Aktuelles zu Covid-19 und gesellschaftlichen Entwicklungen

Hier unser

Differenzierende wissenschaftliche Beurteilungen zu Sars-CoV2 und kritische Analysen der getroffenen Maßnahmen:

 

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Neue Meldungen zu Impfstoffen gegen SarsCoV2 findet Ihr hier

 

Wir möchten hier unsere Sichtweise, die sich in 15 Monaten Corona-Krise gebildet hat, als kritische Thesen über den Verlust der Verhältnismäßigkeit zwischen staatlichen Maßnahmen und SARS-CoV2-Infektion formulieren. Die Thesen beanspruchen nicht alleingültige Fakten zu sein, sondern versuchen die „Absolutheit“ der in der Corona-Krise medial vermittelten Erkenntnisse und Maßnahmen in ein relativierendes Licht zu stellen und damit „ins Verhältnis“ zu setzen.

Regina, Micha, Claudius

 

Hier unsere Corona Updates von März 20 bis September 21

 

 

Chronologische Liste mit einer Auswahl aktueller Meldungen

 

 

 

17.10.21

 

 

 

"Global prevalence and burden of depressive and anxiety disorders in 204 countries and territories in 2020 due to the COVID-19 pandemic"

"Globale Prävalenz und Belastung durch depressive und Angststörungen in 204 Ländern und Gebieten im Jahr 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie"

Quelle: The Lancet

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(21)02143-7/fulltext

 

dazu:

 

Weltweite Studie

"So sehr hat Corona Depressionen und Angststörungen verstärkt"

"Einer aktuellen Studie zufolge führte Corona weltweit zu mehr als 125 Millionen zusätzlichen Fällen von Depressionen und Angststörungen. Frauen und junge Menschen sind besonders betroffen." Quelle: Spiegel

"Die am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder sind auch mit der größten psychischen Belastung konfrontiert Ein Forscherteam beziffert in einer aktuellen Studie das Ausmaß von psychischen Erkrankungen, die auf die Coronapandemie zurückzuführen sind. Demnach haben allein im ersten Jahr der Pandemie die Fälle von Depressionen und Panikattacken weltweit um mehr als ein Viertel zugenommen.

Der Studie zufolge erkrankten durch die Pandemie vergangenes Jahr weltweit 52 Millionen mehr Menschen an depressiven Störungen. Parallel kam es zu 76 Millionen zusätzlichen Fällen von Angststörungen, die es ohne die Pandemie nicht gegeben hätte. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift »The Lancet« erschienen.

Für die Untersuchung analysierte das Team Daten aus unter anderem Nordamerika, Europa und Ostasien und erstellte ein Modell für das erwartete Auftreten von Depressionen und Angstzuständen. Den Ergebnissen zufolge waren die am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder auch mit der größten psychischen Belastung konfrontiert. Dabei bestand ein enger Zusammenhang zwischen hohen Covid-Fallzahlen, Einschränkungen wie Schulschließungen oder Lockdowns und erhöhten Raten von Depressionen und Angstzuständen.

Frauen besonders stark betroffen

Jüngere Menschen und Frauen sind der Studie zufolge unverhältnismäßig stark von der Zunahme der beiden psychischen Leiden betroffen. Die Pandemiemaßnahmen verschärften in den meisten Ländern bestehende gesundheitliche und soziale Ungleichheiten, interpretieren die Forschenden das Ergebnis. Die zusätzlichen Betreuungs- und Haushaltspflichten wurden demnach hauptsächlich von Frauen übernommen. Frauen seien in der Pandemie zudem weitaus häufiger Opfer häuslicher Gewalt geworden."

https://www.spiegel.de/psychologie/corona-mehr-als-100-millionen-zusaetzliche-faellen-von-depressionen-und-angststoerungen-a-a77ce75e-5239-45b7-b7b9-ca3f4d27862f

 

 

 

 

Weltbank: Doppelt so viele Todesopfer durch Verschlechterung der gesundheitlichen Versorgung als durch Covid19

"Emerging data estimates that for each COVID-19 death, more than two women and children have lost their lives as a result of disruptions to health systems since the start of the pandemic"

"Neue Daten zeigen, dass auf jeden COVID-19-Toten mehr als zwei Frauen und Kinder kommen, die seit Beginn der Pandemie durch die Unterbrechung der Gesundheitssysteme ums Leben gekommen sind."

Quelle: Global financing facility

"Neue Erkenntnisse der Global Financing Facility (GFF) zeigen, dass ein anhaltender und starker Rückgang der Inanspruchnahme grundlegender Gesundheitsdienste aufgrund von COVID-19 wahrscheinlich weitreichende und verheerende Folgen für Frauen und Kinder haben wird. In einigen der ärmsten Länder ist der geschätzte Anstieg der Sterblichkeit, der durch die geringere Inanspruchnahme grundlegender Gesundheitsdienste verursacht wird, mehr als doppelt so hoch wie die offiziell gemeldete COVID-19-Todesrate."

https://www.globalfinancingfacility.org/emerging-data-estimates-each-covid-19-death-more-two-women-and-children-have-lost-their-lives-result

 

 
 
 
11.10.21
 
 
 
Interview mit Hans-Jürgen Papier, dem ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts.
Quelle: Welt
...„Die Freiheitsbeschränkungen in der Corona-Krise waren intensiv und vielfältig, und ihre rechtsstaatliche Aufarbeitung ist bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Und die Erosion unserer Freiheitsrechte hat auch keineswegs mit der Corona-Krise begonnen, sondern wurde durch die Pandemie lediglich erheblich beschleunigt. (…) Auch das allgemeine legitime Ziel, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, rechtfertigt nicht jeden Grundrechtseingriff. Nutzen und Schaden müssen stets in einem angemessenen Verhältnis stehen, und die Beweislast für das Vorliegen der Verhältnismäßigkeit trägt der Staat. Schwerwiegende Freiheitsbeschränkungen aus bloßer Vorsorge sollte es künftig nicht mehr geben. (…) Das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates und die Rationalität seiner Entscheidungen ist im Laufe der Zeit erschüttert worden. Es wurde nicht generell, aber doch teilweise ziemlich irrational, widersprüchlich, kopflos und im Übermaß reagiert.“"
 
 
 
 
Kolja Brandt im Gespräch mit Klaus Stöhr (Virologe und Epidemiologe, 15-jährige Tätigkeit für die Weltgesundheitsorganisation (WHO), damals Leiter des Globalen Influenza-Programms und SARS-Forschungskoordinator. Von 2007 bis 2017 Impfstoffentwicklung und weitere Funktionen bei Novartis. Seit 2018 freier Konsultant)
 
 
 
 
Quelle: Deutschlandfunk
"Die Politik der Corona-Lockdowns hat einer Auswertung zufolge bei Kindern zu einem weltweiten Zuwachs an Fällen von Depressionen, Angstzuständen, Einsamkeit und Selbstgefährdung geführt.
Das geht aus einem Bericht des Kinderhilfswerks „Save the Children“ hervor, das in der Nacht veröffentlicht wurde. Die Pandemie-Maßnahmen seien ohne Zweifel wichtig, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. Aber soziale Isolation könne bei Kindern Hoffnungslosigkeit sowie Angst und Depressionen hervorrufen. Werde hier nicht reagiert, drohten Langzeitfolgen auch nach dem Ende solcher Beschränkungen. Besonders benachteiligte Kinder, die in Armut lebten, litten unter den Folgen von Lockdowns. Die Analyse stützt sich laut „Save the Children“ auf die Ergebnisse von Umfragen unter rund 13.000 Kindern in 46 Ländern.
Die Organisation forderte alle Regierungen auf, der psychischen Gesundheit, dem Wohlbefinden und dem geregelten Lernen von Kindern während und nach der Pandemie Priorität einzuräumen."
 
 
Dazu:
 
Schüler leiden besonders unter der Pandemie. Haben wir sie zum Maskentragen verdonnert, um unsere eigene Freiheit auszuleben? […]
Quelle: der Freitag
"Für Virologen wie Melanie Brinkmann liegt der Fall klar: Warum etwas abschaffen, was nützlich und billig ist, fragt sie und resümiert, dies aufzugeben sei „einfach dumm“. Ähnlich sehen es Lehrerverbände, die sich um das Personal an den Schulen sorgen und nicht einfach zuschauen wollen, wie die Schulen „durchseuchen“. Anders die Kinderärzte, die mit mehr oder weniger Furor Partei für die Jüngsten ergreifen und die die meist harmlosen Infektionen von Kindern ins Verhältnis setzen zur Maskenpflicht: Wir quälten die Kinder, so etwa der Sprecher des Berufsverbands der Kinderärzte, Jakob Maske, im Interesse der nicht geimpften Erwachsenen.
Haben wir die Kinder in den vergangenen Monaten also zum Maskentragen nur verdonnert, um die eigene Freiheit auszuleben? Nehmen wir in egoistischer Manier Kinder in Schutzverwahrung? Es gibt wohl kaum jemanden, der gerne mit Mundschutz unterrichtet und unterrichtet wird. Gleichzeitig offenbart die Diskussion die tiefe Verunsicherung durch die Pandemie, durch die das Gefühl für die richtige Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt verloren gegangen ist. Wir sind Risikofetischisten geworden, umgetrieben von Angst."

 

 
 
 
Wie stark wird das Gesundheitssystem durch kritische Corona-Verläufe belastet und inwieweit entlastet die Impfung? Eine Multipolar-Recherche zeigt: Nach fast zwei Jahren Krise erheben das Robert Koch-Institut und die Bundesregierung noch immer keine ausreichenden Daten, um diese Grundfragen präzise und verlässlich zu beantworten.
Quelle: Multipolar
... "Schlussbemerkung
Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Bundesregierung nicht alles unternimmt, um die Anzahl der kritischen Verläufe einer Corona-Infektion auf den Intensivstationen zu erheben. Das DIVI-Intensivregister würde sich hervorragend dazu eignen, sowohl die Anzahl der kritischen Krankheitsverläufe als auch deren Impfstatus taggenau zu erheben. Die Rechtsgrundlage für diese Datenerhebung beruht auf einer Verordnung, die jederzeit durch das Gesundheitsministerium veränderbar ist. Da die Erhebung des DIVI-Intensivregisters über ein Webformular erfolgt, wäre der technische Anpassungsaufwand zur Ermittlung der Anzahl der kritischen Krankheitsverläufe und deren Impfstatus minimal.
Es scheint, dass die Regierung an einer fundierten Auswertung der Belastung des Gesundheitssystems überhaupt nicht interessiert ist und die Öffentlichkeit in dem Glauben belassen will, es handele sich bei COVID-19-Fällen mit Symptomatik um kritische Verläufe einer SARS-CoV-2-Infektion.
Solange die Frage nicht geklärt ist, wie viele der Fälle tatsächlich aufgrund eines kritischen Verlaufs der Krankheit intensivmedizinisch behandelt werden müssen und welchen Impfstatus diese Fälle aufweisen, ist die Berechnung des Anteils von ungeimpften Fällen auf den Intensivstationen ohne Aussagekraft. Denn schließlich soll die Impfung vor einem schweren Verlauf der Krankheit schützen.
 
 
 
 
 
Quelle: medrxiv
COVID-19 mortality risk correlates inversely with vitamin D3 status, and a mortality rate close to zero could theoretically be achieved at 50 ng/ml 25(OH)D3: Results of
a systematic review and meta-analysis
 
 

 

 

07.10.21
 

 

 

Berliner Kinderarzt Jakob Maske: Wir quälen Kinder mit Masken und Testen
Quelle: Berliner Zeitung

"Der Sprecher vom Berufsverband der Kinderärzte sagt über Virologin Melanie Brinkmann: Sie sieht ihre Viren und nicht die Menschen, die dahinter stecken.
Der Wegfall der Maskenfall sorgt bei einigen Eltern für große Sorge. Die Virologin Melanie Brinkmann, ein enge Beraterin von Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel, nennt die Abschaffung der Maskenpflicht gar „ziemlich dumm“. Der Berliner Kinderarzt  Jakob Maske, zugleich Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinderärzte, schlägt im öffentlich-rechtliche Deutschlandradio in einem aktuellen Interview von Montag nun ungewohnt harsche Töne an. Der Mediziner sagt: „Wir quälen Kinder mit Maske, wir quälen sie mit Testen etc. Das ist die einzige Gruppe, die sich das gefallen lassen muss, weil sie sich nicht selber wehren kann.“ Und weiter: „Corona, muss man sagen, ist für diese Altersgruppe auch – ein Glück – relativ harmlos.“
...
https://www.berliner-zeitung.de/news/berliner-kinderarzt-jakob-maske-wir-quaelen-kinder-li.186894

 

 

 

 

 

"Zahlenchaos Corona"
 Quelle: Nachdenkseiten
Die Corona-Maßnahmen sind weitreichend und greifen tief in die Grundrechte der Bürger ein, die bis vor kurzem noch als sakrosankt galten. Da sollte man eigentlich voraussetzen, dass die Begründung für diesen „Ausnahmezustand“ auf soliden Daten beruht, transparent und nachvollziehbar ist. Das Gegenteil ist der Fall. Das fängt bei der schwammigen Definition einer „Infektion“ an, geht über die Fragen, wer überhaupt als „erkrankt“ gelten kann, bis hin zu den Sterbestatistiken und zahlreichen offenen Fragen in der Impfdebatte"
https://www.nachdenkseiten.de/?p=76470

 

 

 

06.10.21

 

 

 

Aktualisierte Stellungnahme zur Immunität von Genesenen
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Virologie

"Die nachgewiesene Dauer des Schutzes nach durchgemachter SARS-CoV-2 Infektion beträgt mindestens ein Jahr. Aus immunologischer Sicht ist von einer deutlich längeren Schutzdauer auszugehen, die auf Grund des begrenzten Beobachtungszeitraum aber noch nicht durch entsprechende Studien belegt ist.
Auf Grund dieser aktuellen Erkenntnisse sollten Genesene bei Regelungen zur Pandemie-Bekämpfung (z.B. Testpflicht) den vollständig Geimpften zunächst für mindestens ein Jahr gleichgestellt werden.
Eine Überprüfung des empfohlenen Zeitpunktes einer Impfung nach überstandener SARS-CoV-2 Infektion wird angeraten."
https://g-f-v.org/2021/09/30/4411/#

 

 

 

 

Increases in COVID-19 are unrelated to levels of vaccination across 68 countries and 2947 counties in the United States

Anstieg von COVID-19 steht in 68 Ländern und 2947 Bezirken in den Vereinigten Staaten in keinem Zusammenhang mit dem Grad der Impfung
Quelle: Springer

Ergebnisse
Auf Länderebene scheint es keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen dem Prozentsatz der vollständig geimpften Bevölkerung und neuen COVID-19-Fällen in den letzten 7 Tagen zu geben (Abb. 1). Vielmehr deutet die Trendlinie auf einen geringfügig positiven Zusammenhang hin, so dass Länder mit einem höheren Prozentsatz der vollständig geimpften Bevölkerung mehr COVID-19-Fälle pro 1 Million Einwohner aufweisen. Bemerkenswert ist, dass Israel mit einem Anteil von über 60 % der Bevölkerung, die vollständig geimpft sind, in den letzten 7 Tagen die meisten COVID-19-Fälle pro 1 Million Einwohner aufwies. Das Fehlen eines aussagekräftigen Zusammenhangs zwischen dem prozentualen Anteil der vollständig geimpften Bevölkerung und den neuen COVID-19-Fällen wird beispielsweise durch einen Vergleich zwischen Island und Portugal verdeutlicht. In beiden Ländern sind über 75 % der Bevölkerung vollständig geimpft und es treten mehr COVID-19-Fälle pro 1 Million Einwohner auf als in Ländern wie Vietnam und Südafrika, in denen etwa 10 % der Bevölkerung vollständig geimpft sind.
https://link.springer.com/article/10.1007/s10654-021-00808-7

 

 

 

The impact of SARS-CoV-2 vaccination on Alpha & Delta variant 1
transmission

Die Auswirkungen der SARS-CoV-2-Impfung auf die Alpha- und Delta-Variante Übertragung

Quelle: medrvix
"Delta untergräbt den Impfschutz, indem es sowohl die Häufigkeit einer Infektion erhöht als auch die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch geimpfte Personen, die sich infizieren."
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.09.28.21264260v1.full.pdf

 

 

 

No Significant Difference in Viral Load Between Vaccinated and Unvaccinated, Asymptomatic and Symptomatic Groups Infected with SARS-CoV-2 Delta Variant

Kein signifikanter Unterschied in der Viruslast zwischen geimpften und ungeimpften, asymptomatischen und symptomatischen Gruppen, die mit der SARS-CoV-2 Delta-Variante infiziert wurden
Quelle: medvrix
"Wir fanden keinen signifikanten Unterschied in den Zyklusschwellenwerten zwischen geimpften und ungeimpften, asymptomatischen und symptomatischen Gruppen, die mit SARS-CoV-2 Delta infiziert waren."
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.09.28.21264262v1

 

 

 

 

04.10.21

 

 

 

Wechselwirkungen zwischen Viren beeinflussen die Epidemiologie von Atemwegsinfektionen

 

J Infect Dis . 2021 Jul 2;224(1):31-38. doi: 10.1093/infdis/jiab147. Quelle: Pub Med
Die Infektion mit dem humanen Rhinovirus blockiert die Replikation des Coronavirus 2 des Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms innerhalb des Atmungsepithels: Auswirkungen auf die COVID-19-Epidemiologie

Wechselwirkungen zwischen Viren und Viren beeinflussen die Epidemiologie von Atemwegsinfektionen. Der Einfluss von Viren, die Infektionen der oberen Atemwege verursachen, auf die Replikation und Übertragung des Coronavirus 2 des schweren akuten respiratorischen Syndroms (SARS-CoV-2) ist jedoch derzeit unbekannt. Humane Rhinoviren verursachen die gewöhnliche Erkältung und sind die am weitesten verbreiteten Atemwegsviren des Menschen. Es hat sich gezeigt, dass Wechselwirkungen zwischen Rhinoviren und zirkulierenden Atemwegsviren die Virusepidemiologie auf der Ebene des einzelnen Wirts und der Population beeinflussen. Hier haben wir die Replikationskinetik von SARS-CoV-2 im menschlichen Atmungsepithel in Anwesenheit oder Abwesenheit von Rhinoviren untersucht. Wir zeigen, dass das humane Rhinovirus eine Interferon-Reaktion auslöst, die die Replikation von SARS-CoV-2 blockiert. Mathematische Simulationen zeigen, dass diese Virus-Virus-Interaktion wahrscheinlich einen bevölkerungsweiten Effekt hat, da eine zunehmende Prävalenz von Rhinoviren die Zahl der neuen Coronavirus-Erkrankungen 2019 reduziert.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33754149/

 

Dazu:

 

Studie von 2019:
PNAS December 26, 2019 116 (52) 27142-27150; first published December 16, 2019;
Wechselwirkungen zwischen Viren und Viren beeinflussen die Populationsdynamik von Grippe und Erkältung
Wenn mehrere Erreger zusammen auftreten, kann dies zu konkurrierenden oder kooperativen Formen der Interaktion zwischen Erreger und Krankheitserreger führen. Es wird angenommen, dass solche Wechselwirkungen zwischen Erkältungs- und Grippeviren auftreten, vielleicht durch eine breit wirkende Immunität, die zu miteinander verbundenen epidemiologischen Infektionsmustern führt. Bislang gibt es jedoch nur wenige quantitative Beweise. Wir haben eine große Sammlung von Diagnoseberichten analysiert, die über mehrere Jahre für 11 Atemwegsviren gesammelt wurden.
Unsere Analysen liefern starke statistische Belege für die Existenz von Wechselwirkungen zwischen Atemwegsviren. Mithilfe von Computersimulationen fanden wir heraus, dass sehr kurzlebige Interferenzen erklären könnten, warum Erkältungsinfektionen während der Grippesaison seltener auftreten. Ein besseres Verständnis der Zusammenhänge in der Epidemiologie von Virusinfektionen kann dazu beitragen, die Vorhersage von Krankheiten und die Bewertung von Maßnahmen zur Krankheitsbekämpfung zu verbessern.“
 
 

Hier unsere Corona Updates

von März 20 bis September 21