thesen - Auszüge

  • Das Virus SARS-CoV-2 und die davon verursachte Erkrankung Covid-19 weisen die Charakteristika einer typischen Infektionskrankheit auf. Die mittlere Inkubationszeit beträgt 5 Tage, es besteht eine circa 2 Tage währende präsymptomatische Phase mit hoher Infektiosität, der oligo- bzw. asymptomatische Verlauf ist häufig, hohes Alter und bestehende Vorerkrankungen bedingen eine schlechte Prognose und die Letalität liegt insgesamt unter 1 Prozent. Bei lokaler Überlastung von Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen durch herdförmige Ausbreitung (zum Beispiel große Veranstaltungen) oder mangelnde Organisation beziehungsweise Ausstattung (zum Beispiel Schutzkleidung) kann es zu schweren nosokomialen und herdförmigen Ausbrüchen kommen.
  • Die Aussagekraft der täglich gemeldeten Neuinfektionen in der jetzigen Form ist (sehr) gering. Sie sollte dringend um die Zahl der im gleichen Zeitraum getesteten Personen ergänzt werden, damit sich die informierte Öffentlichkeit ein zutreffendes Bild über die Situation machen kann. Außerdem ist zu überlegen, ob die gegenwärtig täglich berichteten Zahlen bei einem inhomogen ablaufenden Infektionsgeschehen für die Beurteilung des Verlaufs aussagefähig sind.
  • Es ist zu fordern, dass der tägliche Bericht zusätzlich die Zahl der asymptomatischen Infizierten und die neu gestellten Indikationen zur Intensivtherapie umfasst beziehungsweise diese mehr in den Vordergrund stellt. Diese Angaben können der Öffentlichkeit die realistische Beurteilung der Situation enorm erleichtern.
  • Das RKI muss die Grundgesamtheit, auf die sich die Sterblichkeit bezieht, in seiner täglichen Berichterstattung genauso nennen wie die zurechenbare Letalität. Der Bezug auf die gemeldeten Fälle ist wegen der Dunkelziffer durch nicht gemeldete Fälle methodisch unzulässig. Die Obduktion der im Zusammenhang mit COVID-19 gestorbenen Patienten muss verpflichtend eingeführt werden, um diesen zentralen medizinischen und epidemiologischen Zusammenhang aufzuklären und außerdem Informationen für die Behandlung (und Diagnostik) zu gewinnen.
  • Die SARS-CoV-2/Covid-19-Epidemie wird die weitere Entwicklung der nationalen Gesundheitssysteme prägen. Bereits jetzt sind Unterschiede in der Bewältigung der Problematik sichtbar, die durch Erreger- oder Wirtseigenschaften kaum erklärbar erscheinen. Es wird notwendig sein, gezielt über die Steigerung der Resilienz der Systeme nachzudenken.
  • Die deutsche Verfassung kennt für den Fall einer Pandemie keinen Ausnahmezustand, der eine Abweichung von Aufgabenzuordnungen und Kompetenzen des föderalen Staatsaufbaus und der demokratischen Gewaltenteilung erlauben würde. Zwar kann in Grundrechte auch der gesamten Bevölkerung eingegriffen werden, doch bedürfen Eingriffe stets einer legitimen Rechtfertigung und eines transparenten Abwägungsprozesses zwischen konkurrierenden Grundrechten sowie zwischen Grundrechten und Schutzpflichten des Staates. Je länger Beschränkungen andauern, desto stärker ist der Zwang zu kontinuierlicher Evaluation speziell in Bezug auf die Beachtung der Verhältnismäßigkeit ausgeprägt.

Quelle: Thesenpapier 2.0

 

9.5.

 

Coronavirus: Epidemische Lage von nationaler Tragweite?

Die Bundesregierung und ihre Berater predigen gebetsmühlenartig: „Wir stehen erst am Anfang der Epidemie.“ Sie tun dies, obwohl seit Wochen ein anhaltender Rückgang bei den gemeldeten Zahlen an Neuansteckungen erkennbar ist. Dieser begann wahrscheinlich bereits vor dem verhängten Lockdown. Für den früheren Vorsitzenden der Europäischen Region des Internationalen Verbands der Epidemiologen, Ulrich Keil, zeigt sich hier ein saisontypisches Phänomen. Ulrich Keil war Direktor des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster, arbeitete über Jahrzehnte als Berater der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und fungierte bis 2002 als Vorsitzender der Europäischen Region der International Epidemiological Association (IEA), des Weltverbands der Epidemiologen.

"...Das Schillern solcher Viren kommt daher, dass sie sich verändern und damit unberechenbar, unkontrollierbar und bedrohlich erscheinen. Aber das ist ein völlig normales Phänomen, das uns Menschen seit Jahrtausenden beschäftigt und wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass es uns noch gibt. Diese Erreger fordern unsere Immunabwehr immer wieder aufs Neue heraus. Allerdings ist dieses Coronavirus nicht gefährlicher und tödlicher als das, was wir von früheren stärkeren Influenzawellen kennen."...

"Es geht mir nicht darum, zu verharmlosen. Covid-19 ist eine für bestimmte Risikogruppen gefährliche und mithin tödliche Krankheit. Ich verlange aber, dass evidenzbasiert Wissenschaft betrieben wird, um auf dieser Grundlage angemessene politische Entscheidungen treffen zu können. Dazu gehört, dass man die Erkrankungs- und Todesziffern in den jeweiligen nationalen Kontext stellt und spezifische Einflussfaktoren prüft.

Im Falle Italiens und Spaniens ist an erster Stelle ein kaputtgespartes und schon für die normale Versorgung mangelhaft ausgestattetes Gesundheitssystem zu nennen. Daneben spielt auch die gegenüber Deutschland drei Jahre höhere Lebenserwartung in diesen Ländern eine Rolle, die die Gruppe der Vulnerablen größer macht. Italien ist nach Japan das Land mit der ältesten Bevölkerung der Welt. Andere Faktoren wie nosokomiale Infektionen, Umweltfaktoren und Panikreaktionen sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Aber rechtfertigt die Versorgungskrise in Italien, dass man auch bei uns einen Lockdown verhängt, wo die Versorgungskapazitäten für alle wesentlich besser sind und daher die Ängste vor dem Zusammenbruch der Versorgung nicht realistisch waren?"...

https://www.nachdenkseiten.de/?p=60685

07.05.

 

Statistische Zahlen im Vergleich: Sterblichkeit in England 2020 und in der Vergangenheit - Wie stark trägt der Lockdown zu erhöhter Sterblichkeit bei?

Die britische Info-Plattform InProportion2 versucht, statistische Zahlen zu Sterblichkeit im Zusammenhang mit SarsCov2 zu veranschaulichen. Zum Vergleich wird u.a. die Grippewelle 1968 angeführt: "In the 1968/69 Asian flu epidemic, around 80,000 people died in the UK, nearly double the death toll of 40,555 that is forecast for Covid-19 by IHME"

Ein Anteil der erhöhten Sterblichkeit, der nicht der Virusepedemie zugeordnet werden kann, könnte durch den Lockdown verursacht sein.

5.5.

 

Beatmung bei Covid-19 Mehr Schaden als Nutzen?

Weltweit gilt die invasive Beatmung als vielversprechender Weg, besonders schwere Covid-19 Verläufe in den Griff zu bekommen. Doch es gibt berechtigte Zweifel.
"... Die Risiken sind hoch, die Erfolge fragwürdig. Trotzdem ist Intubation weiterhin der Standard, wenn Covid-19 einen besonders schweren Verlauf nimmt.  'Der Glaube ist, dass das an der schweren Krankheit des Patienten liegt und nicht eben an der Therapie', sagt der Lungenarzt Dr. Gerhard Laier-Groeneveld von der Lungenklinik Neustadt im Harz. Er glaubt das nicht. Stattdessen ist er sich sicher, 'dass die Intubation und Beatmung gefährlich sind und dass man auf jeden Fall die Intubation vermeiden muss.' Deswegen geht Laier-Groeneveld ganz andere Wege. An seiner Klinik behandelt er Covid-19-Patienten mit Beatmungsmasken und bei Bewusstsein. Er hat bisher keinen einzigen Patienten intubiert - und keinen einzigen Patienten verloren. ..."
 
https://www.tagesschau.de/investigativ/monitor/beatmung-101.html

 

Von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen (aktualisiert)

Warum die These von der epidemischen Ausbreitung des Coronavirus auf einem statistischen Trugschluss beruht

"Christof Kuhbandner ist Psychologieprofessor und Lehrstuhlinhaber an der Fakultät für Humanwissenschaft der Universität Regensburg. Im folgenden Gastbeitrag erklärt er, warum die zunehmende Erhöhung der Anzahl der Coronavirus-Tests zu einer dramatischen Überschätzung des wahren Anstiegs der Neuinfektionen führt. Außerdem würde der zeitliche Abstand zwischen tatsächlichem Infektionszeitpunkt und Testzeitpunkt den in Wirklichkeit deutlich früher stattfindenden Rückgang der Neuinfektionen verbergen.

Im Gegensatz zur verbreiteten Darstellung wäre demnach das Szenario einer epidemischen Ausbreitung des Coronavirus ein statistischer Trugschluss. Laut Kuhbandner sind darum die drastischen Eingriffe in unsere Grundrechte wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. ...

 

https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/von-der-fehlenden-wissenschaftlichen-begruendung-der-corona-massnahmen/

 

01.05.

 

Atemschutzmasken für alle – Medienhype oder unverzichtbar?

Prof. Pietro Vernazza ist Chefarzt der Infektiologie und seit 1985 beim Kantonsspital St. Gallen tätig. Mit Beginn der Coronakrise bloggt er auf der Seite seines Instituts und versucht Einschätzungen unter Auswertung der vorliegenden Studien und bestmöglichen Evidenz abzugeben.

https://infekt.ch/2020/04/atemschutzmasken-fuer-alle-medienhype-oder-unverzichtbar/

 

COVID-19-Patienten-husten-Viren-durch-chirurgische-Masken-und-Baumwollmasken-hindurch

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111799/COVID-19-Patienten-husten-Viren-durch-chirurgische-Masken-und-Baumwollmasken-hindurch

 

Kritik an Maskenpflicht - Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV – Pressekonferenz 30.4.20

30.04.2020 - Der Vorstand der KBV hat eine Rückkehr zur Regelversorgung angemahnt. „Der Normalbetrieb muss zeitnah wieder hochgefahren werden“, sagte Vorstandschef Dr. Andreas Gassen heute in einer Online-Pressekonferenz. Es wäre fatal, wenn nicht SARS-CoV-2- bedingte Krankheiten aus Angst vor dem Cornavirus verschleppt und wichtige Therapien längere Zeit unterbrochen würden. 

....
Scharfe Kritik übten beide Vorstände an der Maskenpflicht, die in allen Bundesländern in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen gilt. Das Problem sei, dass die getragenen Masken meist nicht nur keinen ausreichenden Schutz böten, sondern die Infektionsgefahr sogar erhöhten und zu einer trügerischen Sicherheit führten, sagte Hofmeister.
Am ehesten geeignet wären einfache OP-Masken, allerdings nur, wenn sie nach jeder Benutzung entsorgt werden. „Jeder Benutzer bräuchte mehrere MNS pro Tag. Die gibt es in dieser Menge nach wie vor nicht,“ unterstricht Hofmeister. Solange es sich um Woll- und Seidenschals handele oder Masken zur mehrfachen Verwendung aus der Tasche geholt würden, mache auch eine Maskenpflicht in Praxen keinen Sinn.  ....
 

24.4.

 

Grundrechte in Corona-Krise: Ansteckende Freiheit

Arnd Pollmann ist Professor für Ethik und Sozialphilosophie an der Alice Salomon Hochschule Berlin und Autor sowie Mitherausgeber zahlreicher Publikationen zur Philosophie der Menschenrechte.

"Der Staat hat nicht paternalistisch dafür Sorge zu tragen, dass es uns allen gut geht. Er sagt uns ja auch nicht jeden Morgen: „Zieh dich warm an, wenn du das Haus verlasst!“ Der liberale Rechtsstaat mag die Aufgabe haben, Kranke in Quarantäne zu schicken, aber die Freiheit, die im Wörtchen „liberal“ steckt, ist immer auch die Freiheit gesunder Menschen, persönliche Gefahren bis hin zur eigenen Ansteckung eingehen zu dürfen – solange man eben nicht selbst ansteckend ist."

https://taz.de/Grundrechte-in-Corona-Krise/!5677143/

 

Stellungnahme der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. zu weiteren Einschränkungen der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie mit dem neuen Coronavirus.

 

Kinder- und Jugendärzte befürchten langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit der nachwachsenden Generation, wenn die Einschränkungen in dieser Strenge lange fortbestehen. Sie fordern daher, dass Experten für Kinder und Jugendliche und die Betroffenen selbst in die weiteren politischen Beratungen eingebunden werden.

 

15.04.

 

Stellungnahme des EbM-Netzwerks (Update vom 15.04.2020)

COVID-19: Wo ist die Evidenz?

Das EbM-Netzwerk versteht sich als das deutschsprachige Kompetenz- und Referenzzentrum für alle Aspekte der Evidenzbasierten Medizin. Es vereint Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fächer, Professionen, Sektoren und Organisationen und bietet Raum für unabhängige, kritisch-wissenschaftliche Diskussionen zu allen Fragen im Zusammenhang mit einer evidenzbasierten gesundheitlichen Versorgung.

 

Falsche Prioritäten gesetzt und ethische Prinzipien verletzt

Die deutsche Initiative für Pflegeethik kritisiert pauschale Besuchsverbote und leidvolle Intensivbehandlungen von Pflegepatienten: „Schon vor Corona starben jeden Tag in deutschen Heimen rund 900 alte, pflegebedürftige Menschen, ohne nochmals kurz vorher ins Krankenhaus verbracht zu werden. Tatsächlich wäre bei diesen, falls überhaupt, eher palliative Behandlung angezeigt. () Nach allem was wir bisher zu Corona wissen, gibt es nicht einen einzigen plausiblen Grund, den Infektionsschutz weiterhin höher zu bewerten, als die Grundrechte der Bürger. Heben Sie die Besuchsverbote auf! Diese sind unmenschlich und unnötig!“

 

14.04.

 

Gesundheitsbehörde warnt vor Chloroquine

Die italienische Gesundheitsbehörde ISS warnt, dass Covid19-Patienten aus dem Mittelmeerraum, die häufig eine genetische Stoffwechselbesonderheit namens Favismus aufweisen, nicht mit Malariamitteln wie Chloroquine behandelt werden sollten, da diese bei Favismus zum Tod führen können. Es ist dies ein weiterer Hinweis darauf, dass eine falsche oder zu aggressive Medikation wie beispielsweise mit Steroiden die Krankheit zusätzlich verschlimmern kann.

 

10.04.

 

Thesenpapier bestätigt kritische Sicht auf Datenlage und Maßnahmen. 10.4.20

Thesenpapier zur Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19
Datenbasis verbessern
Prävention gezielt weiterentwickeln
Bürgerrechte wahren
Thesenpapier zur Pandemie.pdf
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Rassismus und Corona

 

Vincent Bababoutilabo und Massimo Perinelli werfen einen antirassistischen Blick auf die aktuelle Pandemie. Sie diskutieren darüber was die Corona-Krise mit Rassismus und der humanitären Katastrophe an den europäischen Außengrenzen zu tun hat und holen sich Rat bei italienischen Genoss*innen. In einem Podcast hier zu hören.

 

 

Verzögerte Versorgung bei Herzinfarkt und Schlaganfall ?

 

Erste Berichte aus den Krankenhäusern deuten einen Rückgang der Inanspruchnahme von Schlaganfallstationen (stroke-units) und der Behandlung von Herzinfarkten an.

Die Angst vor Ansteckung könnte also für bestimmte Gruppen sogar zu einem kontraproduktiven Verhalten bezüglich Inanspruchnahme zeitnaher lebensrettender Behandlung führen.

 

 

16.03.

 

Covid19 - Gesellschaftliche Folgen

SZ_um_jeden_preis.pdf
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